Masterarbeit, 2017
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Historische Situation
2.1 Vorgeschichte zum politischen Umfeld Südostasiens
2.2 Entstehungs- und Entwicklungsprozess der ASEAN
2.3 Entstehungs- und Entwicklungsprozess der Europäischen Union
3 Politische Situation
3.1 Organisatorische Struktur und Institutionen der ASEAN
3.2 Organisatorische Struktur und Institutionen der EU
3.3 Systemischer Vergleich
4 Kooperationen und institutionelle Zusammenarbeit
4.1 Gemeinsame Ziele der ASEAN-Europa Kooperation
4.2 ASEAN-EU Dialogue
4.3 Asia-Europe Meeting (ASEM)
4.4 ASEAN Plus Three
4.5 ASEAN Regional Forum
4.6 Die regionale Einbindung Chinas
5 Stärken, Schwächen, Chancen, Bedrohungen, Maßnahmen
6 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Möglichkeiten einer vertieften Kooperation zwischen der ASEAN und der Europäischen Union unter der zentralen Forschungsfrage, ob die EU für die ASEAN als Vorbild für einen regionalen Integrationsprozess dienen kann. Dabei wird analysiert, inwieweit unterschiedliche historische Entwicklungen, strukturelle Gegebenheiten und politische Rahmenbedingungen die Stabilität und Effektivität beider Organisationen beeinflussen.
2.1 Vorgeschichte zum politischen Umfeld Südostasiens
Die Region Südostasien gehört zum asiatischen Kontinent und umfasst dort die Länder östlich von Indien und südlich von China. Bis zum 2. Weltkrieg stand dieses Gebiet unter der Macht- und Einflusssphäre westlicher, vor allem europäischer, Kolonialmächte wie zum Beispiel Großbritannien (z.B. Malaysia, Myanmar), Frankreich (z.B. Laos, Kambodscha), den Niederlanden (z.B. Indonesien) oder auch Portugal (Osttimor). Nach dem 2. Weltkrieg begann allerdings ein politischer Umbruch, der schließlich in eine Phase der blutigen Auseinandersetzungen, deren Folgen zum Teil noch heute spürbar sind, mündete.
Ursächlich dafür war zum einen die einsetzende Entkolonialisierung, während der die Kolonien begannen, sich von ihren Kolonialmächten zu befreien. Zum anderen auch die beiden damaligen Weltmächte USA und Sowjetunion, die zu jener Zeit ihre Konflikte teilweise auch in dieser Region austrugen (z.B. Vietnamkrieg). Im Bemühen um Fortschritt und politische Stabilität entstanden in diesem Kontext die ersten Versuche, sich zu organisieren (vgl. Rosenbusch 2003: 37-38). Der Erste von ihnen war das pazifische Pendant zur atlantischen North Atlantic Treaty Organization (NATO): Die 1954 gegründete South-East Asia Treaty Organisation (SEATO). Initiiert wurde sie von den USA und den ehemaligen Kolonialmächten mit dem Ziel, den Einfluss in dieser Region zu wahren und gegen das kommunistische China gewappnet zu sein (vgl. Rosenbusch 2003: 37-38). Neben Australien, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, Pakistan und den USA, waren die beiden südostasiatischen Staaten Thailand und die Philippinen in diesem Bündnis.
Ihre Ziele bestanden in einer gemeinsamen Verteidigung, ständigen Konsultationen sowie einer wirtschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit. Was im transatlantischen Bündnis funktionierte, versagte jedoch im Pazifik. Die westlichen Staaten verloren ihr Interesse an den ehemaligen Kolonien, traten zum Teil aus dem Bündnis aus, während die Staaten der Region nach mehr Eigenständigkeit von den Westmächten strebten (vgl. Haubold 1975). So wurde die SEATO im Jahre 1977 schließlich aufgelöst.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der ASEAN für die EU und formuliert die zentrale Fragestellung sowie die These der Arbeit.
2 Historische Situation: Dieses Kapitel stellt die Entstehung und den Entwicklungsprozess der ASEAN und der EU seit dem Zweiten Weltkrieg unabhängig voneinander dar, um die Unterschiede in den historischen Voraussetzungen zu verdeutlichen.
3 Politische Situation: Hier werden die institutionellen Architekturen beider Bündnisse detailliert vorgestellt und in einem systemischen Vergleich gegenübergestellt, um Stärken und Schwächen der Organisationsstrukturen herauszuarbeiten.
4 Kooperationen und institutionelle Zusammenarbeit: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Dialogformate und Kooperationsmechanismen zwischen den Regionen, inklusive der Rolle externer Akteure wie China.
5 Stärken, Schwächen, Chancen, Bedrohungen, Maßnahmen: In einer Vier-Felder-Matrix werden die wesentlichen Faktoren der Bündnisse zusammengefasst und erste Handlungsempfehlungen abgeleitet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet kritisch, ob und unter welchen Bedingungen die EU als Vorbild für die ASEAN fungieren kann.
ASEAN, Europäische Union, regionale Integration, Institutionalisierung, ASEAN Way, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, wirtschaftliche Kooperation, Südostasien, Multilateralismus, Chinas Einfluss, institutionelle Struktur, Diplomatie, Handelsabkommen, Demokratie
Die Arbeit untersucht das europäisch-südostasiatische Verhältnis mit einem Fokus auf die Frage, ob die Europäische Union als institutionelles Vorbild für die ASEAN fungieren kann.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung beider Regionen, die Gegenüberstellung ihrer politischen Institutionen und die Analyse der bestehenden Kooperationsformate zwischen der ASEAN und der EU.
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der institutionellen Ausgestaltung beider Bündnisse zu identifizieren, um Herausforderungen für eine vertiefte Zusammenarbeit zu verstehen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse sowie eine SWOT-Analyse, um die institutionellen Strukturen beider Bündnisse in einer Vier-Felder-Matrix gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Prozessbetrachtung, die Vorstellung der Organe und Institutionen, die Analyse der Dialogplattformen sowie eine strategische Bewertung in Form einer SWOT-Analyse.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören ASEAN, EU, regionale Integration, institutionelle Struktur, ASEAN Way und die sicherheits- sowie wirtschaftspolitische Kooperation.
Der "ASEAN Way" ist durch Konsensprinzip und Nichteinmischung bei geringer Institutionalisierung geprägt, während die EU auf supranationale Elemente, Mehrheitsentscheidungen und eine hohe Regulierungsdichte setzt.
Die Einbindung Chinas stellt eine sicherheitspolitische Herausforderung dar, da das wachsende wirtschaftliche und militärische Gewicht Chinas die Stabilität in der Region Südostasien beeinflusst und neue diplomatische Strategien erfordert.
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