Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
1.1 Ziel und Abgrenzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
1.3 Wissenschaftliche Methoden
2 Grundlagen
2.1 ITIL Change Management
2.1.1 Change Management: Zweck und Ziele
2.1.2 Change-Management-Prozess
2.1.3 Zusammenfassung
2.2 Scrum
2.2.1 Scrum: Zweck und Ziele
2.2.2 Scrum: Prinzipien und Vorgehensweise
2.2.3 Zusammenfassung
2.3 Analysekriterien
3 Vergleich und Auswertung
3.1 Umsetzung der Änderungen unter Einhaltung des zeitlichen Rahmens
3.1.1 Change Management ITIL
3.1.2 Scrum
3.1.3 Fazit
3.2 Risikominimierung bei der Umsetzung von Änderungen
3.2.1 Change Management
3.2.2 Scrum
3.2.3 Fazit
3.3 Einhaltung der Qualität der Änderungen
3.3.1 Change Management
3.3.2 Scrum
3.3.3 Fazit
3.4 Kostenoptimale Umsetzung von Änderungen
3.4.1 Change Management
3.4.2 Scrum
3.4.3 Fazit
4 Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Änderungsmanagement in den ITIL- und Scrum-Rahmenwerken, um Übereinstimmungen und Unterschiede in der praktischen Umsetzung zu identifizieren. Das zentrale Ziel ist es, die augenscheinliche Widersprüchlichkeit zwischen der sicherheitsorientierten ITIL-Methodik und der geschwindigkeitsorientierten, agilen Scrum-Philosophie zu hinterfragen und mögliche Gemeinsamkeiten in der Handhabung von Änderungen aufzuzeigen.
2.1.2 Change-Management-Prozess
Dieses Kapitel bezieht sich auf die ITIL Publikation „ITIL Service Transition“. Hier wird der Change-Management-Prozess beschrieben.
Der erste Schritt des Change-Management-Prozesses ist ein formeller Änderungswunsch in Form eines Request for Change (RFC). Hier sind die Anforderungen und die ersten Schätzungen des Aufwands und der Kosten enthalten. Als Nächstes erfolgen die Annahme und die Aufzeichnung des RFC. Hierfür müssen die Rollen und dazugehörigen Verantwortlichkeiten für die jeweiligen Aktivitäten je nach Organisationsstruktur definiert werden. Nach der Aufnahme des RFC wird ein Change Record eröffnet. Hier werden alle Informationen zum Change über seine gesamte Lebensdauer dokumentiert und sind anschließend im CMS wiederzufinden. Im nächsten Schritt wird ein RFC nach Redundanz, Unvollständigkeiten oder vorherige Ablehnung geprüft. Je nach Ergebnis der Überprüfung können RFCs zur Vervollständigung oder Budgetgenehmigung an den Auftragsteller zurückgeleitet oder abgelehnt werden. Wenn der RFC weiter bearbeitet werden kann, wird eine Bewertung, Evaluierung und Priorisierung von Auswirkungen eines Changes auf das Geschäftsgeschehen vorgenommen. Außerdem werden verschiedene Fragen zum Change beantwortet. Es werden Perspektiven wie Wichtigkeit, Dringlichkeit, Ressourceneinsatz, Nutzen oder Risiken beleuchtet. Im weiteren Verlauf wird die Risikokategorisierung eines Changes vorgenommen, beispielsweise mittels einer Kombination der möglichen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Auswirkung. Dadurch wird deutlich, zu welcher Risikokategorie ein Change gehört und welche hierarchische Entscheidungsebene die Genehmigung für den Change erteilen soll. Weiterhin lässt sich die Priorität eines Changes anhand des Auswirkungsgrades und der Dringlichkeit bestimmen. Im nächsten Schritt – nachdem die Ergebnisse der Evaluation und Priorisierung vorliegen – wird die Entscheidung zur Umsetzung oder Ablehnung getroffen.
1 Einleitung: Die Arbeit stellt die Herausforderung dar, IT-Änderungen sicher und effizient umzusetzen, und führt die beiden Ansätze ITIL und Scrum als Untersuchungsobjekte ein.
2 Grundlagen: Es werden die theoretischen Fundamente von ITIL als standardisiertem Service-Management-Ansatz und Scrum als agilem Rahmenwerk erläutert.
3 Vergleich und Auswertung: ITIL und Scrum werden anhand der Kriterien Zeit, Risikominimierung, Qualität und Kosten gegenübergestellt und bewertet.
4 Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede und diskutiert, wie die Ansätze voneinander profitieren könnten.
ITIL, Scrum, Change Management, Änderungsmanagement, Risikominimierung, IT-Infrastruktur, Softwareentwicklung, Prozessmodell, Qualitätssicherung, Wirtschaftlichkeit, Zeitmanagement, Agilität, Best Practice, Konfigurationsmanagement, Anforderungsanalyse.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von ITIL und Scrum bei der Verwaltung von IT-Änderungen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Change Management, der agilen Produktentwicklung mittels Scrum, Risikomanagement sowie Wirtschaftlichkeit und Qualität in der IT.
Ziel ist es, die Widersprüche zwischen dem strukturierten ITIL-Prozess und der agilen Scrum-Methodik zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Änderungen in beiden Welten effektiv gesteuert werden.
Es wurde eine Kombination aus fundierter Literaturrecherche und Experteninterviews mit IT-Beratern aus beiden Fachbereichen gewählt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung beider Ansätze sowie einen systematischen Vergleich nach den Kriterien Zeit, Risiko, Qualität und Kosten.
Zu den prägenden Begriffen gehören ITIL, Scrum, Change Management, Agilität, Risikominimierung und Prozessqualität.
Während ITIL auf standardisierte Prozesse wie das Change Advisory Board (CAB) setzt, integriert Scrum die Risikobewertung direkt in die iterativen Sprints und das Product Backlog.
Die Autorin nimmt an, dass eine Optimierung möglich wäre: ITIL könnte von der Agilität und dem Feedback von Scrum profitieren, während Scrum durch den ganzheitlichen Blick von ITIL an Stabilität gewinnen könnte.
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