Masterarbeit, 2011
124 Seiten, Note: 1,0
1 Kurzzusammenfassung
2 Einleitung
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Altern, Alter und Senioren
3.2 Sturzrisikofaktoren im Alter
3.3 Sturzursachen im Alter
4 Gleichgewichtsfähigkeit
4.1 Einordnung der Gleichgewichtsfähigkeit
4.2 Begriffsbestimmung der Gleichgewichtsfähigkeit
4.3 Analysatoren der Gleichgewichtsfähigkeit
4.3.1 Der Vestibularanalysator
4.3.2 Der taktile Analysator
4.3.3 Der optische Analysator
4.3.4 Der kinästhetische Analysator
4.3.5 Die Analysatorenleistung im Alter
4.4 Folgen der altersbedingten Analysatorenleistung
4.5 Sicherung der Gleichgewichtsfähigkeit im Alter
5 Der Tanz als Interventionsmöglichkeit
5.1 Der Tanz
5.2 Funktionsanalyse des Tanzes
5.3 Bedingungsanalyse des Tanzes
5.4 Musik und Tanz
5.5 Arten des Tanzes
5.5.1 Volkstanz
5.5.1.1 Line Dance
5.5.2 Gesellschaftstanz
5.5.2.1 Discofox
5.5.3 Jazz Dance
5.6 Musik und Tanz zur Stabilisierung des Gleichgewichts bei Senioren
6 „Altersfitness durch Musik und Tanz“
6.1 Design der Intervention
6.2 Forschungsziel
6.3 Forschungsstand
6.4 Forschungsfragen und Hypothesenbildung
6.5 Untersuchungsdesign der Gleichgewichtsfähigkeit
6.6 Messinstrumente
6.7 Stichprobenkonstruktion
6.8 Untersuchungsdurchführung
7 Ergebnisdarstellung
7.1 Grundlagen der Ergebnisdarstellung
7.2 Darstellung der statischen Gleichgewichtsergebnisse
7.3 Darstellung der statischen Gleichgewichtsergebnisse anhand eines Altersmodells
7.4 Ergebnisdarstellung des dynamischen Gleichgewichtstests
8 Interpretation der Ergebnisse
8.1 Interpretation der statischen Gleichgewichtsergebnisse
8.2 Interpretation der dynamischen Gleichgewichtsergebnisse
8.3 Abschlussbetrachtung der Ergebnisinterpretation
9 Diskussion
10 Fazit/ Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss einer 18-monatigen Tanzintervention auf die Stabilisierung und Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit bei Senioren im Alter von 61 bis 79 Jahren, um potenzielle sturzpräventive Effekte zu evaluieren.
3.1 Altern, Alter und Senioren
Der Begriff Altern bezeichnet nicht einen Zustand, sondern beschreibt einen Prozess, welcher dem Menschen das gesamte Leben lang begleitet. Der Vorgang des Alterns beginnt mit der Geburt und schließt ab mit dem Tod. SCHMIDT und THEWS (1990) geben diesen Sachverhalt sehr gut in ihrer Definition zum Altern wieder: „Während das Alter einen Zustand beschreibt, bezeichnet das Altern einen biologischen Prozess, der von Geburt an irreversibel fortschreitet“ (S. 838).
Hierbei wird bereits eine erste Abgrenzung zu dem Begriff Alter aufgezeigt. SCHMIDT (2007) ergänzt seine vorangestellte Definition durch folgende Behauptung: „Altern ist die ständige Abnahme der Überlebenswahrscheinlichkeit bewirkt durch intrinsische Prozesse“ (S. 954). Dabei hält er des Weiteren fest, dass der Vorgang des Alterns als universal bezeichnet werden kann und es sich hierbei um einen ganz normalen physiologischen Prozess handelt. Diesbezüglich gilt es besonders zu betonen, dass es sich bei dem Alterungsprozess um keine Krankheit handelt, sondern um eine ganz menschliche Seite des Lebens und der Ontogenese (vgl. SCHMIDT, 2007, S. 954).
1 Kurzzusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Sturzproblematik bei Senioren und die Zielsetzung der Arbeit, eine Tanzintervention als präventive Maßnahme zu evaluieren.
2 Einleitung: Beschreibt den demografischen Wandel in Deutschland und die damit verbundenen gesundheitlichen Herausforderungen für ältere Menschen, insbesondere hinsichtlich der Sturzgefährdung.
