Bachelorarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Beratungsdiebstahl im deutschen Handel
2.1 Beratungsdiebstahl
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Begriffsabgrenzung
2.1.3 Mögliche Gründe für das Aufkommen von Beratungsdiebstahl
2.2 Voraussetzungen für ein Aufkommen von Beratungsdiebstahl
2.2.1 Begriffsdefinition „stationärer Einzelhandel“
2.2.2 Begriffsdefinition „Onlinehandel“
2.3 Branchenspezifische Ermittlung des Aufkommens von Beratungsdiebstahl
2.3.1 Begriffsdefinition „Bekleidungshandel“
2.4 Hypothesenentwicklung
3 Empirische Forschung
3.1 Forschungsmethodik
3.2 Entwicklung des Gesprächsleitfadens
3.3 Experteninterview
3.3.1 Auswahl und Beschreibung des Experten
3.3.2 Ergebnisse und Hypothesenprüfung
3.3.2.1 Beschreibung des Experteninterviews
3.3.2.2 Prüfung der Hypothese 1
3.3.2.3 Prüfung der Hypothese 2
3.3.2.4 Prüfung der Hypothese 3
3.3.2.5 Prüfung der Hypothese 4
3.3.2.6 Prüfung der Hypothese 5
3.3.2.7 Prüfung der Hypothese 6
3.3.2.8 Prüfung der Hypothese 7
3.3.2.9 Prüfung der Hypothese 8
3.3.2.10 Prüfung der Hypothese 9
3.3.2.11 Prüfung der Hypothese 10
3.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.4 Fokusgruppengespräch
3.4.1 Auswahl und Beschreibung der Teilnehmer
3.4.2 Ergebnisse und Hypothesenprüfung
3.4.2.1 Beschreibung des Fokusgruppengesprächs
3.4.2.2 Prüfung der Hypothese 1
3.4.2.3 Prüfung der Hypothese 2
3.4.2.4 Prüfung der Hypothese 3
3.4.2.5 Prüfung der Hypothese 4
3.4.2.6 Prüfung der Hypothese 5
3.4.2.7 Prüfung der Hypothese 6
3.4.2.8 Prüfung der Hypothese 7
3.4.2.9 Prüfung der Hypothese 8
3.4.2.10 Prüfung der Hypothese 9
3.4.2.11 Prüfung der Hypothese 10
3.4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Beratungsdiebstahls – ein Konsumentenverhalten, bei dem Kunden die Beratungsleistung des stationären Einzelhandels nutzen, um das Produkt anschließend bei einem günstigeren Online-Händler zu erwerben – und analysiert dessen Ausprägungsformen, Einflussfaktoren sowie mögliche branchenspezifische Unterschiede.
2.1.1 Begriffsdefinition
Vorweg sollte erwähnt werden, dass sich der Begriff Beratungsdiebstahl oder auch Beratungsklau in der Praxis geprägt hat und ein bestimmtes Informations- und darauffolgendes Kaufverhalten von Kaufinteressenten bzw. Kunden beschreibt. Beratungsdiebstahl als Begrifflichkeit findet sich aus diesem Grund äußerst selten in der Fachliteratur. Die Begriffe Beratungsdiebstahl und Beratungsklau sind jedoch gleichzusetzen.
Laut der KMU Forschung Austria (vgl. 2007, S. 105) wird der Begriff Beratungsdiebstahl als ein Informationsverhalten von Internet-Käufern, bei dem sich die Käufer vor dem Kauf im Internet im stationären Einzelhandel Informationen einholen und sich beraten lassen, definiert. Durch Müller-Hagedorn / Wierich (vgl. 2002, S. 109) lässt sich ergänzen, dass der Einzelhandel, der seine Kunden mittels Verkaufspersonal berät, oftmals keinen Verkauf als Abschluss des Verkaufsgespräches erzielt. Neben der Nichterfüllung der Kundenerwartungen ist einer der Hauptgründe für das Ausbleiben des Verkaufsabschlusses, dass der Nachfrager sich ausschließlich informieren möchte, um den eigentlichen Kauf zu einem späteren Zeitpunkt über einen anderen Vertriebskanal zu tätigen. In der Praxis wird dieses Verhalten als Beratungsdiebstahl oder auch Beratungsklau bezeichnet.
Auch Willenbrock (vgl. 2003, S. 58) weist darauf hin, dass die Fachhändler mit erfahrenem Verkaufspersonal und kompetenter Kaufberatung derzeit auf ein immer größer werdendes Problem stoßen. Vermehrt nutzen Kunden den Service der persönlichen Beratung im stationären Handel, tätigen den Kauf letztlich jedoch über einen anderen Distributionskanal. Da sich hier die persönliche Beratung nicht im Preis inkludieren muss, kann das gewünschte Produkt günstiger angeboten werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Beratungsdiebstahls ein, leitet die Forschungsfrage ab und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Beratungsdiebstahl im deutschen Handel: Hier werden theoretische Grundlagen definiert, Begriffsabgrenzungen vorgenommen und erste Hypothesen für die empirische Analyse entwickelt.
3 Empirische Forschung: Dieses Kapitel umfasst die methodische Entwicklung sowie die Durchführung und Auswertung von Experteninterviews und Fokusgruppengesprächen zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Interpretation der Ergebnisse und diskutiert potenzielle Lösungsansätze für den stationären Einzelhandel.
Beratungsdiebstahl, Beratungsklau, stationärer Einzelhandel, Online-Handel, Konsumentenverhalten, Kaufentscheidung, Servicequalität, Beratungsqualität, Preissensibilität, Informationsbeschaffung, Multichannel-Strategie, Handelsbetriebslehre, Kundenbindung, empirische Forschung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des "Beratungsdiebstahls", bei dem Kunden Dienstleistungen des stationären Einzelhandels in Anspruch nehmen, den Kauf dann jedoch aufgrund günstigerer Preise im Online-Handel abschließen.
Zentrale Themen sind die Herausforderungen des stationären Handels durch die Digitalisierung, das Kaufverhalten von Konsumenten und die Bedeutung von Beratungsqualität sowie Serviceleistungen.
Die Untersuchung zielt darauf ab, zu identifizieren, welche Branchen von Beratungsdiebstahl besonders betroffen sind und welche Faktoren – jenseits der bloßen Preisdifferenz – dieses Verhalten auslösen.
Der Autor nutzt einen Mix aus Literaturrecherche, einer eigenen Umfragestudie unter Konsumenten sowie qualitativen Methoden in Form von Experteninterviews und Fokusgruppengesprächen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Begriffs, eine empirische Phase zur Hypothesenprüfung und eine detaillierte Auswertung der geführten Experten- und Fokusgruppengespräche.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Beratungsdiebstahl, stationärer Einzelhandel, Online-Shopping, Servicequalität, Beratungsintensität und Konsumentenverhalten.
Aufgrund einer Vorab-Studie wurde der Bekleidungshandel als am stärksten betroffen identifiziert, wenngleich sich im weiteren Verlauf der empirischen Untersuchung zeigte, dass komplexe und hochpreisige Produkte in anderen Branchen eine noch wichtigere Rolle spielen.
Es zeigt sich, dass nicht primär der Preis, sondern die erlebte Beratungsqualität und der erwartete Nachkauf-Service entscheidende Faktoren sind, die beeinflussen, ob ein Kunde im Laden kauft oder online ausweicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

