Masterarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Input-Faktoren im Spracherwerbsprozess bei Kindern
2.1. Allgemeine Faktoren
2.2. Aspekte der Sprachförderkompetenz von Fachkräften
2.3. Professionalisierung der Sprachförderkompetenz
2.4. Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist
2.4.1. Das Vorgängerprogramm: Schwerpunkt-Kitas: Sprache & Integration
2.4.2. Das Nachfolgeprogramm Sprach-Kitas
2.5. Basis des Porgramms: Orientierungsleitfäden des Deutschen Jugend Institutes
2.6. Akteure im Programm
3. Sprachentwicklung im Thüringer Bildungsplan
4. Begründung für die empirische Arbeit und Forschungsfragen
5. Zielgruppe und Untersuchungsinstrumente
5.1. Studie 1: Interviewstudie
5.2. Zielgruppe für das Interview
5.3. Qualitative Erhebungsform: Interview
5.4. Studie 2: Beobachtungen
5.5. Zielgruppe für die Beobachtung
5.6. Qualitative Erhebungsform: Beobachtung
6. Untersuchungsdurchführung
7. Auswertung der Interviews
7.1. Alltagsintegrierte sprachliche Bildung
7.2. Inklusives Sprachbildungskonzept
7.3. Chancen zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung erkennen und wahrnehmen
7.4. Qualitätssicherung
7.5. Sprachförderkompetenz
7.6. Feinfühlige Dialoghaltung und sprachliches Vorbild
7.7. Weiterbildungsmöglichkeiten
7.8. Die Arbeit im Team
7.9. Mehrsprachigkeit
7.10. Elternarbeit
7.11. Kritik am Programm
8. Auswertung der Beobachtungen
8.1. Beobachtung I
8.2. Beobachtung II
8.3. Vergleich der Beobachtungen
9. Zusammenfassung der empirischen Daten
10. Diskussion der Ergebnisse
10.1. Sprachfachkräfte
10.2. Kompetenzerwerb
10.3. Bundesprogramm Sprach-Kitas
10.4. Rahmenbedingungen in Einrichtungen
10.5. Einrichtungsteams
10.6. Sprachbildung im Thüringer Bildungsplan
10.7. Sprachbildung in der Erstausbildung von pädagogischen Fachkräften
11. Fazit & Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die praktische Umsetzung des Bundesprogramms Sprach-Kitas an Kindertageseinrichtungen in Thüringen. Ziel der Arbeit ist es zu ergründen, wie das Programm vor Ort ankommt, welche Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten und inwieweit die alltagsintegrierte sprachliche Bildung nachhaltig im Kita-Alltag verankert werden kann.
2. Input-Faktoren im Spracherwerbsprozess bei Kindern
Ein Kind ist bereits als Säugling in der Lage, an Interaktionen mit seinen Bezugspersonen teilzunehmen, was für seine kognitive und emotionale Entwicklung unabdingbar ist. Bruner schreibt diesen Handlungen eine „Mittel-zum-Zweck-Sensibilität“ (1987: 19) zu. Das Kind tritt also in den sozialen Austausch und lernt dadurch in seiner sprachlichen Entwicklung stetig dazu. So kann sich seine Sprache immer weiter entwickeln. Im Zuge dieses Prozesses durchläuft das Kind in den ersten sechs Lebensjahren die wichtigsten Phasen der Sprachentwicklung (Jung & Günther 2016: 101).
Allerdings benötigen Kinder hierbei persönliche Begleitung für das Sprechen, Spielen, Leben und Lernen. Dieser Prozess kann als „Unterstützungssystem für den Spracherwerb“ (Bruner 1987: 32) bezeichnet werden. Mit Hilfe dieses Systems kann das Gegenüber des Kindes auf Worte oder andere Feinheiten eingehen, die das Kind in seiner Sprache noch nicht ausgeprägt hat und dann beispielsweise durch Aufsagen, Wiederholen oder Korrigieren das Kind beim Erlernen eben jener Worte unterstützen. Allerdings zählt hier, wie ebenfalls sehr anschaulich im Artikel der GEO beschrieben, auch die Art und Weise, wie mit einem Kind gesprochen wird. Freundlichkeit wird hier als erstes Gebot angeführt (Kretz 2016: 33). Harsche oder gar ablehnende Äußerungen dem Kind gegenüber bewirken zumeist eine weniger gelingende Ausprägung einer Sprache beim Kind (De Houwer, 2015a: 173; Hachul & Schönauer-Schneider 2016: 94).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des kindlichen Spracherwerbs und stellt die Relevanz der Sprachförderung im Kontext des Bundesprogramms Sprach-Kitas sowie dessen Einbettung in Thüringen dar.
