Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Afrodeutsche/ Schwarze Deutsche
2.1.1 Ursprung
2.1.2 Eingrenzung des Begriffs
2.2 Wie die reziproke Dynamik von Anerkennungsbeziehungen zu einem besseren Verständnis der Erlebniswelt Afrodeutscher beitragen kann
2.2.1 Zur Theorie
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Teilnarrative (biographische) Interviews
3.1.1 Sampling und Durchführung
4. Die Erfahrung der Divergenz in der Verortung als „Deutsch“
4.1 Wenn das Deutschsein ausgeklammert wird
4.1.1 Die Frage nach der Herkunft
4.1.2 Ausschluss aus der „Deutschen Norm“- Nicht typisch Deutsch!
4.2 Die Erfahrung des Othering
4.2.1 Gleichsetzung mit Fremden und Vorurteile
4.2.2 Rassistische Beleidigungen und Mobbing
4.2.3 Ein Mangel an Solidarität
4.3 Selbstverortung als „Deutsch“/ Deutsche Zugehörigkeit
4.3.1 Selbstverortung als Teil der Mehrheitsgesellschaft
4.3.2 Ablehnung von politisch-aktivistischen Kategorisierungen
4.3.3 Die Bewertung der eigenen gesellschaftlichen Position und der Umgang mit fehlender Anerkennung
5. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die alltäglichen Ausgrenzungserfahrungen von Afrodeutschen in der deutschen Gesellschaft. Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie die Befragten ihre eigene gesellschaftliche Position und Zugehörigkeit im Kontext von Anerkennungsprozessen wahrnehmen und wie sie mit der permanenten Infragestellung ihres Deutschseins umgehen.
3.1.1 Sampling und Durchführung
Induktives Stichprobensampling und Zusammensetzung
Für diese Arbeit ist keine besondere Zielgruppe hinsichtlich der Herkunft der Eltern oder der Herkunft eines Elternteils, des Wohnorts oder des Alters vorgesehen, so lange die Definition Afrodeutsch hinreichend erfüllt ist. Im Gegenteil birgt eine möglichst heterogene Gruppe einen umfassenden Einblick in mögliche Interpretationen auch hinsichtlich zeitgebundener gesellschaftlicher Veränderungen. Die teilnarrativ (biographische) Interviewform erhält ohnehin eine Prozesskomponente, in der sich zwei unterschiedliche zeitliche Entwicklungen bemerkbar machen. Einmal ändert sich das Selbstverständnis der Befragten im Laufe ihres Älterwerdungsprozesses und zum anderen verändern sich gesellschaftliche Bedingungen im Laufe der Zeit, was sich in den Erfahrungen der Befragten widerspiegelt. So ist die Erfahrung von Afrodeutschen vor den 90er Jahren eine andere als die Erfahrung Afrodeutscher im Laufe der 90er Jahre.
Die Auswahl der Personen erfolgte induktiven und fand nahezu willkürlich statt. Eine Ausnahme bildete die Geschlechterauswahl. Es wurden folglich Personen befragt, was parallel zur Suche nach weiteren Personen stattfand. Es wurde auch darauf geachtet, eine Balance der Repräsentation beider Geschlechter herzustellen. Nachdem die ersten drei Interviewpartner*innen weiblich gewesen sind, war die Auswahl der letzten Personen auf das andere Geschlecht gerichtet. Dieses Vorgehen war für diese Arbeit möglich, da sie aufgrund der geringen Anzahl an Personen und der angewendeten qualitativen Forschungspraktik keine Repräsentativität anzielt, sondern nur einen Einblick wiedergeben kann. Die Untersuchung der Alltagserfahrungen der fünf befragten Afrodeutschen führte zu Übereinstimmungen in einigen Punkten, die den Ergebnissen anderer Arbeiten sehr ähneln (zum Beispiel vgl. Mbombi, Anette 2011; Digoh, Julia 2008). Es werden also exemplarische Beispiel aufgezeigt, wie der Alltag von Afrodeutschen bewertet werden kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik rassistischer Fremdzuschreibungen gegenüber Afrodeutschen ein und skizziert das Forschungsinteresse an Anerkennungsprozessen.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert den Begriff Afrodeutsche/ Schwarze Deutsche und führt die Anerkennungstheorie von Axel Honneth als analytischen Rahmen ein.
3. Methodisches Vorgehen: Hier wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, insbesondere die Durchführung von teilnarrativen Interviews zur Erhebung individueller Lebensgeschichten.
4. Die Erfahrung der Divergenz in der Verortung als „Deutsch“: Dieses Hauptkapitel analysiert empirisch die verschiedenen Facetten von Ausgrenzung, Othering und die Versuche der Selbstverortung der Befragten im deutschen Kontext.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und reflektiert die Bedeutung von Anerkennung und gesellschaftlicher Zugehörigkeit für die befragten Personen.
Afrodeutsche, Schwarze Deutsche, Anerkennung, Rassismus, Ausgrenzung, Othering, Identität, Zugehörigkeit, Alltagserfahrungen, Teilnarrative Interviews, Anerkennungstheorie, Diskriminierung, Mehrheitsgesellschaft, Fremdwahrnehmung, Selbstbild.
Die Arbeit befasst sich mit den Alltagserfahrungen von Afrodeutschen und der Frage, wie diese ihre eigene Anerkennung und Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft wahrnehmen.
Im Fokus stehen die Themenfelder Zugehörigkeit, Rassismus, Fremdzuschreibung durch die Mehrheitsgesellschaft und die persönliche Identitätsbildung der Befragten.
Das Ziel ist es, zu rekonstruieren, wie Afrodeutsche Ausgrenzungserfahrungen verarbeiten und ob sie sich trotz rassistischer Fremdzuschreibungen als Teil des deutschen Kollektivs begreifen.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bei dem teilnarrative (biographische) Interviews mit fünf Personen geführt und anschließend mittels der Anerkennungstheorie analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert, wie das Deutschsein der Befragten im Alltag durch Fragen nach der Herkunft oder rassistische Anfeindungen infrage gestellt wird und wie diese darauf reagieren.
Wichtige Begriffe sind Afrodeutsche, Anerkennung, Othering, Rassismus, Identität und gesellschaftliche Teilhabe.
Sie dient als analytisches Instrument, um zu verstehen, wie soziale Anerkennung oder deren Verweigerung die Selbstverortung der Befragten innerhalb der Gesellschaft beeinflusst.
Die Reaktionen sind gemischt; viele Befragte betrachten ihn skeptisch als eine Form der Kategorisierung oder Ausgrenzung, andere sehen darin eine notwendige Selbstbezeichnung.
Ja, die Arbeit stellt fest, dass weibliche Befragte tendenziell in stärkerem Maße über Mobbing- und Diskriminierungserfahrungen berichteten als ihre männlichen Pendants.
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