Fachbuch, 2019
91 Seiten
Einleitung
1 HIIT - Definition
2 Angemessenheit von HIIT aus orthopädischer Sicht
2.1 Die Ossifikation
2.2 Potentielle gesundheitliche Beeinträchtigungen durch HIIT
2.3 Ossifikation und Sport
2.4 HIIT aus orthopädischer Sicht
3 Angemessenheit von HIIT aus metabolischer Sicht
3.1 Potentielle gesundheitliche Beeinträchtigungen durch HIIT
3.2 Belastungsresistenz von präpuberalen Kindern und Erwachsenen
3.3 Der Energiestoffwechsel
3.4 Der Energiestoffwechsel beim HIIT
3.5 Altersspezifische Unterschiede im Energiestoffwechsel
4 Adaptive metabolische Prozesse durch HIIT
4.1 Verbesserung der aeroben Kapazitäten
4.2 Verbesserung der anaeroben Kapazitäten
5 Diskussion
6 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Eignung von High-Intensity-Intervall-Training (HIIT) für präpuberale Kinder, indem sie bestehende physiologische und metabolische Bedenken analysiert und gegen das natürliche kindliche Bewegungsverhalten abwägt. Ziel ist es, auf Basis der aktuellen Studienlage zu klären, ob HIIT mit sehr kurzen Intervallen eine kindgerechte und sichere Trainingsmethode zur Förderung der Ausdauer- und Kraftleistung darstellt.
2.4 HIIT aus orthopädischer Sicht
Die positiven Auswirkungen von körperlicher Bewegung auf die Ossifikation konnten durch die Studienübersicht deutlich gezeigt werden. Es wurde jedoch ersichtlich, dass nicht jede Aktivität oder Sportart zwangsläufig zu einem Adaptationsprozess des Skelettsystems führt. Ungewöhnliche Belastungen mit höchsten Geschwindigkeiten und hohen Intensitäten haben trotz kleinen Trainingsvolumina das größte Potential (Gregov und Salaj 2014).
HIIT ist mit seiner Intensität und Schnelligkeit durch eben diese Parameter gekennzeichnet. Ein Training mit Sprungelementen, welches in mehreren Studien angewendet wurde, hat ebenfalls minimale Kontraktionszeiten mit maximaler Intensität und kommt damit dem HIIT sehr nahe. Die positiven Effekte legen die Vermutung nahe, dass kurze Intervalle unter 10 s ebenfalls begünstigend auf die Ossifikation wirken, sofern hohe Intensitäten erreicht werden. Aus der Literatur lässt sich demnach ableiten, dass ein HIIT für das Knochenwachstum präpuberaler Kinder nicht schädlich ist. Die aktuelle Studienlage legt genau das Gegenteil nahe, dass HIIT zur Entwicklung eines gesunden und widerstandsfähigen Skelettsystems dienlich ist. Je früher ein Kind mit hohen Intensitäten trainiert, desto mehr Knochenmasse kann akkumuliert werden (Kemper 2000). Van Langendonck et al. (2003), MacKelvie et al. (2001) und Fuchs et al. (2001) betonen besonders für präpuberale Kinder die Notwendigkeit von hohen Intensitäten, wie zum Beispiel Sprungübungen mit dem 8-Fachen des Körpergewichts.
1 HIIT - Definition: Erläutert die Grundlagen und Begrifflichkeiten des High-Intensity-Intervall-Trainings und grenzt es von anderen Trainingsformen ab.
2 Angemessenheit von HIIT aus orthopädischer Sicht: Untersucht die Ossifikation, mögliche Verletzungsrisiken und Wachstumsprozesse bei Kindern im Kontext von intensivem Training.
3 Angemessenheit von HIIT aus metabolischer Sicht: Analysiert die Belastung des kindlichen Stoffwechsels, die Belastungsresistenz und die spezifischen metabolischen Anpassungen bei HIIT.
4 Adaptive metabolische Prozesse durch HIIT: Beschreibt, wie HIIT aerobe und anaerobe Kapazitäten verbessert und welche physiologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen.
5 Diskussion: Reflektiert die Studienergebnisse kritisch und bewertet die Eignung von HIIT für die Zielgruppe der präpuberalen Kinder.
6 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage nach der Eignung von HIIT für Kinder.
HIIT, High-Intensity-Intervall-Training, präpuberale Kinder, Knochenwachstum, Ossifikation, Stoffwechsel, Laktat, Belastungsresistenz, VO2max, anaerobe Kapazität, aerobe Kapazität, Kindertraining, Sportmedizin, Skelettsystem, Metabolismus.
Die Arbeit untersucht, ob hochintensives Intervalltraining (HIIT) eine sichere und effektive Trainingsmethode für Kinder vor der Pubertät darstellt.
Die Arbeit beleuchtet primär die orthopädischen Auswirkungen auf das Knochenwachstum sowie die metabolische Belastungsverträglichkeit im kindlichen Organismus.
Das Ziel ist es, auf Basis der Literatur zu klären, ob HIIT mit sehr kurzen Intervallen (unter 10 Sekunden) kindgerecht ist und keine negativen Folgen für die Gesundheit hat.
Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse und Synthese aktueller Studien und Metaanalysen durch, um physiologische und metabolische Fragestellungen zu beantworten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine orthopädische und eine metabolische Analyse, in denen unter anderem die Knochenbildung, Enzymaktivitäten, Laktatkinetik und Sauerstoffaufnahme untersucht werden.
HIIT, Ossifikation, Metabolismus, Belastungsresistenz, Kindertraining und präpuberale Entwicklung.
Sie gilt als veraltet; die Arbeit widerlegt die Annahme, dass das Training bei präpuberalen Kindern aufgrund fehlender hormoneller Steuerung weitgehend ergebnislos oder gefährlich sei.
Studien zeigen, dass das natürliche Bewegungsverhalten von Kindern aus kurzen, hochintensiven Stößen besteht, weshalb solche Intervalle physiologisch besser zum kindlichen Stoffwechsel passen als lange Intervalle.
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