Bachelorarbeit, 2015
66 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Der Konflikt
2.1 Konfliktkomponenten
2.2 Wozu dient ein Konflikt?
2.3 Konfliktmodell nach Glasl
2.4 Vom Konfliktmodell zum Rollenmodell
3. Die Gruppe
3.1 Gruppenentwicklung
3.2 Zielsetzung von Gruppen
3.3 Gruppenentstehung
3.4 Rollenverteilung
3.5 Konfliktpotentiale durch Rollen
4. Selbsthilfegruppen
4.1 Voraussetzungen für Selbsthilfegruppen und Ihre Mitglieder
4.2 Wirksamkeit und Arbeitsweise von Selbsthilfegruppen
4.3 Gesetzliche Würdigung der Selbsthilfe
4.4 Konflikte in Selbsthilfegruppen
5. Experteninterview
5.1 Forschungsfrage
5.2 Auswertung des Interviews
5.3 Experteninterview
5.4 Zusammenfassende Auswertung
6. Ausblick
7. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Konfliktbewältigung in Selbsthilfegruppen, mit dem Ziel, Strategien für eine konstruktive Konflikteindämmung und -prophylaxe aufzuzeigen. Die Forschungsfrage lautet: „Was kann die soziale Arbeit in Selbsthilfegruppen an Konflikteindämmung und Konfliktprophylaxe leisten?“
Eskalationsstufe II
Debatte und Polemik können mächtige Waffen sein, die in dieser Phase gerne als Waffe verwendet werden. Die Argumentation folgt keinem erkenntnisgenerierenden Ziel sondern nur der Offenlegung der Schwächen des Streitpartners. Seine Argumentation wird zerpflückt, auch wenn es dafür keine sachliche Begründung gibt. Hauptsache man steht als der intellektuelle Überflieger da, der gegen jeden Zweifel erhaben ist. Die eigenen Argumente in diesem Streit werden als apodiktisch betrachtet und man schreckt somit vor einer kompletten Diskreditierung des anderen Streitenden nicht zurück. Man will ihn am Boden sehen: emotional, argumentativ, in allen Belangen. Dies hat freilich zur Folge, dass der Andere ebenso denkt und es zu einem verbalen Handgemenge kommen kann. Der Konflikt spitzt sich zu.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Beobachtungen des Autors zu Konflikten in Selbsthilfegruppen und das Interesse an der Rolle professioneller Sozialer Arbeit bei deren Lösung.
2. Der Konflikt: Es werden theoretische Grundlagen des Konfliktbegriffs, psychologische Aspekte sowie das detaillierte Konflikteskalationsmodell nach Friedrich Glasl vorgestellt.
3. Die Gruppe: Dieser Abschnitt definiert soziale Gruppen und analysiert deren Entwicklungsphasen, Zielsetzungen, Rollenverteilungen und die daraus resultierenden Konfliktpotentiale.
4. Selbsthilfegruppen: Fokus auf das Wesen und die Arbeitsweise von Selbsthilfegruppen sowie deren gesetzliche Förderung und Regeln für eine gelingende Zusammenarbeit.
5. Experteninterview: Qualitative Untersuchung der Forschungsfrage durch das Interview mit einer Expertin aus einer Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, inklusive deren Auswertung.
6. Ausblick: Diskussion über die zukünftige Bedeutung der Selbsthilfe, insbesondere in Hinblick auf digitale Formen und die anhaltende Relevanz face-to-face orientierter Gruppen.
7. Resümee: Zusammenführung der Ergebnisse, wonach Soziale Arbeit in Selbsthilfegruppen als unterstützende, aber nicht dominierende Instanz zur Förderung von Selbstverantwortung fungiert.
Soziale Arbeit, Selbsthilfegruppen, Konflikt, Eskalationsmodell, Glasl, Gruppenentwicklung, Rollenverteilung, Konfliktprophylaxe, Empowerment, Selbstverantwortung, Sozialpädagogik, Gruppenklima, Kommunikation, Beratung, Selbstorganisation.
Die Arbeit analysiert, wie Soziale Arbeit professionell in Selbsthilfegruppen agieren kann, um auftretende Konflikte zu bearbeiten und produktiv aufzulösen, ohne die Eigenverantwortung der Teilnehmer zu schwächen.
Die zentralen Felder umfassen die Konflikttheorie, Gruppendynamik, spezifische Merkmale von Selbsthilfegruppen sowie die Rolle von professionellem Fachpersonal bei der Begleitung solcher Gruppen.
Die zentrale Fragestellung lautet: „Was kann die soziale Arbeit in Selbsthilfegruppen an Konflikteindämmung und Konfliktprophylaxe leisten?“
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche mit einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form eines Experteninterviews mit einer Leiterin einer Selbsthilfekontaktstelle.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit Konflikten und Gruppenstrukturen (u.a. Rollenmodell nach Belbin) und die anschließende empirische Auswertung des Experteninterviews.
Schlüsselbegriffe sind Soziale Arbeit, Selbsthilfegruppen, Konflikt, Gruppenentwicklung, Empowerment, Selbstverantwortung und Konfliktprophylaxe.
Glasls Modell der neun Eskalationsstufen dient als zentrales Analysetool, um zu verstehen, wie Konflikte in Gruppen entstehen und warum eine frühzeitige Intervention durch Sozialarbeiter entscheidend ist.
Die Vernetzung dient nicht nur der Bekanntmachung der Gruppen, sondern ermöglicht einen fachlichen Austausch zwischen den Kontaktstellen über Neuerungen und Herausforderungen, was die Qualität der Begleitung sichert.
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