Masterarbeit, 2013
83 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Das Cartesianische Erbe
3. Materialismus und Substanzmetapher
a) Allgemein
b) Behaviorismus
c) Theorien der Identität
d) Funktionalismus
e) Fazit
4. Die Substanzmetapher in der Pädagogische Psychologie
a) Allgemein
b) Pädagogik und Behaviorismus
c) Pädagogik und Kognitive Psychologie
d) Was ist Wissen?
e) Was ist Transfer?
5. Die Substanzmetapher in der Kognitiven Neurowissenschaft
a) Allgemein
b) Empirische Untersuchung
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der sogenannten "Substanzmetapher" als materialistische Grundlage auf die psychologischen Theorien und deren Anwendung in der Pädagogischen Psychologie. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die Reduktion mentaler Prozesse auf materielle Zustände oder Computer-Metaphern wissenschaftlich haltbar und für die pädagogische Praxis förderlich ist.
Die Substanzmetapher in der Pädagogische Psychologie
Bei der Pädagogischen Psychologie handelt es sich um ein interdisziplinäres Geflecht aus Psychologie und Pädagogik. In einem aktuellen Standardwerk der Pädagogischen Psychologie wird Pädagogik als Wissenschaft von der Bildung und Erziehung des Menschen definiert. Die Psychologie wird hingegen als Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen beschrieben.71 Da es sich bei der Pädagogik um die Wissenschaft der Erziehung handelt, erforscht die Pädagogische Psychologie die psychologischen Aspekte von Erziehungsprozessen. "Erziehung umfasst alle Handlungen, durch die Menschen versuchen, das Gefüge der psychischen Dispositionen anderer Menschen in irgendeiner Weise dauerhaft zu verbessern oder seine als wertvoll erachteten Komponenten zu erhalten oder die Entstehung von Dispositionen, die als schlecht bewertet werden, zu verhüten."72 Seit ihrem Bestehen ist die Pädagogische Psychologie Gegenstand kontroverser Diskussionen, die sich vor allem auf ihren Status als eigenständige Wissenschaft, auf das ihr eigene Verhältnis von Theorie und Praxis, sowie ihren tatsächlichen Nutzen für die Vorgänge im Erziehungswesen, beziehen.
1. Einleitung: Einführung in die Kognitionswissenschaften und die Problematik der philosophischen Fundierung der Psychologie durch das Phänomen der Substanzmetapher.
2. Das Cartesianische Erbe: Analyse der Ursprünge des Leib-Seele-Dualismus bei René Descartes und die daraus resultierenden ontologischen sowie epistemologischen Schwierigkeiten.
3. Materialismus und Substanzmetapher: Darstellung verschiedener materialistischer Ansätze wie Behaviorismus, Identitätstheorie und Funktionalismus, die versuchen, das Leib-Seele-Problem zu lösen.
4. Die Substanzmetapher in der Pädagogische Psychologie: Untersuchung, wie behavioristische und kognitivistische Theorien die Konzepte von Bildung, Wissen und Transfer in der Pädagogik beeinflussen.
5. Die Substanzmetapher in der Kognitiven Neurowissenschaft: Kritische Betrachtung der Lokalisationsbestrebungen kognitiver Funktionen im Gehirn und Präsentation einer empirischen Untersuchung zur Bewertung kognitionspsychologischer Erklärungen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Substanzmetapher als theoretisch unzureichende Grundlage und Plädoyer für eine differenziertere Betrachtung des menschlichen Geistes in der Pädagogik.
Substanzmetapher, Pädagogische Psychologie, Leib-Seele-Dualismus, Materialismus, Behaviorismus, Funktionalismus, Kognitionswissenschaft, Computer-Metaphorik, Wissen, Transfer, Kognitive Neurowissenschaft, Introspektion, Mentale Prozesse, Wissensrepräsentation, Pädagogische Praxis.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie das Bestreben, den menschlichen Geist materialistisch als "Substanz" oder als informationsverarbeitendes System zu begreifen, die moderne Psychologie und speziell die Pädagogische Psychologie prägt.
Die zentralen Felder sind die Philosophie des Geistes, der Behaviorismus, der Funktionalismus, die Kognitionswissenschaft sowie die Anwendung dieser Paradigmen im Bildungs- und Erziehungswesen.
Das Ziel ist es, den Einfluss philosophischer Konzepte (insbesondere der Substanzmetapher) auf die wissenschaftliche Psychologie historisch nachzuweisen und deren problematische Konsequenzen für das Erziehungs- und Bildungswesen zu identifizieren.
Neben einer hermeneutisch-philosophischen Analyse der Theorien des Geistes führt der Autor eine eigene empirische Untersuchung durch, um zu prüfen, wie neurowissenschaftliche Stimuli die Bewertung kognitionspsychologischer Erklärungen bei Laien beeinflussen.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung vom cartesianischen Dualismus über den Behaviorismus bis hin zum Funktionalismus und der Kognitiven Neurowissenschaft, stets im Kontext der Suche nach der Substanzmetapher.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Substanzmetapher, Pädagogische Psychologie, Materialismus, Computer-Metaphorik sowie Wissen und Transfer charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass Probanden kognitionspsychologische Erklärungen als präziser und wissenschaftlicher bewerten, wenn diese mit bildlichen Darstellungen von Hirnregionen angereichert sind, selbst wenn die Erklärungen inhaltliche Mängel aufweisen.
Der Autor warnt eindringlich davor, den Menschen als "Informationsverarbeiter" oder "Computer" zu sehen, da dies eine Entmenschlichung darstellt und wesentliche Aspekte wie die semantische Komponente mentaler Prozesse ausklammert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

