Masterarbeit, 2019
90 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Währungssystem einer Marktwirtschaft
2.1 Geld
2.1.1 Definition und Eigenschaften des Geldes
2.1.2 Entstehungsgeschichte und Erscheinungsformen des Geldes
2.1.3 Bedeutung des Geldes
2.1.4 Funktionen des Geldes
2.2 Währung
2.2.1 Abgrenzung und Definition des Währungsbegriffs
2.2.2 Aufbau und Akteure des Währungssystems
3. Das System der Kryptowährungen
3.1 Definition von Kryptowährungen
3.2 Hintergrund und Entstehungsgeschichte der Kryptowährungen
3.3 Die Blockchain-Technologie
3.4 Bitcoin – Der Urvater aller Kryptowährungen
3.4.1 Ein historischer Überblick des Bitcoins
3.4.2 Eigenschaften des Bitcoin-Netzwerks
3.4.3 Funktionsweise des Bitcoin-Systems
3.4.4 Aktuelle Daten zum Bitcoin-Markt
3.5 Ethereum – Blockchain 2.0
3.6 Die neuen „Altcoins“ – Alternative Kryptowährungen der nächsten Generation
3.6.1 Stellar – Die hybride Banking Blockchain
3.6.2 EOS – Das bessere Ethereum?
3.6.3 IOTA – Währung für das Internet of Things
4. Analyse von Kryptowährungen anhand der Geldfunktionen
4.1 Eignung als Tauschmittel
4.1.1 Kritische Masse
4.1.2 Transaktionskosten
4.1.3 Skalierbarkeit
4.1.4 Energieverbrauch
4.1.5 Rückerstattungen und Interventionen
4.1.6 Geschwindigkeit
4.1.7 Unabhängigkeit von räumlichen Distanzen und administrativen Grenzen
4.1.8 Volatilität
4.1.9 Transparenz
4.1.10 Nutzung als Spekulationsobjekt
4.1.11 Widerstand staatlicher Institutionen
4.1.12 Die deflationäre Natur des Bitcoins
4.2 Eignung als Recheneinheit
4.2.1 Volatilität
4.2.2 Vergleichbarkeit der Beträge
4.2.3 Preisfragmentierung im Krypto-Markt
4.3 Eignung als Wertspeicher
4.3.1 Sicherheit
4.3.2 Wertentwicklungen
4.3.3 Volatilität
4.3.4 Marktbeeinflussung
4.3.5 Inflationsresistenz
4.4 Rechtliche Aspekte von Kryptowährungen
4.4.1 Staatliche Regulierungen
4.4.2 Nutzung für illegale Aktivitäten
5. Länderspezifischer Vergleich des Krypto-Marktes
5.1 Die einflussreichsten Märkte
5.1.1 China
5.1.2 Die Vereinigten Staaten
5.1.3 Die Eurozone
5.1.4 Japan
5.2 Fallbeispiel: Der Krypto-Markt in Südkorea
6. Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie
7. Fazit und Ausblick
7.1 Fazit
7.2 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die zentrale Fragestellung, ob Kryptowährungen als Geld der Zukunft betrachtet werden können oder ob es sich dabei primär um riskante Spekulationsobjekte handelt. Durch eine ökonomische Analyse der Geldfunktionen sowie einen länderspezifischen Vergleich wird der aktuelle Status und das Potenzial dezentraler Kryptowährungen kritisch hinterfragt.
3.3 Die Blockchain-Technologie
Um die Funktionsweise von Kryptowährungen verstehen zu können, ist es notwendig, die dahinterstehende Blockchain-Technologie genauer zu beleuchten, denn sie bildet die Basis für sämtliche Transaktionen der Kryptowährungen. Entwickelt wurde das Modell einer Blockchain erstmals im Zuge der Kryptowährung Bitcoin (vgl. Hülsbömer, Genovese, https://www.computerwoche.de/a/blockchain-was-ist-das,3227284, 2017). Daher wird die Funktionsweise einer Blockchain meist anhand des Bitcoins erläutert.
Doch zunächst soll geklärt werden, was der Begriff Blockchain bedeutet. Der Begriff Blockchain setzt sich aus den Wörtern „block“ und „chain“ (englisch für Kette) zusammen. Wie dieser Begriff bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Kette von einzelnen aneinandergereihten Blöcken. Hosp beschreibt eine Blockchain als eine „[…] vollständige und unveränderliche Transaktions-Historie zu allen Transaktionen einer dezentralen Community, der jeder, der Teil davon ist, zustimmt“ (s. Hosp, 2018, 45).
Die zentralen Eigenschaften einer Blockchain sind also eine ewige Transaktions-historie, Dezentralität und ein allgemeiner Konsens.
