Bachelorarbeit, 2016
109 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
2 Change Management als kontinuierlicher Prozess
2.1 Begriffliche Definition von Change Management
2.2 Organisationaler Wandel
2.2.1 Change Management als Prozess verstehen
2.2.2 8-Stufen-Modell nach Kotter
2.3 Ausgewählte Schlüsselfaktoren im Change
3 Grundlagen in der Bearbeitung von Wandelbarrieren
3.1 Begriffliche Definition
3.2 Entstehung von Wandelbarrieren
3.2.1 Ursachen von Wandelbarrieren
3.2.2 Arten von Wandelbarrieren
3.2.3 Umgang mit Wandelbarrieren
3.3 Folgen von Wandelbarrieren im Unternehmen
3.4 Ausgewählte Schlüsselfaktoren bei der Bearbeitung von Wandelbarrieren
4 Merkmale von agilen und tayloristischen Organisationen
5 Empirische Untersuchung
5.1 Methodik
5.1.1 Leitfadengestütztes Experteninterview
5.1.2 Beschreibung der Experten
5.1.3 Gestaltung des Leitfadens
5.2 Ergebnisse der Erhebung
5.3 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
6 Vergleichende Merkmale des Sport- und Chemiesektors
6.1 Kritischer Einflussfaktor: Change Management
6.2 Bearbeitungsalternativen von Wandelbarrieren
6.2.1 Im Sportsektor
6.2.2 Im Chemiesektor
6.3 Chancen und Risiken
6.3.1 Für den Sportsektor
6.3.2 Für den Chemiesektor
6.4 Handlungsempfehlungen
6.4.1 Für den Sportsektor
6.4.2 Für den Chemiesektor
7 Fazit
Das primäre Ziel der Bachelor-Thesis ist es, zu untersuchen, inwiefern Wandelbarrieren in den verschiedenen Sektoren (Sport und Chemie) auftreten und ob diese eine unterschiedliche Bearbeitung erfordern. Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern sollten Wandelbarrieren im Sport- und Chemiesektor unterschiedlich bearbeitet werden?“
3.2.2 Arten von Wandelbarrieren
Unter dem folgenden Punkt werden die auftretenden Arten von Widerstand in Veränderungsprozessen beschrieben.
Es lassen sich drei Arten von Widerständen identifizieren:74
• Rationaler Widerstand,
• Politischer Widerstand und
• Emotionaler Widerstand.
Der rationale Widerstand stellt für Veränderungsprojekte den am leichtesten zu handhabenden Widerstand dar, da er auf logischen Argumenten beruht. Diese Art von Widerstand kann mithilfe einer nachvollziehbaren Begründung, warum die Veränderung von entscheidender Bedeutung ist, beigelegt werden.75 Des Weiteren wird dieser meist offen durch Kritik oder Interventionen geäußert, wodurch die Energie für den Widerstand positiv genutzt werden kann.76
Der politische Widerstand entsteht in der Regel aus der Angst der Mitarbeiter, durch die Veränderungen an Macht und Einfluss zu verlieren. Der Drang nach Machterhaltung führt oft zu irrationalen Handlungen und Auswirkungen, die für ein Unternehmen nicht kalkulierbar sind. Diese Art von Widerstand wird selten offen vorgebracht, wodurch sich die Bearbeitung weiter erschwert. Wenn die Integration der Personen in den Veränderungsprozess misslingt, bleibt oft als letzte Lösung eine rasch vollzogene Trennung von ihnen.77
Letztlich zählt emotionaler Widerstand zu der Art von Widerstand, der am schwersten zu handhaben ist. Er schwellt im Verborgenen und wird in Veränderungsprozessen oftmals nicht berücksichtigt, obwohl Emotionen das gesamte menschliche Handeln prägen und einen kritischen Faktor in Veränderungen darstellen.78 Ihm liegen keine sachlichen oder logischen Argumente zugrunde, sondern er beruht lediglich auf einem subjektiven Gefühl wie Unsicherheit, Angst vor Verlust oder davor, der neuen Situation nicht gewachsen zu sein und zu versagen.79
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Wandels ein, definiert die Zielsetzung und die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Change Management als kontinuierlicher Prozess: Es werden grundlegende Definitionen des Change Managements sowie das 8-Stufen-Modell nach Kotter und zentrale Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen Wandel dargelegt.
3 Grundlagen in der Bearbeitung von Wandelbarrieren: Hier wird definiert, was Wandelbarrieren sind, wie sie entstehen, welche Arten von Widerstand existieren und wie Unternehmen mit diesen Herausforderungen umgehen können.
4 Merkmale von agilen und tayloristischen Organisationen: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Unterschiede zwischen agilen, netzwerkbasierten Strukturen und klassischen, tayloristischen Hierarchien gegenüber.
5 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung von Experteninterviews, deren Auswertung nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring sowie die Präsentation der Ergebnisse.
6 Vergleichende Merkmale des Sport- und Chemiesektors: Basierend auf der Analyse werden die Sektoren reflektiert, Bearbeitungsalternativen identifiziert und konkrete Handlungsempfehlungen für beide Branchen abgeleitet.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Beantwortung der Forschungsfrage und einer Zusammenfassung der Bedeutung des Humanfaktors und der Kommunikation für den Unternehmenserfolg.
Change Management, Wandelbarrieren, Organisationaler Wandel, Widerstand, Führung, Kommunikation, Vision, Partizipation, Agile Organisation, Taylorismus, Sportsektor, Chemiesektor, Experteninterview, Unternehmenskultur, Employee Empowerment.
Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Widerständen und Barrieren, die in Veränderungsprozessen in Unternehmen auftreten. Dabei steht der Vergleich zwischen dem Sport- und dem Chemiesektor im Fokus.
Zentrale Themen sind Change Management, die Analyse von Wandelbarrieren (rational, politisch, emotional), agile vs. tayloristische Organisationsstrukturen sowie die Bedeutung von Führung, Kommunikation und Unternehmenskultur.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern Wandelbarrieren in den unterschiedlichen Sektoren Sport und Chemie verschiedenartig bearbeitet werden sollten.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung mit einer empirischen Untersuchung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews, deren Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wandels, die Analyse von Widerständen, den Vergleich verschiedener Organisationsmodelle sowie die empirische Auswertung der Interviews und die Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Kernbegriffe sind Change Management, Wandelbarrieren, Unternehmenskultur, agile Organisation, Führung, Kommunikation und Empowerment.
Die Experten und die Literatur betonen, dass Wandel durch Menschen vollzogen wird. Fehlende Einbeziehung der Mitarbeiter und das Ignorieren ihrer Emotionen sind Hauptgründe für das Scheitern von Veränderungsvorhaben.
Obwohl die Gründe für Widerstände (wie Angst vor Machtverlust oder Unklarheit) branchenunabhängig sind, weisen die Sektoren unterschiedliche Ausgangslagen auf: Sportorganisationen sind oft durch Machtstrukturen in Gremien geprägt, während die Chemiebranche eher durch große, hierarchische Strukturen und den Einfluss von Fusionen beeinflusst wird.
Führungskräfte haben eine entscheidende Vorbildfunktion. Sie müssen Visionen glaubwürdig kommunizieren, ein positives Betriebsklima schaffen und den aktiven Dialog fördern, um Unsicherheiten abzubauen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass aufgrund gewachsener, hierarchischer Strukturen ein sofortiger radikaler Wandel meist nicht realistisch ist. Empfohlen wird ein Wandel in kleinen, schrittweisen Etappen unter Beibehaltung einer Netzwerk-Hierarchie-Kombination.
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