Bachelorarbeit, 2019
78 Seiten, Note: 1,0
1. Ganzheitliche Bildung durch schulische und außerschulische Kooperation
1.1 Der Bildungsbegriff der Schule
1.2 Etablierung eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses
2. Schulsozialarbeit als Teil ganzheitlicher Bildung
2.1 Entwicklung der Schulsozialarbeit
2.2 Definition der Schulsozialarbeit und rechtliche Rahmenbedingungen
2.3 Ziele, Begründbarkeit und Wirkungspotentiale der Schulsozialarbeit
2.4 Methoden und Angebote der Schulsozialarbeit
2.5 Bildungsverständnis der Schulsozialarbeit
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne einer ganzheitlichen Bildung
3.1 Entwicklungslinien der BNE und ihre Verankerung in Schulen
3.2 Hintergründe für die Notwendigkeit der BNE
3.3 Aufgaben und Ziele der BNE
3.4 Bildungs- und Kompetenzbegriff der BNE
4. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Schulsozialarbeit
4.1 Gegenüberstellung und Zusammenführung der Bildungsverständnisse, Methoden und Ziele
4.2 Die Schule als Kooperationspartner im Sinne ganzheitlicher Bildung
4.3 Vorteile und Perspektiven der Zusammenführung
4.4 Mögliche Grenzen und Schwierigkeiten bei der Ausgestaltung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Potential der Schulsozialarbeit als einen Ort der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu untersuchen und Möglichkeiten ihrer Realisierung aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe als konstitutives Element für eine ganzheitliche Bildung betrachtet.
Gegenüberstellung und Zusammenführung der Bildungsverständnisse, Methoden und Ziele
Nachdem nun vorausgehend die Schulsozialarbeit und die BNE getrennt voneinander umfangreich beleuchtet wurden, soll es an dieser Stelle darum gehen, beide inhaltlich aufeinander zu beziehen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.
Interessant ist zunächst einmal, dass die Schulsozialarbeit wie auch die BNE eng mit bildungspolitischen Zielen verknüpft sind. Obgleich sie beide nicht nur politisch legitimiert, sondern auch pädagogisch begründet sind (vgl. Grundmann 2017: 38; Olk / Speck 2015: 35). Allerdings ist die Schulsozialarbeit das Resultat bildungs- und sozialpolitischer Diskurse, um den differenten Schwierigkeiten und Konflikten im Rahmen der Schule zu begegnen (vgl. Vogel 2006: 30; Speck 2006: 238 f.), wohingegen die BNE vornehmlich zur Realisierung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung beitragen soll (vgl. Bormann 2013: 270), was ohne eine umfassende Einbindung des Bildungsbereiches nicht denkbar ist (vgl. BMBF 2017: 7). Grundsätzlich müssen aber sowohl Schulsozialarbeit als auch BNE „einen Beitrag zu übergeordneten Bildungszielen leisten“, da eine „Instrumentalisierung der heranwachsenden Generation für gegenwärtige politische Ziele […] mit der Idee von Bildung nicht vereinbar [ist]“ (Künzli David et al. 2013: 280).
Vergleicht man die jeweiligen Bildungsverständnisse miteinander, lassen sich bereits einige Gemeinsamkeiten und Überschneidungen zwischen der Schulsozialarbeit und der BNE feststellen. Der Schulsozialarbeit liegt ein ganzheitliches und subjektorientiertes Bildungsverständnis zugrunde, welches einen umfänglichen Aneignungs- und Entwicklungsprozess der Kinder- und Jugendlichen „in der Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt“ impliziert (vgl. BMFSFJ 2005: 31). Ebenso fußt auch die BNE auf einem Bildungsverständnis, welches Bildung als selbstbestimmten Aneignungsprozess versteht und diesbezüglich nur in aktiver und reflexiver Beteiligung der Lernenden erfolgen kann (vgl. Stoltenberg / Burandt 2014: 572). Zwar vermittelt BNE ein grundlegendes theoretisches Wissen über nachhaltigkeitsbezogene Themen- und Problemstellungen, vielmehr dient sie aber der Vermittlung von Gestaltungskompetenz, welche notwendig ist, um ebendiese Problemstellungen aktiv und verantwortungsbewusst bearbeiten und an der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung mitwirken zu können (vgl. BMBF 2017: 100; de Haan et al. 2008: 124 f.).
1. Ganzheitliche Bildung durch schulische und außerschulische Kooperation: Dieses Kapitel erläutert den Bildungsauftrag der Schule und die Notwendigkeit, diesen durch Kooperationen mit außerschulischen Partnern ganzheitlich zu erweitern.
2. Schulsozialarbeit als Teil ganzheitlicher Bildung: Hier werden die Entwicklung, die Definition, die Ziele und Methoden der Schulsozialarbeit dargestellt, um ihre Rolle als Bestandteil der Jugendhilfe und Kooperationspartner der Schule zu verdeutlichen.
3. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne einer ganzheitlichen Bildung: Dieses Kapitel führt in die Programmatik der BNE ein, beleuchtet ihre Entstehung, Notwendigkeit sowie ihren spezifischen Bildungs- und Kompetenzbegriff.
4. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Schulsozialarbeit: Im abschließenden Hauptkapitel werden BNE und Schulsozialarbeit zusammengeführt, um Potentiale, Vorteile und Grenzen einer gemeinsamen Ausgestaltung zu analysieren.
Schulsozialarbeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Ganzheitliche Bildung, Jugendhilfe, Kooperation, Schule, Gestaltungskompetenz, Nachhaltigkeit, Schulentwicklung, Bildungslandschaft, Lebensweltorientierung, Partizipation, Sozialpädagogik, Kompetenzorientierung.
Die Arbeit untersucht das Potential und die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit, einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am Lebensort Schule zu leisten.
Zentrale Themen sind die Konzepte der ganzheitlichen Bildung, die institutionelle Verortung der Schulsozialarbeit sowie die theoretischen und praktischen Ansätze der BNE.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwieweit Schulsozialarbeit als Ort für BNE fungieren und Möglichkeiten zur deren Realisierung bieten kann, insbesondere durch die Kooperation von Schule und Jugendhilfe.
Die Arbeit ist als theoretische Auseinandersetzung konzipiert, die Literaturanalysen, Begriffsdefinitionen und vergleichende Betrachtungen der Konzepte BNE und Schulsozialarbeit nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der ganzheitlichen Bildung durch Kooperation, die Einführung in die Schulsozialarbeit, die Erörterung der BNE-Programmatik sowie die abschließende Zusammenführung beider Bereiche.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schulsozialarbeit, BNE, ganzheitliche Bildung, Kooperation, Gestaltungskompetenz und Lebensweltorientierung charakterisieren.
Die Kooperation ist entscheidend, da Schule und Jugendhilfe komplementäre Bildungsangebote leisten; die Schulsozialarbeit bietet als Teil der Jugendhilfe Möglichkeiten für nonformale und informelle Bildungsarrangements, die über den formalen Unterricht hinausgehen.
Zu den Grenzen zählen die heterogene Ausgestaltung der Schulsozialarbeit, begrenzte zeitliche Ressourcen, die vorrangige Ausrichtung auf schulische Kernleistungen sowie das Fehlen spezifischer Modelle zur Kompetenzvermittlung in diesem Kontext.
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