Diplomarbeit, 2005
106 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Zum Begriff „mariologisches Grundprinzip“
2.1 Der theologiegeschichtliche Weg zur Idee eines mariologischen Grundprinzips
2.2 Begriffsbestimmung, Berechtigung und Anforderungen für ein mariologisches Grundprinzip
2.2.1 Begriffsbestimmung: Was ist unter einem mariologischen Grundprinzip zu verstehen?
2.2.2 Berechtigung: Warum ist es sinnvoll, nach einem mariologischen Grundprinzip zu suchen?
2.2.3 Anforderungen: Was muß ein mariologisches Grundprinzip leisten?
2.3 Versuch einer Systematisierung verschiedener Ansätze
2.3.1 Die christologisch ausgerichteten Ansätze
2.3.2 Die ekklesiologisch ausgerichteten Ansätze
2.3.3 Die gnadentheologisch-anthropologisch ausgerichteten Ansätze
3. Rahners eigene Konzeption eines mariologischen Grundprinzips
3.1 Ein Überblick über die für die Entwicklung von Rahners Grundprinzip einschlägigen mariologischen Schriften
3.1.1 Die Assumptio-Arbeit
3.1.2 Maria, Mutter des Herrn
3.2 Die Entwicklung des Grundprinzips der „vollkommen Erlösten“
3.2.1 Biblische Grundlegung
3.2.2 Systematisch-theologische Entfaltung
Exkurs I: Rahners transzendentaltheologische Methode im Verhältnis zu seiner Mariologie
Exkurs II: Der „entscheidende Unterschied“ zur protestantischen Theologie
3.2.3 Die Durchführung des Grundprinzips an den einzelnen mariologischen Wahrheiten
3.2.3.1 Die Unbefleckte Empfängnis
3.2.3.2 Die stete Jungfräulichkeit
3.2.3.3 Die Sündenlosigkeit
3.2.3.4 Die Aufnahme in den Himmel
3.2.3.5 Die Gnadenmittlerschaft
3.3 Untersuchung des Rahnerschen Ansatzes hinsichtlich seiner Vorteile und Probleme gegenüber anderen Entwürfen
4. Schluß
Die Arbeit untersucht die Frage nach einem mariologischen Grundprinzip im Werk von Karl Rahner, um dessen Konzeption „Maria als die vollkommen Erlöste“ wissenschaftlich einzuordnen und ihre Bedeutung für eine zeitgemäße Theologie zu evaluieren.
3.2.1 Biblische Grundlegung
Der hermeneutische Grund, dem mariologischen Grundprinzip zunächst eine gute biblische Grundlegung zu geben („Schriftgemäßheit“ war ja eine der Forderungen, die ein solches Prinzip erfüllen muß), kann - neben den allgemeinen Prinzipien der dogmatischen Methode als solcher und der ökumenischen Verantwortung - darin gesehen werden, daß eine solche biblische Absicherung des Grundprinzips, aus dem sich ja alle „marian. Dogmen [...] als Entfaltungen u. Folgerungen“ ergeben sollen, den „zweifelhafte[n] Versuch, jede der mariologischen Lehren direkt mit Schrifttexten untermauern zu wollen“, überflüssig macht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung nach der Berechtigung, Bedeutung und Verortung einer eigenständigen Mariologie angesichts der heutigen theologischen Situation ein.
2. Zum Begriff „mariologisches Grundprinzip“: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Suche nach einem Grundprinzip in der Mariologie nach und reflektiert systematische Anforderungen an ein solches Prinzip.
3. Rahners eigene Konzeption eines mariologischen Grundprinzips: Das Hauptkapitel analysiert Rahners Schriften und seine Entwicklung des Prinzips von der „vollkommen Erlösten“ anhand der biblischen und systematisch-theologischen Grundlagen sowie der einzelnen Mariendogmen.
4. Schluß: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Ertrag von Rahners mariologischem Grundprinzip für eine heutige Theologie.
Karl Rahner, Mariologie, mariologisches Grundprinzip, vollkommen Erlöste, Gnadenmittlerschaft, Assumptio-Dogma, christliche Anthropologie, Heilsgeschichte, Jungfräulichkeit, Sündenlosigkeit, Gottesmutterschaft, ökumenische Theologie, transzendentale Theologie, Dogmatik.
Die Arbeit untersucht, wie Karl Rahner ein mariologisches Grundprinzip formuliert und in sein theologisches System integriert, um die Bedeutung Mariens im Glaubensleben zu erfassen.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Mariologie, das Verhältnis von Menschwerdung und Erlösung sowie die Frage nach einem einheitlichen Prinzip, das die Mariendogmen zusammenhält.
Ziel ist es, Maria nicht nur als isolierte Gestalt, sondern als „die vollkommen Erlöste“ im Heilsplan Gottes und als Repräsentantin der gesamten Kirche zu begreifen.
Es wird eine historisch-systematische Methode angewandt, die biblische Grundlagen mit Rahners transzendentaltheologischem Ansatz verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die Quellen von Rahner, die biblische Herleitung seines Grundprinzips sowie dessen Anwendung auf spezifische Dogmen wie die Unbefleckte Empfängnis oder die Aufnahme in den Himmel.
Begriffe wie „vollkommen Erlöste“, „Heilsgeschichte“, „Gnadenmittlerschaft“ und „transzendentale Anthropologie“ sind essenziell für die Arbeit.
Während andere Modelle oft einseitig auf der physischen Mutterschaft aufbauen, rückt Rahner die personale Tat Mariens und ihre radikale Erlöstheit in den Fokus.
Die Arbeit setzt sich kritisch mit Einwänden auseinander, die Rahner eine „Einebnung“ des Mariengeheimnisses vorwerfen, und weist diese in der Regel zurück, indem sie die personale Einheit von Funktion und Heil bei Maria betont.
Indem Rahner Maria als Urbild der Kirche und Erlöste betrachtet, nähert er sich Positionen, die Maria nicht aus dem Heilsgeschehen ausklammern, sondern sie in Bezug auf das allgemeine christliche Heilswirken interpretieren.
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