2. Input-Faktoren im Spracherwerbsprozess bei Kindern: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs, einschließlich der Rolle der Bezugspersonen, der Sprachförderkompetenz und der Strukturen des Programms Sprach-Kitas.
3. Sprachentwicklung im Thüringer Bildungsplan: Es wird die Verknüpfung des Bundesprogramms mit den bereits bestehenden Richtlinien des Thüringer Bildungsplans für frühkindliche Bildung untersucht.
4. Begründung für die empirische Arbeit und Forschungsfragen: Die Begründung für die empirische Untersuchung wird dargelegt und die zentralen Forschungsfragen zur Umsetzung des Programms in der Praxis formuliert.
5. Zielgruppe und Untersuchungsinstrumente: Die methodische Vorgehensweise der qualitativen Interviewstudie und der Beobachtungen sowie die Auswahl der Zielgruppe werden erläutert und begründet.
6. Untersuchungsdurchführung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Ablauf der Datenerhebung, von der Pilotphase bis hin zur Kodierung der gewonnenen Interviewdaten.
7. Auswertung der Interviews: Hier werden die Ergebnisse der Befragungen detailliert analysiert, wobei Themen wie alltagsintegrierte Sprachbildung, Inklusion, Teamarbeit und die Rolle der Sprachfachkräfte im Zentrum stehen.
8. Auswertung der Beobachtungen: Die Beobachtungen in den Kindertageseinrichtungen werden ausgewertet, um ein praktisches Bild von der Umsetzung der sprachlichen Bildung zu erhalten.
9. Zusammenfassung der empirischen Daten: Eine Synthese der Ergebnisse aus den Interviews und Beobachtungen wird erstellt, die Stärken und Schwächen der Programmumsetzung aufzeigt.
10. Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden kritisch im Lichte der Theorie reflektiert und in Bezug auf die Rahmenbedingungen sowie die berufliche Professionalisierung der Fachkräfte diskutiert.
11. Fazit & Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und gibt Ausblicke auf notwendige Entwicklungen in der frühkindlichen Sprachbildung.
Spracherwerb, Sprach-Kitas, alltagsintegrierte Sprachbildung, Sprachförderkompetenz, Inklusion, Thüringen, Frühpädagogik, pädagogische Fachkräfte, Kindertageseinrichtung, Dialoghaltung, Mehrsprachigkeit, Elternarbeit, Qualitätsentwicklung, Bildungsgerechtigkeit, Sprachbildung
Die Arbeit untersucht, wie das Bundesprogramm Sprach-Kitas in der täglichen Praxis thüringischer Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird und welche Faktoren dabei für den Erfolg oder das Scheitern entscheidend sind.
Im Mittelpunkt stehen die alltagsintegrierte Sprachbildung, die Stärkung der Sprachförderkompetenz bei Erziehern, die Rolle von Inklusion im Kita-Alltag, die Zusammenarbeit mit dem Team und den Eltern sowie die Herausforderungen durch Mehrsprachigkeit.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu verstehen, wie das Programm an einzelnen Einrichtungen ankommt, wie sich die Umsetzung gestaltet, ob es kritische Aspekte gibt und welche ersten Aussagen zur Effektivität der Maßnahme getroffen werden können.
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Die Datenerhebung erfolgte primär über leitfadengestützte Interviews mit Sprachfachkräften und Fachberatern sowie durch ergänzende, nicht-teilnehmende Beobachtungen in Einrichtungen.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung des Spracherwerbs, der Vorstellung des Programms Sprach-Kitas, der Auswertung der empirischen Daten (Interviews und Beobachtungen) sowie der anschließenden kritischen Diskussion der Ergebnisse im Kontext bestehender Rahmenbedingungen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sprach-Kitas, alltagsintegrierte Sprachbildung, Sprachförderkompetenz, Inklusion und pädagogische Professionalisierung geprägt.
Die befragten Fachkräfte äußern sich überwiegend kritisch. Das onlinebasierte Monitoring wird als zu frei und fehleranfällig wahrgenommen, da keine direkte, verbindliche Unterschrift der verantwortlichen Sprachfachkraft mehr erforderlich ist.
Thüringen nimmt eine Sonderrolle ein, da dort keine landesweiten Sprachstandserhebungen existieren. Die Arbeit liefert daher wichtige Einblicke in ein Bundesland, in dem die alltagsintegrierte Sprachbildung ohne ein zentrales, offizielles Diagnosesystem fest im Bildungsplan verankert ist.
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