Fachbuch, 2019
46 Seiten
1 Einleitung
2 Grundlagen Mindestlohn
2.1 Definition und Begriffsabklärung Mindestlohn
2.2 Arten des Mindestlohns
2.3 Ziele des Mindestlohns
2.4 Mindestlohn im europäischen und internationalen Kontext
3 Ausgangslage und Rahmenbedingungen in Deutschland
3.1 Einführung des Mindestlohns und Mindestlohnkommission
3.1.1 Branchenspezifische Mindestlöhne
3.2 Geltungsbereich des gesetzlichen Mindestlohns
3.3 Mindestlohnkontrolle
3.4 Wirtschaftliche Bedingungen
3.5 Hoch betroffene Branchen vom Mindestlohn
4 Auswirkungen des Mindestlohns
4.1 Auswirkungen auf die Beschäftigung
4.1.1 Gesamtbeschäftigung
4.1.2 Sozialversicherungspflichtige
4.1.3 Ausschließlich geringfügige Beschäftigung
4.1.4 Arbeitslosigkeit und offene Stellen
4.1.5 Aufstocker und Armutsgefährdung
4.2 Auswirkungen auf Lohnentwicklung und Lohnverteilung
4.2.1 Lohnentwicklung
4.2.2 Lohnverteilung
4.3 Nichteinhaltung des Mindestlohns und Dokumentationspflichten
4.4 Maßnahmen der Betriebe als Reaktion auf den Mindestlohn
4.4.1 Arbeitszeit
4.4.2 Verbraucherpreise
4.4.3 Einstellungen und Entlassungen
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die bisherigen Auswirkungen des zum 1. Januar 2015 in Deutschland eingeführten gesetzlichen Mindestlohns. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der ökonomischen Bilanz der Mindestlohneinführung unter Berücksichtigung von Beschäftigungseffekten, der Lohnentwicklung, der Lohnverteilung sowie der betrieblichen Reaktionen auf diese arbeitsmarktpolitische Maßnahme.
4.1.1 Gesamtbeschäftigung
Anhand von Abbildung 3 ist deutlich zu erkennen, dass seit 2012 eine stetige Zunahme der Gesamtbeschäftigung festzustellen ist. Dieser Trend setzt sich auch nach der Einführung, zum 1. Januar 2015, sowie Erhöhung zum 1. Januar 2017 weiter fort.
Kurz nach der Mindestlohneinführung blieb die Gesamtbeschäftigung unverändert und stieg sogar um rund 500 Tausend bis Ende 2015. Auch zur Erhöhung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns verzeichnet die Beschäftigung keinen Einbruch, sie wuchs kontinuierlich um über 600 Tausend. Insgesamt nahm die Beschäftigung von rund 34,5 Millionen im Jahr 2012 auf rund 37,2 Millionen im Jahr 2017 zu. Das bedeutet einen jährlichen Durchschnittsanstieg von 524 Tausend bzw. 1,47 Prozent. Ein Grund für die Zunahme könnte die gute wirtschaftliche Lage bei den Betrieben sein. (vom Berge, et al., 2017)
Die Berechnungen des Sozialökonomischen Panels (SOEP) kommen auf identische prozentuale Werte.
Abbildung 4 und Tabelle 5 veranschaulichen, dass es seit der Einführung, zum 1. Januar 2015, sowie Erhöhung zum 1. Januar 2017 des gesetzlichen Mindestlohns, einen andauernden Zuwachs der Gesamtbeschäftigung gibt.
Insgesamt legte die Gesamtbeschäftigung von rund 33,5 Millionen im Jahr 2014 auf rund 35,2 Millionen im Jahr 2017 zu. Das bedeutet eine Gesamtzunahme von rund 1,7 Millionen Beschäftigten beziehungsweise (bzw.) einen jährlichen prozentualen Anstieg zwischen 1,4 und 1,9 Prozent. (Bruttel, et al., 2018)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kontroversen Vorhersagen zur Mindestlohneinführung und skizziert den Aufbau der Untersuchung zur arbeitsmarktpolitischen Bilanz.
2 Grundlagen Mindestlohn: Dieses Kapitel definiert den Mindestlohn, unterscheidet zwischen verschiedenen Arten und Zielen und bettet das Thema in einen internationalen sowie europäischen Kontext ein.
3 Ausgangslage und Rahmenbedingungen in Deutschland: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Mindestlohnkommission, Kontrollmechanismen sowie die besonders betroffenen Branchen in Deutschland dargestellt.
4 Auswirkungen des Mindestlohns: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Effekte auf die Beschäftigung, die Lohnstrukturen, die Einhaltung des Mindestlohns durch Betriebe sowie die verschiedenen Anpassungsmaßnahmen der Unternehmen.
5 Fazit: Das Fazit zieht eine erste Zwischenbilanz nach vier Jahren und bewertet, inwiefern die befürchteten negativen ökonomischen Konsequenzen eingetreten sind oder ausblieben.
Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Gesamtbeschäftigung, Mindestlohngesetz, Lohnentwicklung, Lohnverteilung, Sozialversicherungspflichtige, Geringfügige Beschäftigung, Branchenmindestlohn, Arbeitszeitverkürzung, Dokumentationspflicht, Aufstocker, Armutsgefährdung, Deutschland, Mindestlohnkommission.
Die Arbeit untersucht die bisherigen Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die ökonomische Bilanz nach der Einführung zum 1. Januar 2015.
Zu den Schwerpunkten zählen die Beschäftigungsentwicklung, die Lohnstrukturen in unterschiedlichen Branchen, die Einhaltung der Lohnuntergrenze sowie die betrieblichen Anpassungsstrategien.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die vor der Einführung geäußerten Warnungen von Ökonomen hinsichtlich negativer Beschäftigungseffekte eingetreten sind und welche realen Auswirkungen sich in der Wirtschaftspraxis zeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Sekundärdaten, insbesondere des IAB-Betriebspanels und des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), sowie auf der Auswertung von Studien und Berichten zur Lohn- und Beschäftigungsentwicklung.
Im Hauptteil werden detailliert die Auswirkungen auf die Gesamtbeschäftigung, auf Sozialversicherungspflichtige und Minijobs, die Lohnentwicklung und -verteilung sowie konkrete betriebliche Reaktionen wie Preiserhöhungen und Arbeitszeitkürzungen analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Mindestlohn, Beschäftigungseffekte, Lohnentwicklung, Mindestlohngesetz, betriebliche Reaktionen und Armutsbekämpfung.
Betriebe haben vorwiegend durch eine Verkürzung bzw. Verdichtung der Arbeitszeiten sowie durch die Erhöhung der Absatzpreise für Waren und Dienstleistungen auf die gestiegenen Lohnkosten reagiert.
Besonders betroffen sind Branchen mit hohem Anteil an Geringverdienern, wie etwa das Taxigewerbe, die Gastronomie, das Spiel-, Wett- und Lotteriewesen sowie Dienstleistungsbereiche wie das Reinigungsgewerbe.
Die Analyse weist darauf hin, dass der Mindestlohn in vielen Großstädten aufgrund hoher Lebenshaltungskosten oft nicht ausreicht, um das Existenzminimum zu sichern, was teilweise den Bezug zusätzlicher SGB-II-Leistungen erfordert.
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