Diplomarbeit, 2005
141 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1 Aktuelle Situation im deutschen Verbraucherschutz
1.2 Begriffsbestimmung/ Abgrenzung des Forschungsraumes
2. Determinanten des Konsumverhaltens
2.1 Forschungsgegenstand der Konsumentenforschung
2.2 Psychische intrapersonale Faktoren
2.2.1 aktivierende Prozesse
2.2.2 kognitive Prozesse
2.2.3 individuelle Determinanten
2.3 Umweltfaktoren
2.3.1 soziale Umwelt
2.3.2 Medienumwelt
2.4 Fazit: Abschied vom „homo oeconomicus“
3. Konsumrisiken
3.1 Konsumschäden für den Konsumenten
3.2 Konsumschäden für Umwelt und Geselllschaft
3.3 Der ausgelieferte Verbraucher: Manipulation des Konsumentenverhaltens durch die Anbieter?
3.4 Fazit: Konsumkompetenz als konstruktiver Ausweg
4. Definition von Konsumkompetenz
4.1 Kompetentes Informationsverhalten
4.2 Fähigkeit zur kritischen Bedarfsreflexion
4.3 Einstellungen in Verhalten umsetzen
4.4 Mitgestaltung der sozialen Umwelt durch Partizipation
4.5 Fazit: Konsumkompetenz kann kommunikativ gefördert werden – nur wie?
5. Herausforderung einer Gemeinschaftsaufgabe: Die Vermittlung von Konsumkompetenz
5.1 Klassische Maßnahmen des institutionellen Verbraucherschutzes
5.2 Aktiver Verbraucherschutz durch innovative Kommunikationsmaßnahmen
5.2.1 Sensibilisierung und Schaffung von Problembewusstsein
5.2.2 Wissensvermittlung durch Risikokommunikation
5.2.3 Einstellungsbildung
5.2.4 Mobilisierung zum Verhalten
5.2.4.1 Empowerment - Stärkung des Machtgefühls der Verbraucher
5.2.4.2 Mobilisierung mittels der Massenmedien
5.2.4.3 Motivation durch Rahmenbedingungen
5.3 Konsumkompetenz als Unternehmensziel
5.4 Anforderungen an Kommunikation im Verbraucherschutz
5.4.1 realistisches Verbraucherleitbild
5.4.2 zielgruppenspezifische Ansprache
5.4.3 Orientierung an sozialtechnischen Regeln
5.4.4 mediengerechte Informationsvermittlung
5.4.5 Internetkommunikation
6. Fazit
Ziel der Arbeit ist die Beantwortung der Frage, inwieweit ein selbstverantwortliches Verbraucherverhalten im Rahmen der Realität des Konsumentenverhaltens möglich ist und wie im Verzicht auf restriktive Maßnahmen ein umwelt- und selbstverträgliches Verhalten kommunikativ gefördert werden kann. Die Arbeit untersucht hierbei die Potentiale von staatlicher Verbraucherpolitik, nicht-institutionellen Bewegungen und Unternehmen.
3.1 Konsumschäden für den Konsumenten
Trotz des derzeit in den Industrieländern sehr hohen qualitativen Standards des Produktangebotes [vgl. Kroeber-Riel/Esch 2000, 20] kann Konsum gesundheitsschädigende Folgen haben, und das nicht nur in den bekannten Fällen aus dem Lebensmittelbereich. Auch in Möbeln, Farben, Kleidung oder anderen Gebrauchsgegenständen können gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten sein. Vermeiden lassen sich diese Risiken nur, insofern der Konsument über sie informiert ist, was der Risikokommunikation von Anbietern und speziell den Medien eine Schlüsselrolle zuweist. Andererseits könnten viele Risiken auch gemieden werden, indem Konsumenten selbst gezielter nach Informationen suchen und aufmerksamer und kritischer konsumieren.
Viele als problematisch bekannte Stoffe können allein durch die Auswahl der „richtigen Produkte“ durchaus umgangen werden. Dies ist zum einen eine Frage der Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen durch Produktkennzeichnung, aber andererseits auch vom Informationsverhalten der Konsumenten abhängig. So sind zum Beispiel gentechnisch veränderte Lebensmittel mit einer neuen Gesetzgebung kennzeichnungspflichtig. Wer diesem Gesundheitsrisiko entgehen will, welches wissenschaftlich zwar nicht erwiesen, aber durchaus möglich ist, kann dies durch ein entsprechendes Informations- und Nachfrageverhalten praktisch realisieren.
1 EINLEITUNG: Beleuchtung der aktuellen Situation im deutschen Verbraucherschutz und Abgrenzung des Forschungsraumes.
2 DETERMINANTEN DES KONSUMVERHALTENS: Analyse der psychischen, intrapersonalen und umweltbedingten Faktoren, die menschliches Verhalten und Konsum steuern.
3 KONSUMRISIKEN: Untersuchung der Risiken für Konsumenten, Umwelt und Gesellschaft in der modernen Konsumgesellschaft.
4 DEFINITION VON KONSUMKOMPETENZ: Herleitung von Konsumkompetenz als Fähigkeit für eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Handeln.
5 HERAUSFORDERUNG EINER GEMEINSCHAFTSAUFGABE: DIE VERMITTLUNG VON KONSUMKOMPETENZ: Darstellung konkreter Wege und innovativer Kommunikationsmaßnahmen zur Förderung von Konsumkompetenz durch verschiedene Akteure.
6 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderungen für eine zukunftsorientierte Verbraucherschutzkommunikation.
Konsumkompetenz, Verbraucherschutz, Konsumentenverhalten, Kommunikation, Nachhaltigkeit, Empowerment, Medienwirkung, Risikokommunikation, Marktkommunikation, Eigenverantwortung, Konsumrisiken, Sozialtechniken, Partizipation, Zielgruppenansprache, Konsumgesellschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Verbraucher durch gezielte Kommunikation zu eigenverantwortlichem und nachhaltigem Handeln befähigt werden können, anstatt lediglich durch restriktive staatliche Maßnahmen geschützt zu werden.
Die Themenfelder umfassen die Konsumentenforschung, die Analyse von Konsumrisiken, die Definition von Konsumkompetenz sowie die Entwicklung innovativer Kommunikationsstrategien im Verbraucherschutz.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konsumenten durch die Vermittlung von Kompetenzen (Informationsverhalten, Bedarfsreflexion, Partizipation) in die Lage versetzt werden können, Risiken der Konsumgesellschaft eigenständig zu managen.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die Erkenntnisse der Konsumentenforschung, der Medienpsychologie und der Verbraucherpolitik verknüpft, um praxisorientierte Anforderungen an Kommunikationsmaßnahmen abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten, diskutiert Konsumrisiken für Mensch und Umwelt, definiert den Begriff Konsumkompetenz und erarbeitet Anforderungen an eine moderne Verbraucherschutzkommunikation.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Konsumkompetenz, Empowerment, Verbraucherschutzkommunikation, Nachhaltigkeit und das Ziel eines selbstverantwortlichen Konsumenten.
Sie kritisiert das veraltete Leitbild eines rein rational handelnden Konsumenten, da dieses an der Realität des menschlichen Alltagsverhaltens, das stark durch Emotionen, Habitualisierung und begrenzte Informationskapazitäten geprägt ist, vorbeigeht.
NGOs fungieren als mediale Akteure, die durch Inszenierungen und Protestaktionen (z.B. Contra-Artikulation) Druck auf Unternehmen ausüben können, um Verbraucherinteressen zu artikulieren und auf Missstände aufmerksam zu machen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

