Bachelorarbeit, 2018
79 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung
2.1 Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, 1986
2.2 Sozialwissenschaftliche Grundlagen betrieblicher Gesundheitspolitik
3 Drei Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.1 Arbeits- und Gesundheitsschutz
3.2 Betriebliches Eingliederungsmanagement
3.3 Betriebliche Gesundheitsförderung
4 Gesundheitsentstehung: Salutogenese-Modell von Antonovsky
4.1 Kohärenzgefühl als eine von den Lebenserfahrungen abhängige Variable
4.2 Drei Komponenten des SOC
4.3 SOC-relevante Aspekte der Arbeit
4.4 Rolle des Kohärenzgefühls bei der Stressbewältigung
4.5 SOC-Fragebogen als Messinstrument für das Konzept
4.6 Quintessenz des SOC-Konzeptes
5 Belastungs-Beanspruchungs-Modell
6 Belastungs-Ressourcen-Gesundheits-Modell nach Rimann und Udris
6.1 Merkmale und Wirkungsweisen gesundheitsfördernder externer und interner Ressourcen
6.1.1 Wichtige externe Ressourcen
6.1.2 Wichtige interne Ressourcen
6.2 Instrumente zum Ermitteln vorhandener organisationaler, sozialer und personaler Ressourcen
7 Deskriptive Studienanalyse
7.1 Deskriptive Studienanalyse zur Klärung der Wirkung des SOC auf die Gesundheit
7.2 Deskriptive Studienanalyse über den Einfluss spezifischer Ressourcen auf das Kohärenzgefühl
8 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels. Das zentrale Ziel ist es, auf Basis des Salutogenese-Modells von Aaron Antonovsky aufzuzeigen, wie organisationale, soziale und personale Ressourcen das Kohärenzgefühl der Mitarbeiter stärken und somit deren Gesundheit und Arbeitsfähigkeit langfristig sichern können.
4.3 SOC-relevante Aspekte der Arbeit
Um ein detailliertes Verständnis, wie der Beruf das SOC formt, zu entwickeln, müssen unmittelbare objektive Arbeitsbedingungen und deren subjektive Wahrnehmung, unter Berücksichtigung der historischen und weiteren soziokulturellen Situation, in die die Arbeit eingebettet wird, betrachtet werden (vgl. Antonovsky 1997: 107). Wenn eine Person z. B. in einem bedeutsamen Unternehmen beschäftigt ist, beutet diese dessen Bedeutung aus, und sei es nur, um daraus die Energie zu schöpfen, um die unerfreulichen Details der Arbeit auszuhalten. Arbeitet eine Person in einem weniger bedeutenden Unternehmen, so neigt sie dazu, das größere Umfeld zu vergessen, und die Details der Arbeitsbedingungen werden das Allerwichtigste (vgl. Antonovsky 1997: 107 f.). Um die eigene Arbeit als bedeutsam zu empfinden, ist die kontinuierliche Erfahrung der Teilnahme an sozial geschätzten Entscheidungsprozessen erforderlich, die die Selbstverwirklichung ermöglicht und das Gefühl vermittelt, eine faire soziale Wertung zu erfahren.
Obliegt dem Auszuführenden die Entscheidungsfreiheit die Aufgaben, ihre Reihenfolge und das Arbeitstempo zu bestimmen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er die Arbeit als bedeutsam einordnet und bereit ist Energie in die Arbeit zu investieren. Nicht weniger wichtig für die Bedeutsamkeit von Arbeit ist das Ausmaß, in dem man im gesamten Produktionsprozess ein Mitspracherecht zugeteilt bekommt, dass der eigenen Einschätzung zur Folge angemessenen Anteil an den getroffenen Entscheidungen hat (vgl. Antonovsky 1997: 108). „Die Partizipation an gesellschaftlich geschätzten Entscheidungsprozessen bezieht sich auf die Bedingungen, die für Spaß und Stolz an der eigenen Arbeit sorgen und für Ermessensspielräume: soziale Achtung des Unternehmens und des bestimmten Jobs, so wie sie durch faire Bezahlung zum Ausdruck kommt; und Entscheidungsspielraum, sowohl in Bezug [!] auf die Arbeit selbst als auch in Bezug [!] auf die Legitimität der Machtverteilung innerhalb der Kollegen“ (Antonovsky 1997: 112).
