Masterarbeit, 2005
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Aktuelle Rahmenbedingungen
2.3 Vor- und Nachteile einer Umstellung
2.4 Vergleich von HGB und IFRS
2.4.1 Ebenen des Vergleichs
2.4.2 Konzeptionelle Unterschiede
2.4.3 Wesentliche Abweichungen in den Einzelregelungen
2.5 Bilanzpolitik
2.5.1 Wahlrechte und Ermessensspielräume
2.5.2 Erstmalige Umstellung
2.5.2.1 SIC 8
2.5.2.2 IFRS 1
2.5.2.3 Vergleichszeitraum
2.6 Bilanzanalyse
2.6.1 Erkenntnisziele
2.6.2 Bildung von Kennzahlen
2.6.3 Vergleichbarkeit
2.6.3.1 Datenbasis
2.6.3.2 Möglichkeiten eines Vergleichs
3 Auswirkungen auf Kennzahlen
3.1 Auswirkungen auf das Vermögen
3.1.1 Übersicht
3.1.2 Sonderaufwendungen
3.1.3 Immaterielle Vermögenswerte
3.1.3.1 Allgemein
3.1.3.2 Forschungs- und Entwicklungskosten
3.1.3.3 Derivativer Goodwill
3.1.4 Sachanlagen
3.1.4.1 Zugangsbewertung
3.1.4.2 Folgebewertung
3.1.5 Leasing
3.1.6 Latente Steuern
3.1.7 Vorräte
3.1.8 Wertpapiere
3.1.9 Zwischenfazit
3.2 Auswirkungen auf Schulden und Eigenkapital
3.2.1 Übersicht
3.2.2 Sonderposten mit Rücklagenanteil
3.2.3 Rückstellungen
3.2.4 Verbindlichkeiten
3.2.5 Zwischenfazit
3.3 Auswirkungen auf das Jahresergebnis
3.3.1 Übersicht
3.3.2 Vorverlagerung von Gewinnen
3.3.3 Zunehmende Schwankung
3.3.4 Sonstige Effekte und Zwischenfazit
3.4 Auswirkungen auf den Cashflow
4 Betrachtung ausgewählter Kennzahlen
4.1 Gliederungszahlen
4.1.1 Bilanzstruktur der Aktivseite
4.1.2 Bilanzstruktur der Passivseite
4.2 Beziehungskennzahlen
4.2.1 Horizontale Bilanzkennzahlen
4.2.2 Kennzahlen der GuV
4.2.2.1 Rohertragsquote
4.2.2.2 Rentabilitäten
4.3 Zwischenfazit
4.4 Zahlungsstromorientierte Kennzahlen
4.5 Kennzahl aus Anlagenspiegel und Bilanz
5 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit identifiziert die durch eine Umstellung von der handelsrechtlichen Rechnungslegung (HGB) auf internationale Standards (IFRS) entstehenden Abweichungen und analysiert deren Einfluss auf wichtige Bilanzkennzahlen einer Unternehmung, wobei insbesondere die Rolle der Bilanzpolitik und die Veränderung der Aussagekraft von Kennzahlen beleuchtet werden.
3.1.3.2 Forschungs- und Entwicklungskosten
Gemäß dem Vorsichtsprinzip des HGB dürfen auch Forschungs- und Entwicklungskosten nicht aktiviert werden, sondern müssen in der Periode der Entstehung als Aufwand verrechnet werden. Während Entwicklungskosten nach internationaler Rechnungslegung unter bestimmten Voraussetzungen aktivierungspflichtig sein können, sind Forschungskosten gem. IAS 38.42 als Aufwand zu erfassen.
Für eine Umstellung der Muster GmbH bedeutet das die nachträgliche Aktivierung von Entwicklungskosten für Material und Gehälter sowie Kosten für die Patentanmeldung in Höhe von 5.000 GE. Da zu fortgeführten Herstellungskosten bewertet wird und die Erfindung bereits zwei Jahre alt ist, müssen die kumulierten Abschreibungen in Höhe von 1.000 GE abgezogen werden. Im Ergebnis steigen sowohl das Vermögen als auch das Periodenergebnis im Umstellungsjahr. Der aktivierte Posten wirkt in den Folgejahren durch die Abschreibungen ergebnismindernd.
Bei der BMW AG (1.01.2001) erhöht sich bspw. das Anlagevermögen durch Aktivierung von Entwicklungskosten für Fahrzeug- und Motorenprojekte im Umstellungsjahr um 30%. Bei der VW AG (1.01.2000) stieg das Anlagevermögen um 14%.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Verpflichtung zur Anwendung der IFRS für kapitalmarktorientierte Unternehmen ein und benennt die Problemstellung hinsichtlich der Vergleichbarkeit von Bilanzkennzahlen.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die rechtlichen Rahmenbedingungen der IFRS sowie die konzeptionellen Unterschiede und bilanzpolitischen Möglichkeiten im Vergleich zum HGB.
3 Auswirkungen auf Kennzahlen: Hier werden die konkreten bilanziellen Auswirkungen der Umstellung auf Vermögens-, Schulden-, Eigenkapital- und Erfolgspositionen anhand von Praxisbeispielen analysiert.
4 Betrachtung ausgewählter Kennzahlen: Dieses Kapitel untersucht, wie sich die Umstellung auf die Struktur und Interpretation von spezifischen Gliederungs- und Beziehungskennzahlen in der Bilanzanalyse auswirkt.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer unternehmensspezifischen Analyse, da pauschale Aussagen aufgrund der hohen Varianz der Umstellungseffekte oft nicht haltbar sind.
HGB, IFRS, Bilanzierung, Rechnungslegung, Bilanzanalyse, Kennzahlen, Vermögenswerte, Eigenkapital, Rückstellungen, Leasing, Entwicklungskosten, Unternehmensbewertung, Rating, Internationalisierung, Bilanzpolitik
Die Masterthesis behandelt die Auswirkungen einer Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS auf die Bilanzkennzahlen einer Unternehmung.
Zu den zentralen Themen gehören die konzeptionellen Unterschiede zwischen HGB und IFRS, die Bilanzpolitik im Umstellungsprozess sowie die konkreten Auswirkungen auf Bilanzpositionen wie Sachanlagen, Vorräte, Rückstellungen und Leasing.
Ziel ist es, mögliche Abweichungen bei einer Umstellung zu identifizieren und zu klären, welchen Einfluss diese auf wichtige Unternehmenskennzahlen haben.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung sowie empirische Studien und Fallbeispiele (u.a. VW AG, BMW AG, Muster GmbH), um die komplexen Wirkungen der Umstellung quantitativ und qualitativ zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen auf das Vermögen, Schulden und Eigenkapital sowie das Jahresergebnis und den Cashflow, ergänzt durch Fallbeispiele.
Die zentralen Schlagworte sind Bilanzanalyse, IFRS, HGB, Kennzahlen, Bilanzpolitik, Unternehmensbewertung und Rechnungslegung.
Bei der Muster GmbH führt die Umstellung zu einem Anstieg von Anlage- und Umlaufvermögen sowie des Eigenkapitals, wobei Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote zunehmen.
Großkonzerne wie VW und BMW nutzen die Umstellung unter anderem zur Aktivierung von Entwicklungskosten und zur Neubewertung von Vermögensgegenständen, was zu signifikanten Strukturveränderungen in der Bilanz führt.
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