Bachelorarbeit, 2019
85 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Ursachen der Krise
2.1 expansive Geld- und Kreditpolitik
2.2 expansive Fiskalpolitik
2.3 Zahlungsbilanz
2.3.1 Leistungsbilanz
2.3.2 Kapitalbilanz
2.3.3 Auslandsposition Kapitalbilanz und Leistungsbilanz
3 Auswirkungen der Krise
3.1 Devisenreserven
3.2 Auslandsverschuldung
3.3 Volkswirtschaftliche Sektoren Japan, Griechenland und Türkei
3.4 Banken
3.5 Unternehmen und Markt
3.6 türkische Bevölkerung
4 Stabilisierungsmaßnahmen der Krise
4.1 Unabhängigkeit der Zentralbank
4.2 Wirtschaftsprogramm zur makroökonomischen Stabilität
4.3 Internationale Bereitschaft
5 Fazit und kritische Würdigung
Die Arbeit analysiert die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Stabilisierungsmaßnahmen der türkischen Währungskrise, die durch einen drastischen Wertverlust der Lira gegenüber dem Euro und dem US-Dollar geprägt wurde. Das primäre Ziel ist es, einen zusammenhängenden Bezug zwischen den makroökonomischen Fehlentwicklungen, den Belastungen für die Realwirtschaft sowie den staatlichen Reformbemühungen herzustellen und kritisch zu hinterfragen.
3.4 Banken
Eine gewisse Zeit war das Bankengeschäft in der Türkei profitabel, weil durch zahlreiche Garantien das private Kreditwachstum belebt wurde. Allerdings hat sich die Lage wegen des Verfalls der Lira geändert. Die ersten türkischen Unternehmen können ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr begleichen und mussten Kredite durch bestimmte Maßnahmen neugestalten. Folglich kann es zudem bis hin zu Kreditausfällen kommen.
Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen aufzeigen, dass bei solchen Krisen insbesondere die Banken leiden müssen. Das ist dadurch sichtbar, dass der türkische Aktienindex (ISE100) und speziell der (Groß-) Bankenindex hinreichend an Wert verloren haben. Der Handel mit einigen Bankaktien wurde vorübergehend sogar vollständig gestoppt. Zusätzlich ist die Rendite türkischer Staatsanleihen in die Höhe gegangen und hat Werte, je nach ihrer Dauer, zwischen 21 % und 26 % erlangt, die dabei eine folgenschwere Risikoprämie (Ausfallsrisiko) aufweist. Darüber hinaus zeigt sich, dass die Renditen für kurze Laufzeiten (2 Jahre) überwiegend größer sind als welche deren Laufzeiten (10 Jahre) betragen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Wertverlusts der Lira ein und erläutert die Struktur der Arbeit, welche sich den Ursachen, Auswirkungen und Stabilisierungsmaßnahmen der Krise widmet.
2 Ursachen der Krise: Dieses Kapitel analysiert die expansiven geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen, die Zahlungsbilanzproblematik sowie die Rolle der Zentralbank und der Schattenwirtschaft bei der Entstehung der Krise.
3 Auswirkungen der Krise: Hier werden die Folgen des Lira-Verfalls detailliert untersucht, insbesondere die Belastung der Devisenreserven, die Auslandsverschuldung, die Auswirkungen auf Banken und Unternehmen sowie die sozioökonomischen Folgen für die Bevölkerung.
4 Stabilisierungsmaßnahmen der Krise: Dieses Kapitel bewertet die staatlichen Bemühungen, durch fiskalpolitische Disziplin, eine unabhängige Zentralbank und gezielte Wirtschaftsprogramme die Stabilität wiederherzustellen.
5 Fazit und kritische Würdigung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet kritisch, ob die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um die strukturellen Probleme der türkischen Wirtschaft zu lösen.
Währungskrise, Türkei, Türkische Lira, Inflation, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Leistungsbilanzdefizit, Auslandsverschuldung, Zentralbank, Wirtschaftsreformen, Unternehmensinsolvenzen, Konsumentenvertrauen, Kapitalbilanz, Schattenwirtschaft, Wirtschaftswachstum.
Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Instabilität der Türkei, ausgelöst durch den starken Wertverlust der Lira, und analysiert die Hintergründe sowie die Folgen dieser Entwicklung.
Zentrale Felder sind die Geld- und Fiskalpolitik, die Auslandsverschuldung, die Situation des Bankensektors sowie die Auswirkungen auf die türkische Bevölkerung und die ergriffenen Stabilisierungsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, einen logischen Zusammenhang zwischen den Ursachen, den realwirtschaftlichen Auswirkungen und den politisch-ökonomischen Stabilisierungsversuchen herzustellen und kritisch zu bewerten.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf volkswirtschaftlichen Theorien sowie einer intensiven Auswertung von Daten, Statistiken und aktuellen Quellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der krisenauslösenden Faktoren, der ökonomischen Konsequenzen für Sektoren wie Banken und Unternehmen sowie der Evaluierung von Gegenmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Währungskrise, Leistungsbilanzdefizit, Inflationsrate, Auslandsverschuldung und fiskalische Stabilität.
Laut der Arbeit ist die Glaubwürdigkeit der Zentralbank essenziell, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und die Inflation effektiv zu bekämpfen.
Die Arbeit identifiziert Schattenhaushalte als kritische Faktoren, da sie außerhalb des fiskalischen Überwachungssystems liegen und unvorhersehbare Risiken in Form von Kreditgarantien bergen.
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