Bei der Bestimmung des Erlebens von Handhabbarkeit werden die Erfahrungen einer angemessenen Belastungsbalance als entscheidend angesehen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen durch den demografischen Wandel und Fachkräftemangel, die Gesundheitsförderung als notwendige Investition für Unternehmen etablieren.
2 Theoretische Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung: Dieses Kapitel erläutert das gesundheitsfördernde Verständnis der WHO und die sozialwissenschaftliche Sicht auf Unternehmen als kooperative Produktionsgemeinschaften.
3 Drei Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Es werden die Elemente Arbeits- und Gesundheitsschutz, betriebliches Eingliederungsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung als wesentliche Säulen des BGM definiert.
4 Gesundheitsentstehung: Salutogenese-Modell von Antonovsky: Das Modell der Salutogenese und die Rolle des Kohärenzgefühls (SOC) mit seinen Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit werden zentral vorgestellt.
5 Belastungs-Beanspruchungs-Modell: Das Kapitel beschreibt die Interaktion zwischen äußeren Belastungsfaktoren und der individuellen Beanspruchung der Beschäftigten.
6 Belastungs-Ressourcen-Gesundheits-Modell nach Rimann und Udris: Dieses Modell verknüpft organisationale, soziale und personale Ressourcen und deren Wirkung auf die Arbeitsbelastung und Gesundheit.
7 Deskriptive Studienanalyse: Hier werden empirische Studien ausgewertet, um die Wirkung des SOC auf die Gesundheit sowie den Einfluss spezifischer Ressourcen zu untersuchen.
8 Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Relevanz einer mitarbeiterorientierten Arbeitsgestaltung zusammen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis ab.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Salutogenese, Kohärenzgefühl, SOC, Arbeitsgestaltung, Mitarbeitergesundheit, Ressourcen, Belastungs-Beanspruchungs-Modell, Arbeitsfähigkeit, Unternehmenskultur, Führung, Partizipation, Stressbewältigung, Gesundheitsmanagement, psychosoziale Belastung.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen durch gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter erhalten können, wobei das Modell der Salutogenese nach Antonovsky als theoretische Basis dient.
Zentrale Themen sind das betriebliche Gesundheitsmanagement, die Salutogenese, die Bedeutung von Ressourcen am Arbeitsplatz (personal, sozial, organisational) sowie die psychische Gesundheit und deren Zusammenhang mit Arbeitsbelastungen.
Ziel ist es, literaturbasiertes Wissen über die Rahmenbedingungen des BGM zu erlangen, Möglichkeiten zur Stärkung des Kohärenzgefühls aufzuzeigen und Zusammenhänge zwischen Arbeitsgestaltung und Gesundheit zu klären.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer deskriptiven Analyse empirischer Studien, um die Wirkung von Ressourcen auf das Kohärenzgefühl und die Gesundheit zu belegen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Modelle (Salutogenese, Belastungs-Beanspruchungs-Modell, Belastungs-Ressourcen-Gesundheits-Modell), die Rolle von Führung und Arbeitsgestaltung sowie eine Analyse von Studien zur Wirksamkeit dieser Konzepte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Salutogenese, Kohärenzgefühl, Betriebliche Gesundheitsförderung, Ressourcen und Arbeitsgestaltung charakterisiert.
Antonovsky definiert das Kohärenzgefühl als eine globale Orientierung, die das Vertrauen ausdrückt, dass die Stimuli des Lebens strukturiert und erklärbar sind, Ressourcen zur Bewältigung bereitstehen und Anforderungen Herausforderungen darstellen, die Einsatz lohnen.
Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion. Durch mitarbeiterorientiertes Verhalten, offene Kommunikation und soziale Unterstützung stärken sie die Ressourcen der Beschäftigten und wirken so positiv auf deren psychische Gesundheit und Engagement.
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