Diplomarbeit, 2005
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Sicht
2.1 Definition des Verrechnungspreises
2.2 Funktionen von Verrechnungspreisen
2.3 Verrechnungspreise im internationalen Konzern
2.4 Steuerliche Aspekte mit Überblick über den Fremdvergleich
2.5 Besonderheiten der Dokumentation
3. Ansätze zur Bestimmung von Verrechnungspreisen
3.1 Bildung von Verrechnungspreisen
3.2 Marktorientierte Verrechnungspreise
3.3 Kostenorientierte Verrechnungspreise
3.3.1 Grenzkosten als Verrechnungspreis
3.3.2 Vollkosten als Verrechnungspreis
3.3.3 Kosten plus Gewinnaufschlag als Verrechnungspreis
3.4 Verrechnungspreise als Verhandlungsbasis
3.5 Duale Verrechnungspreise
4. Das Unternehmen XYZ
4.1 Die heutige Situation im Unternehmen XYZ
4.2 Planung des internen Werksabgabepreises
4.3 Planung des fiskalischen Verrechnungspreises
4.4 Artikelergebnisbericht im Unternehmen XYZ
4.5 Auswahl einer geeigneten Methode
5. Kostenbasierte Alternative
5.1 Ableiten einer kostenbasierten Alternative
5.2 Analyse des vorhandenen Datenbestandes zu Planungsbeginn
5.3 Werksabgabepreise im Rahmen der Planung
5.4 Durchführung einer Fallstudie
5.4.1 Umrechnung der heutigen Werte auf das neue Verrechnungspreissystem
5.4.2 Darstellung der Ergebnisse auf Artikelebene im Land F
5.5 Maßnahmen- und Terminplan
6. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Schwächen des derzeitigen, auf der Absatzpreismethode basierenden dualen Verrechnungspreissystems des Unternehmens XYZ aufzuzeigen und eine neue, kostenorientierte Alternative zu entwickeln. Dabei steht die Schaffung von Kostenklarheit, Kostenwahrheit und Kostentransparenz im Vordergrund, um eine verursachungsgerechte Ergebnisermittlung und eine effiziente Steuerung der internationalen Vertriebsgesellschaften zu ermöglichen.
3.3.1 Grenzkosten als Verrechnungspreis
Bei der Bildung von Verrechnungspreisen auf Basis von Grenzkosten geht es darum, die Menge des internen Leistungsaustausches mit den entsprechenden Bereichen abzustimmen und aus Sicht des Gesamtunternehmens zu optimieren. Bei diesem Ansatz hat der leistende Bereich den Nachteil, dass er nicht seine vollen Kosten abdecken kann. Der gesamte Fixkostenblock des produzierenden Bereichs ist in diesem Fall auch von ihm zu tragen. Der abnehmende Bereich könnte die gesamten Gewinne verbuchen. Aus diesem Grund ist ein solcher Ansatz nicht für eine Ergebnisermittlung in den einzelnen Bereichen geeignet.
Hirshleifer zeigt in seinem Grundmodell auf, dass es eine optimale Lösung für das Koordinationsproblem einer einperiodischen Optimierung des internen Verrechnungspreises auf Basis von Grenzkosten gibt. Diese optimale Lösung lässt sich jedoch nur unter sehr einschränkenden Annahmen anwenden, insbesondere fehlt eine Berücksichtigung von langfristigen Anreizeffekten und der strategischen Steuerung der Preisgestaltung. Aus diesem Grund werden Verrechnungspreise auf Basis von Grenzkosten in der Praxis eher selten verwendet. Im Folgenden wird daher nicht näher auf die Verwendung des Grenzkostenansatzes weiter eingegangen.
1. Einleitung: Vorstellung des Unternehmens XYZ, der Ausgangslage des Verrechnungspreissystems und Formulierung des Ziels der Arbeit.
2. Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Sicht: Definition und Funktionen von Verrechnungspreisen sowie Erläuterung der steuerlichen Aspekte und Dokumentationspflichten.
3. Ansätze zur Bestimmung von Verrechnungspreisen: Darstellung der verschiedenen Methoden wie marktorientierte, kostenorientierte, verhandelte und duale Verrechnungspreise.
4. Das Unternehmen XYZ: Detaillierte Analyse der Ist-Situation, der dualen Preisstruktur und der auftretenden Probleme in der Anwendung.
5. Kostenbasierte Alternative: Entwicklung eines neuen Verrechnungspreiskonzepts, Analyse der Datenbasis, Durchführung einer Fallstudie und Erstellung eines Umsetzungsplans.
6. Schlussbetrachtung: Fazit zur Notwendigkeit der Systemumstellung und Ausblick auf die Realisierung basierend auf dem erarbeiteten Maßnahmenplan.
Verrechnungspreise, Unternehmen XYZ, Kostenverursachung, Absatzpreismethode, Grenzkosten, Vollkosten, Verrechnungspreissystem, Konzernsteuerung, Kostenorientierung, Fremdvergleichsgrundsatz, Maßnahmenplan, Ergebnistransparenz, Produktionsgesellschaft, Vertriebsgesellschaft, Steueroptimierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Umstellung des Verrechnungspreissystems eines in der Metallbranche tätigen Unternehmens von einer marktorientierten auf eine kostenorientierte Basis.
Die zentralen Themenfelder sind die betriebswirtschaftliche und steuerliche Betrachtung von Verrechnungspreisen, die Analyse von Kostenstrukturen sowie die Gestaltung von Steuerungsinstrumenten in multinationalen Konzernen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines kostenorientierten Verrechnungspreissystems für das Unternehmen XYZ, um Kostenklarheit und Transparenz zu schaffen und die bisherigen Nachteile der Absatzpreismethode zu überwinden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Verrechnungspreismodellen, kombiniert mit einer praxisbezogenen Fallstudie im Unternehmen XYZ zur Überprüfung der Umsetzbarkeit eines kostenorientierten Ansatzes.
Der Hauptteil analysiert bestehende Preisbildungsansätze, untersucht die heutige Situation im Unternehmen XYZ, leitet eine kostenbasierte Alternative ab und konkretisiert diese anhand einer Fallstudie inklusive eines Maßnahmen- und Terminplans.
Zu den prägenden Begriffen gehören Verrechnungspreise, Kostenverursachung, Konzernsteuerung, Kostentransparenz und die gewählte Fallstudienmethode im Unternehmen XYZ.
Der interne Werksabgabepreis dient Planungs- und Benchmarkzwecken innerhalb der Gruppe, während der externe fiskalische Verrechnungspreis die tatsächliche Fakturierung zwischen rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften regelt und steuerlichen Anforderungen genügen muss.
Das duale System wird genutzt, um unterschiedliche Anforderungen – die interne Steuerung und Leistungsbeurteilung einerseits sowie die externe bilanzielle Rechnungslegung und Steueroptimierung andererseits – gleichzeitig erfüllen zu können.
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