Bachelorarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 1,0
1 Abstract
2 Einleitung
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Definition von Krisen, Katastrophen und Katastrophenfällen
3.2 Eigenschaften von Krisenwarnapps
3.2.1 Eigenschaften der Apps NINA, KATWARN und FEMA
3.2.2 Bisher ermittelte Zusatzanforderungen an Krisenwarnapps
4 Methodik
4.1 Design Science
4.1.1 Definition
4.1.2 Was ist ein Artefakt?
4.1.3 Qualitätsanforderungen an Design Science
4.1.4 Spezifikation des Design-Science-Prozessmodells nach Peffers et al.
4.2 Interviews
4.2.1 Interviewleitfaden
4.2.2 Auswahl der Teilnehmer
5 Design einer Krisenwarnapp
5.1 Nicht-funktionale Design Requirements, Principles und Features
5.2 Funktionale Design Requirements, Principles und Features
5.3 Nicht aufgenommene Anforderungen
5.4 Übersetzung ermittelter Anforderungen in ein einfaches User Interface (UI)-Flow-Diagramm
6 Diskussion und Ausblick auf weitere Forschung
7 Fazit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf Experteninterviews mit Vertretern des Katastrophenschutzes, Anforderungskriterien für Krisenwarnapps zu identifizieren, um bestehende Defizite aktueller Anwendungen zu beheben und deren Nutzbarkeit sowie Informationsqualität zu steigern.
3.1 Definition von Krisen, Katastrophen und Katastrophenfällen
Krisen sind spezifische, unvorhergesehene und nicht-routinierte Ereignisse. Sie implizieren bei mittelbar und unmittelbar betroffenen Personen ein akutes Risikogefühl gegenüber Schäden bspw. materieller, physischer, psychischer und gesellschaftlicher Natur, sowie weiteren Verlusten. Ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten sind gering, ihr Schadenpotential ist jedoch sehr hoch (Seeger et al. 2003, S. 4-8). Krisen sind zwar einzigartig, aber grundsätzlich typisierbar, wodurch zu einem gewissen Grad Hilfemaßnahmen planbar sind (Seeger et al. 2003, S. 64). Gemäß der Katastrophendefinition von Kreps (1984), die der hier vorliegenden Krisendefinition sehr ähnlich ist, verwende ich beide Begriffe synonym.
Ein Katastrophenfall ist in Deutschland eine „[...] landesrechtliche Feststellung einer Katastrophe, die zur Anwendung des Katastrophenschutzgesetzes des jeweiligen Landes führt.“ (BBK 2011, S. 15). Jedes Bundesland ist in der Lage im jeweiligen Katastrophenschutzgesetz eine eigene Katastrophendefinition festzulegen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt hierzu eine Art „Vorlage“ zur Verfügung:
„Eine Katastrophe ist ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in so ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden, dass die Gefahr nur abgewehrt oder die Störung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn die im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Organisationen und Einrichtungen unter einheitlicher Führung und Leitung durch die Katastrophenschutzbehörde zur Gefahrenabwehr tätig werden.“ (BBK 2011, S. 15)
1 Abstract: Eine kompakte Zusammenfassung der Forschungsarbeit, der methodischen Vorgehensweise sowie der wesentlichen Ergebnisse hinsichtlich der Nutzerakzeptanz von Krisenwarnapps.
2 Einleitung: Motivation und Relevanz der Thematik sowie Formulierung der Forschungsfrage zur Anforderungsanalyse an das Design von Krisenwarnapps.
3 Theoretische Grundlagen: Definition relevanter Begrifflichkeiten und detaillierte Gegenüberstellung der Funktionen und Eigenschaften weit verbreiteter Warn-Apps.
4 Methodik: Erläuterung des angewandten Design-Science-Rahmenwerks nach Peffers et al. sowie der Durchführung und Auswertung der Experteninterviews.
5 Design einer Krisenwarnapp: Herleitung funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen sowie deren Überführung in ein prototypisches UI-Flow-Diagramm.
6 Diskussion und Ausblick auf weitere Forschung: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Validierung des gewählten Vorgehens und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.
7 Fazit: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und abschließende Bewertung des Nutzens der erarbeiteten Anforderungen für die Praxis.
Krisenwarnapps, Katastrophenschutz, Design Science, Anforderungsanalyse, NINA, KATWARN, Nutzerakzeptanz, UI-Flow-Diagramm, Informationsqualität, Warnmeldungen, Experteninterviews, Katastrophenfall, Krisenkommunikation, Usability, Notfallvorsorge
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Krisenwarnapps durch die systematische Identifikation von Anforderungen, die direkt von Experten aus dem Katastrophenschutz abgeleitet wurden.
Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung von Krisen, eine technische Analyse existierender Apps sowie die Ableitung von Gestaltungsmerkmalen (Design Requirements) für zukünftige Warnsysteme.
Das Ziel ist die Qualitätsverbesserung von Krisenwarnapps, um deren Akzeptanz zu erhöhen und eine effektivere Warnung der Bevölkerung in Notfallsituationen sicherzustellen.
Es wird das Design-Science-Rahmenwerk nach Peffers et al. genutzt, kombiniert mit qualitativen Experteninterviews zur Gewinnung praxisnaher Anforderungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Anforderungsanalyse sowie die Visualisierung dieser Ergebnisse mittels UI-Flow-Diagrammen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Katastrophenschutz, Design Science, Krisenwarnapps, Anforderungsanalyse und Nutzerakzeptanz.
Experten verfügen über spezifisches Fachwissen, um die Qualität und Sinnhaftigkeit von App-Funktionen im Kontext von realen Krisenszenarien besser zu beurteilen als der durchschnittliche Endnutzer.
Unter anderem wird eine zweistufige Gefahrenkategorisierung vorgeschlagen, um lebensbedrohliche Situationen optisch und verhaltenstechnisch deutlich von weniger dringlichen Meldungen abzugrenzen.
Der Autor integriert Anforderungen, die in bisherigen Apps fehlen, wie etwa einen automatisierten Dialog zwischen Betroffenen und Koordinierungsstellen oder die Möglichkeit der individuellen Checklistenverwaltung.
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