Masterarbeit, 2018
115 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG - HERLEITUNG DER AUFGABENSTELLUNG
2 HINTERGRUND – KLÄRUNG UND ERLÄUTERUNG RELEVANTER BEGRIFFE SOWIE DEREN ZUSAMMENHANG
2.1 GESUNDHEIT
2.1.1 PATHOGENESE - SALUTOGENESE
2.1.2 RESILIENZ
2.2 GESUNDHEITSFÖRDERUNG
2.3 BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG
2.3.1 BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG
2.3.2 VORAUSSETZUNG - UMSETZUNG - ERFOLG VON BGF
2.4 KULTURORCHESTER
2.4.1 RECHTSFORMEN
2.4.2 ORGANIGRAMM
2.4.3 HERAUSFORDERUNGEN AM ARBEITSPLATZ DES BERUFSMUSIKERS
2.5 BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM KULTURORCHESTER
2.5.1 ZAHLEN UND FAKTEN
2.5.2 MAßNAHMEN
3 SITUATIONSANALYSE
3.1 DATENERHEBUNG
3.2 METHODIK
3.3 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG
3.3.1 ANALYSE DER ERGEBNISSE ALLGEMEIN
3.3.2 ANALYSE DER ERGEBNISSE BEZÜGLICH BGF
3.3.3 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
3.4 BEST-PRACTICE
4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN MIT HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die aktuelle Situation der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) für Berufsmusiker in deutschen Kulturorchestern. Ziel ist es, auf Basis einer qualitativen Befragung von Experten Handlungsbedarfe und Einflussfaktoren zu identifizieren, um durch fundierte Handlungsempfehlungen die Umsetzung präventiver Gesundheitsmaßnahmen in diesen Kulturbetrieben nachhaltig zu unterstützen.
2.4.3 Herausforderungen am Arbeitsplatz des Berufsmusikers
Die Orchestermusiker der deutschen Kulturorchester arbeiten auf Konzertbühnen sowie in Orchestergräben, je nach Reisetätigkeit des Orchesters rund um die ganze Welt. Charakteristisch für den Arbeitsort sind räumliche Enge, ungünstige Luft- bzw. Temperaturverhältnisse, ungünstige Lichtverhältnisse, hoher Geräuschpegel, überwiegend nonverbale Verständigung und ein hohes Maß an zwischenmenschlicher Nähe. Unter diesen Umständen werden hohe Konzentration und Präzision bei der Arbeit gefordert (Pangert & Loock, 2004; Hesse, 2000).
Zudem kennzeichnet das Spielen eines Musikinstrumentes im Orchester hohe Perfektion, Emotionalität, körperliche Anstrengung, hohe mentale Anspannung, wenig Privatsphäre, ein hohes Maß an Öffentlichkeitspräsenz und ausgeprägte Teamarbeit - das alles zu besonderen Arbeitszeiten. Ein Orchestermusiker ist ein speziell ausgebildeter, hochsensibler Individualist, der sich im Berufsleben innerhalb strenger Hierarchien in die komplexen Arbeitsabläufe eines homogen agierenden Teams einfügen muss (Gansch, 2006, S. 17, 21 ff., 58 f.; Brezinka, 2005, S. 20 ff.). Dies stellt im Gesamten hohe Anforderungen an Physis und Psyche des Musikers dar. Solange ein ausgewogenes Grundwohlsein durch einen guten Gesundheitszustand, gutes Training, Motivation und Arbeitszufriedenheit besteht, wird der Orchestermusiker leidenschaftlich und inspiriert seinen Beruf ausführen können (Pangert & Loock, 2004, S. 5; Gansch, 2006, S. 74). Besteht jedoch ein Ungleichgewicht zwischen oben genannten Faktoren ist die Gefahr groß, dass das Arbeiten zu einer enormen Belastung bzw. Überforderung wird und somit berufsbedingte Erkrankungen entstehen können (Hesse, 2000).
1 EINLEITUNG - HERLEITUNG DER AUFGABENSTELLUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung durch die gesundheitliche Belastungssituation von Musikern und definiert das Ziel, den Stand der betrieblichen Gesundheitsförderung in Orchestern zu analysieren.
2 HINTERGRUND – KLÄRUNG UND ERLÄUTERUNG RELEVANTER BEGRIFFE SOWIE DEREN ZUSAMMENHANG: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Gesundheit, Gesundheitsförderung und deren spezifischer Anwendung in der betrieblichen Arbeitswelt sowie im Kontext der Kulturorchester.
3 SITUATIONSANALYSE: Der Hauptteil dokumentiert die empirische Datenerhebung mittels Experteninterviews und wertet die aktuelle Praxis sowie Barrieren für BGF in deutschen Kulturorchestern detailliert aus.
4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN MIT HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Das Fazit führt Theorie und Praxis zusammen und leitet daraus konkrete Empfehlungen ab, um die gesundheitliche Situation der Musiker durch betriebliche Maßnahmen langfristig zu verbessern.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Orchestermusiker, Kulturorchester, Musikermedizin, Arbeitsplatzbelastung, Prävention, Salutogenese, Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation, Unternehmenskultur, Experteninterviews, Qualitative Inhaltsanalyse, Gesundheitsförderung, Stressbewältigung, Arbeitszufriedenheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und Optimierung der betrieblichen Gesundheitsförderung für Berufsmusiker innerhalb der deutschen Kulturorchesterlandschaft.
Die zentralen Felder sind die physische und psychische Arbeitsbelastung von Orchestermusikern, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Strategien zur Implementierung gesundheitsförderlicher Maßnahmen.
Ziel ist es, den Status quo der BGF in deutschen Orchestern zu ermitteln und konkrete Empfehlungen für eine bedarfsorientierte Gesundheitsförderung zu formulieren.
Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz und führte leitfadengestützte Experteninterviews mit Vertretern aus 75 deutschen Kulturorchestern durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine empirische Situationsanalyse, die den Ist-Zustand, Hürden und Erfolgsfaktoren für Gesundheitsinitiativen in Orchestern beleuchtet.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Betriebliche Gesundheitsförderung, Orchester, Musikergesundheit und Arbeitsplatzbelastung definieren.
Die Arbeit zeigt, dass Musiker aufgrund hoher physischer Belastungen, Lärmexposition und komplexer, hierarchischer Arbeitsbedingungen einem überdurchschnittlich hohen Risiko für berufsbedingte Erkrankungen unterliegen.
Die Analyse verdeutlicht, dass BGF in Orchestern ohne das klare Commitment und die finanzielle sowie organisatorische Unterstützung der Geschäftsführung kaum langfristig erfolgreich umsetzbar ist.
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