3 Theoretische Grundlagen: Erläutert den Alterungsprozess, Sturzrisikofaktoren und die physiologischen Mechanismen, die der Sturzgefahr im Alter zugrunde liegen.
4 Gleichgewichtsfähigkeit: Detaillierte wissenschaftliche Einordnung der Gleichgewichtsfähigkeit in die koordinativen Fähigkeiten sowie Beschreibung der relevanten Sinnesanalysatoren (Vestibular-, taktil, optisch, kinästhetisch).
5 Der Tanz als Interventionsmöglichkeit: Analysiert den Tanz als ganzheitliches pädagogisches Konzept und stellt verschiedene Tanzformen sowie deren Bedeutung für das Gleichgewichtstraining vor.
6 „Altersfitness durch Musik und Tanz“: Stellt das Design, die Ziele, das Messverfahren und die Stichprobe der durchgeführten Langzeitstudie an der Universität Magdeburg vor.
7 Ergebnisdarstellung: Präsentiert die erhobenen Daten des statischen und dynamischen Gleichgewichtstests gruppenspezifisch und geschlechtsspezifisch.
8 Interpretation der Ergebnisse: Diskutiert die gefundenen Daten im Kontext der aufgestellten Hypothesen und vergleicht die unterschiedlichen Interventionsgruppen miteinander.
9 Diskussion: Reflektiert kritisch über die methodischen Aspekte der Studie, psychologische Einflussfaktoren und die Wirksamkeit der Tanzintervention.
10 Fazit/ Ausblick: Resümiert den Erfolg der Intervention und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsansätze in diesem Bereich.
Tanzintervention, Gleichgewichtsfähigkeit, Sturzprophylaxe, Senioren, Posturale Kontrolle, Kraftmessplatte, Sturzrisiko, Sensomotorik, Altersfitness, Koordinative Fähigkeiten, Statisches Gleichgewicht, Dynamisches Gleichgewicht, Bewegungstraining, Gesundheitsförderung, Langzeitstudie
Die Arbeit untersucht, ob und wie eine 18-monatige Tanzintervention bei Senioren dazu beitragen kann, die Gleichgewichtsfähigkeit zu stabilisieren oder zu verbessern, um das Sturzrisiko zu senken.
Die Arbeit verknüpft die demografische Entwicklung mit sportwissenschaftlichen Ansätzen zur Sturzprävention, wobei die Schwerpunkte auf der Bedeutung der Gleichgewichtsfähigkeit, den sensorischen Analysatoren und der spezifischen Wirksamkeit von Musik und Tanz liegen.
Das Ziel ist der empirische Nachweis, dass durch tanzbasierte Bewegungsprogramme degenerative Prozesse bei Senioren verlangsamt und die statische sowie dynamische Gleichgewichtsfähigkeit stabilisiert werden können.
Es handelt sich um eine Langzeitstudie mit einem Prä-Posttest-Design an drei Vergleichsgruppen, wobei das Gleichgewicht mittels Kraftmessplatte (statisch) und Seiltänzergang (dynamisch) sowie speziellen statistischen Verfahren (Wilcoxon-Test, Mann-Whitney-U-Test) analysiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über das Altern und Sturzursachen, die detaillierte Analyse der Gleichgewichtsfähigkeit, die Darstellung des Tanzes als Interventionsmaßnahme sowie die methodische Beschreibung und Auswertung der spezifischen Langzeitstudie.
Die wichtigsten Begriffe sind Tanzintervention, Gleichgewichtsfähigkeit, Sturzprophylaxe, Senioren, Posturale Kontrolle, Kraftmessplatte, statisches und dynamisches Gleichgewicht.
Das von Prof. Dr. Peter Blaser entwickelte Modell dient dazu, die komplexen Messergebnisse der Kraftmessplatte für Laien verständlicher in ein Punktsystem (1 bis 4) zu überführen, das den Grad der Schwankungen und somit die Gleichgewichtsleistung bewertet.
Die Studie ergab, dass männliche Probanden in den durchgeführten Tests tendenziell bessere Ergebnisse erzielten als weibliche Probanden, was die Arbeit unter anderem mit konstitutionellen Faktoren und dem bei den Tests benötigten Krafteinsatz erklärt.
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