Fachbuch, 2019
77 Seiten
1 Einleitung – Lernen von den Besten
2 Auswirkungen der Mediatisierung der Arbeit
2.1 Die Mediatisierung
2.2 Teleheimarbeit
2.3 Vor- und Nachteile der Einführung von Teleheimarbeit
2.4 Entgrenzung von Arbeit
2.5 Subjektivierung von Arbeit
2.6 Die Work-Life-Balance
3 Untersuchungsziele
3.1 Untersuchungsrelevanz der Work-Life-Balance-Maßnahmen
3.2 Selbst- und Medienkompetenzen der Arbeitnehmer
4 How’s Life im Home-Office?
4.1 Studien der OECD: How’s Life?
4.2 Studien des DIW: Home-Office im internationalen Vergleich
5 Angewandte Methoden
5.1 Literatur-Review
5.2 Komparatistische Länderstudien
5.3 Sekundäranalyse
6 Dänemark und Island im Vergleich: die Suche nach gemeinsamen Unterschieden
6.1 Differenzen in Meteorologie und Work-Life-Balance Bewertungen
6.1.1 Freizeitgestaltungsmöglichkeiten unter meteorologischen Rahmenbedingungen
6.1.2 Überprüfung der ersten Hypothese
6.1.2.1 Methodisches Vorgehen
6.1.2.2 Medien- und Selbstkompetenzen
6.2 Die Bedeutung von Sozial- und Zeitmanagementkompetenzen in der optimalen Work-Life-Balance-Gestaltung
6.3 Landesspezifischer Stellenwert der Work-Life-Balance und finanzielle Unsicherheiten
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren zu einer gelungenen Work-Life-Balance im Home-Office beitragen, indem sie die Studienergebnisse des DIW und der OECD vergleicht. Das primäre Ziel ist es, Gelingensbedingungen für die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben zu identifizieren und mediendidaktische Konzepte sowie Empfehlungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber abzuleiten.
Die Mediatisierung
Dem Kommunikationswissenschaftler Friedrich Krotz folgend stützt sich diese Arbeit auf seine Definition der Mediatisierung: „Mediatisierung meint, dass durch das Aufkommen und durch die Etablierung von neuen Medien für bestimmte Zwecke und die gleichzeitige Veränderung der Verwendungszwecke und Funktionen alter Medien sich die gesellschaftliche Kommunikation und deshalb auch die kommunikativ konstruierten Wirklichkeiten, also Kultur und Gesellschaft, Identität und Alltag der Menschen verändern.“ (Krotz, 2003, S.173, zit. n. Roth-Ebner, 2015, S. 30).
Allein in der Definition von Friedrich Krotz sind bereits wichtige Schlagworte der hier vorliegenden Arbeit ersichtlich: so soll des Weiteren der Begriff der Medien spezifiziert und die damit verbundenen Veränderungen auf den Alltag der Menschen beleuchtet werden. Daher wird im Kontext dieser Arbeit, der Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin Caroline Roth Ebner folgend, der Begriff der (neuen) Medien von zwei Seiten aus betrachtet: als technische Kommunikationsinstrumente, mit denen Dienste und Anwendungen nutzbar gemacht werden (vgl. Roth-Ebner, 2015), sowie als „Instrumente zur Interaktion mit Computersystemen zur Bearbeitung von Informationen“ (Roth-Ebner, 2015, S. 25).
Dies ist insofern bedeutsam, dass Home-Office allein in dessen Erscheinungsform diese Definition unterstützt. So ist laut Frank Kleemann Telearbeit als „informationstechnisch vermittelte Informationsarbeit in räumlicher Distanz zum Betrieb“ zu verstehen (Kleemann, 2004, S. 291, zit. n. Roth-Ebner, 2015, S. 54). Diese räumliche Distanz resultiert laut Kleemann in einer „Einbettung der Erwerbstätigkeit in den privaten Alltag der Beschäftigten“ (Kleemann, 2005, S. 60). Da sich Teleheimarbeit auf technische Mittel stützt, sind dabei Medienkompetenzen der einzelnen Anwender gefordert, welche in der hier stattfindenden Analyse ebenfalls Betrachtung finden werden. Der Fokus dieser Arbeit liegt daraus folgend verstärkt auf den Folgen, die sich für die Arbeitnehmer aus der mediatisierten Arbeitsform der Teleheimarbeit ergeben, als auf den Systemen selbst, mit denen die Subjekte interagieren.