Jeder Nutzer einer Blockchain, der das entsprechende System besitzt, verfügt über eine vollständige Kopie der gesamten Transaktionshistorie. Neue Transaktionen werden zunächst durch den Sender digital signiert. Anschließend wird die Transaktion durch die Hashfunktion in ein standardisiertes Format überführt. Sämtliche Informationen werden in einen sogenannten „Hash“ codiert und daraufhin hierarchisch verdichtet. Diese Zusammenfassung der einzelnen Hashes wird auch als Hashbaum bezeichnet, an dem sich sämtliche Informationen der darin enthaltenen Transaktionen ablesen lassen. Alle Werte werden nun gebündelt und zu einem Block zusammengefasst. Die so entstandenen Blöcke werden zeitlich hintereinander gereiht, ähnlich wie bei einer Kette. Ist ein Block vollständig, wird der nächste Block erzeugt. Jeder Block enthält eine Prüfsumme, der auf den vorangegangenen Block verweist. Der folgende Block verweist dann wieder auf den Hashwert des vorangegangenen usw. Durch die Kodierung der Informationen sind diese dabei gegen Manipulationen geschützt, da bereits die kleinste Änderung einer Information den Hashwert des ganzen Blocks verändern würde und somit auch die gesamte Blockchain nicht mehr konsistent wäre (vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, 2017, 10).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die kontroverse Debatte über Kryptowährungen ein und erläutert die methodische Herangehensweise der ökonomisch fundierten Analyse anhand von Geldfunktionen.
2 Das Währungssystem einer Marktwirtschaft: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte von Geld und Währung, um das Verständnis für die Funktionen und das Zusammenspiel der Akteure in einem modernen Wirtschaftssystem zu schaffen.
3 Das System der Kryptowährungen: Es erfolgt eine Definition von Kryptowährungen, die Erläuterung der technischen Blockchain-Grundlagen sowie die Vorstellung prominenter Krypto-Systeme wie Bitcoin, Ethereum, Stellar, EOS und IOTA.
4 Analyse von Kryptowährungen anhand der Geldfunktionen: Dieses Kapitel prüft systematisch die Eignung von Kryptowährungen als Tauschmittel, Recheneinheit und Wertspeicher sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
5 Länderspezifischer Vergleich des Krypto-Marktes: Hier werden die einflussreichsten Märkte analysiert und die Besonderheiten des südkoreanischen Krypto-Marktes exemplarisch beleuchtet.
6 Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie: Dieser Abschnitt thematisiert jenseits der Währungsfunktion die Potenziale der Blockchain-Technologie, insbesondere im Bereich von Smart Contracts und Supply-Chain-Management.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsfrage hinsichtlich der Zukunft von Kryptowährungen und dem Spannungsfeld zwischen Zahlungsmittel und Spekulationsobjekt.
Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain, Geldtheorie, Finanzmärkte, Spekulation, Dezentralisierung, Smart Contracts, Volatilität, Währungssystem, Tauschmittel, Wertspeicher, Krypto-Ökonomie, Wirtschaftskreislauf, Digitale Währung
Die Arbeit analysiert ökonomisch, ob Kryptowährungen das Potenzial haben, als seriöses Geld der Zukunft zu fungieren, oder ob sie eher als spekulative Finanzinstrumente einzustufen sind.
Zu den zentralen Themen gehören die Funktionsweise von Geld und Währungssystemen, die technische Architektur der Blockchain, die Analyse von Kryptowährungen anhand der klassischen Geldfunktionen sowie länderspezifische Fallbeispiele.
Das primäre Ziel ist es, durch eine sachlich fundierte Analyse die Leitfrage zu beantworten: „Kryptowährungen – Geld der Zukunft oder riskantes Spekulationsobjekt?“
Die Untersuchung basiert auf einer ökonomischen Analyse, die bestehende Studien und Fachquellen nutzt, um die theoretischen Geldfunktionen mit den realen Eigenschaften und Marktgegebenheiten von Kryptowährungen zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Währungssystemen, die technische Definition von Kryptowährungen, die Analyse ihrer Eignung als Tauschmittel, Recheneinheit und Wertspeicher sowie einen Ländervergleich.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain, Volatilität, Dezentralisierung und die Funktionen des Geldes im modernen Wirtschaftskreislauf.
Die Arbeit identifiziert die hohe Preisvolatilität als wesentliches Hindernis für die Eignung von Kryptowährungen als verlässliches Tauschmittel und stabile Recheneinheit.
Es wird untersucht, inwiefern staatliche Regulierungen, das staatliche Geldmonopol und die Einführung staatlicher Kryptowährungen die Entwicklung und Akzeptanz privater dezentraler Währungen beeinflussen.
Südkorea dient als Fallbeispiel für eine besonders hohe gesellschaftliche Affinität zu Kryptowährungen, getrieben durch sozioökonomische Faktoren, und verdeutlicht den Einfluss lokaler Börsen auf den globalen Markt.
Die Arbeit deutet an, dass dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin eher als alternative Wertspeicher („digitales Gold“) dienen könnten, während die Rolle als alltagstaugliches „Geld der Zukunft“ eher bei zentralisierten, staatlich kontrollierten digitalen Währungsformen liegt.
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