Bachelorarbeit, 2018
70 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
2. Die Phasen der Personalauswahl und neue Herausforderungen (Definition und Forschungsfeld)
2.1 Definition und der Prozess der Personalauswahl
2.2 Die Relevanz einer systematischen Personalauswahl für Unternehmen
2.3 Definition von Digitalisierung und digitaler Transformation
3. Traditionelle Instrumente der Personalauswahl
3.1 Vorauswahl durch die Sichtung von Bewerbungsunterlagen
3.2 Testverfahren
3.2.1 Persönlichkeitstests
3.3.2 Leistungstests
3.3.3 Assessment-Center
3.3. Einstellungsinterviews
3.3.1 Allgemeine Aspekte
3.1.2 Unstrukturierte Einstellungsinterviews vs. strukturierte Einstellungsinterviews
3.1.3 Einzelinterviews vs. Panelinterviews
4. Digitale Übersetzung der traditionellen Verfahren
4.1 Computergestützte Vorauswahl
4.2 Computergestützte Testverfahren
4.2.1 Computergestützte Persönlichkeitstests und Leistungstests
4.2.2 Online- Assessment-Center
4.3 Computergestützte Interviews
4.3.1 Live-Interviews (Telefon und Video)
4.3.2 Zeitversetzte Videointerviews
5. Qualitative Aspekte
5.1 Güterkriterien für die Bewertung der Qualität von Personalauswahlinstrumenten
5.2 Qualitative Aspekte bei der Vorauswahl durch die Analyse der Bewerbungsunterlagen
5.3 Qualitative Aspekte bei Testverfahren
5.4 Qualitative Aspekte bei Interviewverfahren
6. Diskussion
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Personalauswahl durch die Digitalisierung. Dabei wird analysiert, wie klassische Auswahlverfahren durch computer- und webbasierte Instrumente substituiert werden und welche Auswirkungen diese technologischen Veränderungen auf die Qualität der Eignungsdiagnostik haben.
3.1.2 Unstrukturierte Einstellungsinterviews vs. strukturierte Einstellungsinterviews
Unstrukturierte Einstellungsinterviews werden sowohl von Personalabteilungen als auch von Fachabteilungen seltener genutzt als strukturierte Einstellungsinterviews. Dennoch ist das unstrukturierte Einstellungsinterview weltweit verbreiteter als das strukturierte Einstellungsinterview. Das liegt jedoch nicht an der eignungsdiagnostischen Güte, sondern an seiner Praktikabilität. Es ist möglich, das Einstellungsinterview komplett frei oder auch teilweise strukturiert durchzuführen. Das bedeutet, dass das Einstellungsinterview entweder gar nicht vorbereitet wurde oder dem Interviewer nur eine Liste mit Themenschwerpunkten vorliegt, die beim Bewerber abgefragt werden sollen. Wenn das Interview komplett frei durchgeführt wird, werden meist auch jedem Kandidaten unterschiedliche Fragen gestellt und es gibt keine festgelegte Reihenfolge der Fragen. Es werden außerdem kaum oder keine Notizen vom Interviewer gemacht. Die Beurteilung des Bewerbers durch den oder die Interviewer erfolgt meist „aus dem Bauch heraus“. Er verlässt sich hierbei auf seine Intuition, Menschenkenntnisse oder vorher gemachten Erfahrungen.
1. Einführung: Es wird der zunehmende Einfluss des Internets auf den Bewerbungsprozess beschrieben, der zur Herausforderung von Massenbewerbungen und Anforderungen an die Effizienz führt.
2. Die Phasen der Personalauswahl und neue Herausforderungen (Definition und Forschungsfeld): Das Kapitel definiert den Personalauswahlprozess sowie die Begriffe Digitalisierung und digitale Transformation im Kontext des Personalmanagements.
3. Traditionelle Instrumente der Personalauswahl: Hier werden die klassischen Methoden wie die Sichtung von Bewerbungsunterlagen, Testverfahren und Einstellungsinterviews in ihrer analogen Form vorgestellt.
4. Digitale Übersetzung der traditionellen Verfahren: Die Übertragung klassischer Instrumente in computer- und webbasierte Formate, wie Applicant Tracking Systeme oder Online-Assessment-Center, wird erläutert.
5. Qualitative Aspekte: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Qualität von Personalauswahlinstrumenten basierend auf den wissenschaftlichen Gütekriterien Objektivität, Reliabilität, Validität und Fairness.
6. Diskussion: Die Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden zusammengeführt und kritisch in Hinblick auf die Eignung und Qualität digitaler versus traditioneller Auswahlmethoden reflektiert.
7. Fazit und Ausblick: Abschließend wird festgestellt, dass digitale Instrumente eine effiziente Vorauswahl ermöglichen, jedoch den Menschen im Auswahlprozess nicht vollständig ersetzen können und die Qualität maßgeblich von der Strukturierung abhängt.
Personalauswahl, Digitalisierung, digitale Transformation, Einstellungsinterview, Testverfahren, Assessment-Center, Gütekriterien, Reliabilität, Validität, Vorauswahl, Applicant Tracking Systeme, Personalmanagement, Eignungsdiagnostik, Online-Assessment, Personalauswahlqualität
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Personalauswahl durch digitale Technologien und der Frage, wie sich dieser Wandel auf die Qualität der Auswahlentscheidungen auswirkt.
Die zentralen Themen sind der Vergleich klassischer mit digitalen Auswahlverfahren, die wissenschaftliche Qualitätssicherung dieser Methoden sowie die ökonomische Relevanz der Personalauswahl.
Das Ziel ist zu untersuchen, inwieweit klassische Auswahlverfahren durch digitale Alternativen ersetzt werden können und welchen Einfluss diese Digitalisierung auf die Objektivität, Reliabilität, Validität und Fairness der Personalauswahl hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse aktueller Fachliteratur und relevanter Studien zur Eignungsdiagnostik und Personalrekrutierung.
Im Hauptteil werden zunächst traditionelle Auswahlmethoden sowie deren digitale Substitute (wie z.B. Robot-Recruiting oder zeitversetzte Videointerviews) detailliert beschrieben und anschließend qualitativ anhand eignungsdiagnostischer Gütekriterien bewertet.
Wichtige Begriffe sind Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Digitalisierung, Validität, Reliabilität, Assessment-Center und Applicant Tracking Systeme.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass digitale Instrumente sehr wohl für die Vorauswahl geeignet sind, aber den menschlichen Entscheider im gesamten Prozess (noch) nicht ersetzen können, da sonst Qualitätsverluste drohen.
Das Internet erleichtert das Bewerben erheblich, was laut Arbeit zu einer erhöhten Quantität („Massen-Bewerbungen“), aber häufig zu einer geringeren Qualität der eingereichten Unterlagen führt.
Die Strukturierung minimiert den Raum für subjektive Interpretationen durch den Interviewer. Dies steigert die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und erhöht somit maßgeblich die Reliabilität und Validität des gesamten Auswahlverfahrens.
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