1 Einleitung – Lernen von den Besten: Die Einleitung beleuchtet Dänemarks Vorbildrolle in Glücks- und Work-Life-Balance-Studien und führt in die Thematik der Teleheimarbeit ein.
2 Auswirkungen der Mediatisierung der Arbeit: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Mediatisierung, Teleheimarbeit, Entgrenzung, Subjektivierung von Arbeit und Work-Life-Balance.
3 Untersuchungsziele: Hier wird die Relevanz von Work-Life-Balance-Maßnahmen sowie die Bedeutung von Selbst- und Medienkompetenzen für Arbeitnehmer im Home-Office dargelegt.
4 How’s Life im Home-Office?: Die Datenquellen, insbesondere OECD-Studien und DIW-Berichte, werden vorgestellt und ihre methodische Eignung für den internationalen Vergleich begründet.
5 Angewandte Methoden: Die Arbeit erläutert das methodische Vorgehen, bestehend aus Literatur-Review, komparatistischen Länderstudien und Sekundäranalyse.
6 Dänemark und Island im Vergleich: die Suche nach gemeinsamen Unterschieden: Das Hauptkapitel vergleicht Dänemark und Island hinsichtlich meteorologischer Bedingungen, finanzieller Unsicherheiten und der Ausgestaltung von Work-Life-Balance.
7 Fazit: Die Arbeit fasst ihre Erkenntnisse zusammen, reflektiert die gewählten Ansätze und gibt Ausblicke auf weiteren Forschungsbedarf.
Work-Life-Balance, Home-Office, Teleheimarbeit, Mediatisierung, Entgrenzung, Subjektivierung, Medienkompetenz, Selbstkompetenz, Dänemark, Island, Ländervergleich, Arbeitswelt, Gesundheitsförderung, Flexicurity, Sekundäranalyse.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren eine erfolgreiche Work-Life-Balance im Home-Office begünstigen oder gefährden, basierend auf einem Vergleich zwischen Dänemark und Island.
Zentrale Themen sind die Mediatisierung der Arbeitswelt, die Folgen der Teleheimarbeit (Entgrenzung/Subjektivierung) sowie die Rolle von individuellen Kompetenzen und äußeren Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, Gelingensbedingungen für eine gute Work-Life-Balance zu identifizieren, um darauf basierend Empfehlungen und mediendidaktische Konzepte für die Praxis zu entwickeln.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus Literatur-Review, komparatistischen Länderstudien (Most Similar Systems Design) und einer Sekundäranalyse vorhandener internationaler Datensätze.
Im Hauptteil werden Dänemark und Island gegenübergestellt, wobei der Einfluss meteorologischer Bedingungen auf die Freizeitgestaltung sowie der Zusammenhang zwischen finanzieller Sicherheit und Work-Life-Balance im Fokus stehen.
Die zentralen Begriffe umfassen Work-Life-Balance, Teleheimarbeit, Mediatisierung, Medienkompetenz und den Ländervergleich zwischen Dänemark und Island.
Die Meteorologie dient als Hilfsmittel, um Unterschiede in der Freizeitgestaltung zwischen den untersuchten Ländern zu erklären, da Wetterbedingungen das Bewegungsverhalten und damit das Wohlbefinden beeinflussen.
Obwohl beide Länder eine hohe Home-Office-Quote aufweisen, zeigen sie in internationalen Rankings stark unterschiedliche Work-Life-Balance-Bewertungen, was sie für einen Vergleich zur Identifizierung von Einflussfaktoren prädestiniert.
Die Autorin leitet die Hypothese ab, dass höhere finanzielle Unsicherheiten (wie nach der Finanzkrise in Island) zu einer geringeren Work-Life-Balance führen können, da sie den psychologischen Druck und das Bedürfnis nach Mehrarbeit erhöhen.
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