Fachbuch, 2019
67 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Mergers and Acquisitions
2.2 Mittelstand
2.3 Theoretische Erklärungsansätze für grenzüberschreitende Akquisitionen
3 Unternehmensakquisitionen chinesischer Investoren
3.1 Made in China 2025
3.2 Gefahren und Chancen
3.3 Entwicklungen mittelständischer Unternehmen
4 Auswirkungen auf die Sparkassen in Deutschland
5 Fazit
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen chinesischer Unternehmensübernahmen auf deutsche Mittelständler aus ressourcentheoretischer Perspektive, um zu bewerten, wie sich die Firmen im Anschluss an die Akquisition entwickelt haben und welche strategischen Motive der chinesischen Investoren – insbesondere im Kontext der "Made in China 2025"-Strategie – vorliegen.
3 Unternehmensakquisitionen chinesischer Investoren
Im folgenden Kapitel werden die Übernahmen chinesischer Investoren im Detail untersucht. Zunächst wird, bezugnehmend auf die ressourcentheoretischen Erklärungsansätze aus Abschnitt 2.3, die Wirtschaftsstrategie der chinesischen Regierung vorgestellt. Daraus werden Gefahren und Chancen aus der Sicht der deutschen Bevölkerung abgeleitet. Abschließend erfolgt der Kernaspekt der Auswertung: die Entwicklungsanalyse mittelständischer Unternehmen seit deren Übernahme.
Bereits seit dem Jahr 2000, als die chinesische Regierung die Going-Global-Strategie verkündete, ist ein Anstieg der weltweiten Investitionen aus China zu beobachten. Damals sicherten sich Chinas Unternehmen mit Auslandsinvestitionen den Zugang zu natürlichen Ressourcen. Rohstoffe wurden dringend benötigt, da China als „Fabrik der Welt“ mit hohem Ressourcen- und Rohstoffeinsatz massenhaft Produkte für das Exportgeschäft produzierte. Chinesische Unternehmen waren nicht mehr in der Lage, die benötigten Rohstoffe vollständig im Inland zu beziehen. Das führte zu Abhängigkeiten von Importgütern aus dem Ausland und schlussfolgernd zu Versorgungsunsicherheiten nach der RDT. Häufig wurde in der Wissenschaft beobachtet, dass Unternehmen in fremde Länder expandieren, wenn Ressourcen im Inland nicht verfügbar sind oder die nationale Wettbewerbsfähigkeit ein bestimmtes Niveau erreicht hat.
In der Situation des stark wachsenden Produzenten waren Chinas Unternehmen häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, den Markt mit qualitativ minderwertiger Ware zu überschwemmen. Tatsächlich haben sich chinesische Anbieter in der Vergangenheit darauf spezialisiert Produkte kostengünstig anzufertigen, nicht neue Produktinnovationen zu entwerfen. Umweltschutz sowie effizienter Kapital- und Technologieeinsatz waren im bisherigen Produktionsablauf von nachrangiger Bedeutung. Inzwischen möchten die Unternehmen der Volksrepublik das Image als „Billiganbieter“. In ihrer Rolle als Zulieferer sind die chinesischen Unternehmen zu abhängig von der Ressource Wissen. Um ihre Ressourcenabhängigkeit von der Unternehmensumwelt zu minimieren, sollen Chinas Firmen künftig als Innovationsführer agieren, anstatt für ausländische Auftraggeber lediglich die Produktion auszuführen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Investitionstätigkeit chinesischer Konzerne in Deutschland ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Unternehmensentwicklung und der strategischen Ressourcenkomponente.
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen: Hier werden die Definitionen von M&A und Mittelstand geklärt sowie der "Resource-based View" und die "Resource Dependence Theory" als theoretische Rahmen für die Analyse eingeführt.
3 Unternehmensakquisitionen chinesischer Investoren: Dieses Kapitel erläutert die "Made in China 2025"-Strategie, diskutiert Chancen und Risiken von Übernahmen und analysiert die wirtschaftliche Entwicklung von sechs ausgewählten deutschen Mittelständlern.
4 Auswirkungen auf die Sparkassen in Deutschland: Es wird untersucht, welche Herausforderungen und potenziellen Geschäftsfelder sich für Sparkassen ergeben, wenn deren mittelständische Kunden von chinesischen Konzernen übernommen werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach sich die Unternehmen insgesamt positiv entwickelt haben, betont jedoch die Notwendigkeit weiterer Forschung zur strategischen Bedeutung von Patenten.
Chinesische Investitionen, Unternehmensübernahmen, Mittelstand, Made in China 2025, Ressourcentheorie, Sparkassen, Firmennachfolge, Wettbewerbsvorteile, Hidden Champions, Patentanmeldungen, strategische Ressourcen, Wirtschaftswachstum, Technologietransfer, Unternehmensakquisition, Direktinvestitionen.
Die Arbeit untersucht das Phänomen chinesischer Unternehmensübernahmen bei deutschen mittelständischen Betrieben und deren wirtschaftliche Folgen für die Unternehmen sowie für die deutsche Finanzlandschaft, insbesondere im Hinblick auf Sparkassen.
Die zentralen Felder sind die "Made in China 2025"-Strategie, die Analyse von Unternehmensübernahmen mittels ressourcentheoretischer Ansätze und die Auswirkungen auf die deutsche Banken- und Unternehmenslandschaft.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, zu klären, wie sich Unternehmen nach der Übernahme durch chinesische Investoren entwickelt haben und ob strategische Ressourcen wie Patente hierbei eine kausale Rolle spielen.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse basierend auf Konzernbilanzen und wirtschaftlichen Unterlagen von sechs ausgewählten Unternehmen über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren sowie eine Auswertung einschlägiger Fachliteratur und offizieller Berichte.
Im Hauptteil werden theoretische Erklärungsmodelle für Akquisitionen dargelegt, die chinesische Staatsstrategie MIC 2025 analysiert und eine detaillierte Fallstudien-Analyse zu sechs deutschen Unternehmen durchgeführt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Chinesische Investitionen, Mittelstand, "Made in China 2025", Unternehmensakquisitionen, Ressourcentheorie und Sparkassen.
Der Autor schätzt die direkten Auswirkungen auf Sparkassen als eher gering ein, da es sich bei den betroffenen Unternehmen meist um große Einheiten handelt, die ihre Bankgeschäfte oft über Großbanken abwickeln.
Patente werden als Indikator für das in Unternehmen vorhandene Wissen analysiert, um zu prüfen, ob der Zugriff auf diese strategischen Ressourcen ein zentrales Motiv für chinesische Investoren ist.
Die Analyse zeigt, dass sich die betrachteten Unternehmen im Beobachtungszeitraum wirtschaftlich tendenziell positiv entwickelt haben, wenngleich individuelle Unterschiede in der Performance existieren.
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