Masterarbeit, 2018
108 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Produktivitätsproblem in der Baubranche
1.2 Steigerung der Produktivität mit BIM
2 Hintergrundinformationen zu BIM
2.1 Was ist BIM?
2.2 Einführung in BIM Levels
2.3 Einführung in LoD
3 Stand der BIM-Implementierung DE/UK
3.1 Stufenplan Digitales Planen und Bauen
3.1.1 Stufenweise Einführung und Pilotprojekte
3.1.2 BIM Referenzprozess
3.1.3 Potentiale von BIM
3.1.4 BIM Mindestanforderungen
3.1.5 Weiterentwicklung von Normen und Ausblick
3.1.6 Missverständnisse des Stufenplans
3.2 Britisches BIM Level 2
3.2.1 Hauptnormen in UK
3.2.2 Weitere Normen
3.2.3 Standardisierungen
3.2.4 RIBA Plan of Work
3.2.5 Ausblick UK und BIM
4 BIM-gerechte Weiterentwicklung der HOAI Leistungsphasen
4.1 Einführung in die HOAI 2013
4.2 Preisdumping und Kultur der Mindestsatzunterschreitung
4.3 Methodenneutralität der HOAI
4.3.1 Produktneutralität
4.4 Mehraufwand durch BIM?
4.4.1 Deutsches LOD
4.5 BIM-Anforderungen in den HOAI-Leistungsphasen
4.5.1 Vergleich der RIBA PoW und der HOAI
4.5.2 Bedarfsplanung/Phase 0/Leistungsphase 0
4.6 Entwurf
4.6.1 Leistungsphase 1 Grundlagenermittlung
4.6.2 Leistungsphase 2 Vorplanung (Projekt- und Planungsvorbereitung)
4.6.3 Leistungsphase 3 Entwurfsplanung (System- und Integrationsplanung)
4.7 Genehmigungsphase/Probleme der Genehmigung mit BIM
4.7.1 Leistungsphase 4 Genehmigungsphase
4.8 Werk- & Ausführungsplanung
4.8.1 Leistungsphase 5 Ausführungsplanung
4.9 Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung
4.9.1 Britisches Vergabesystem
4.9.2 Rechtliche Umsetzung der Vergaben nach dem BIM-Referenzprozess
4.9.3 Leistungsphase 6 Vorbereitung der Vergabe
4.9.4 Leistungsphase 7 Mitwirkung bei der Vergabe
4.10 Bauleitung
4.10.1 Leistungsphase 8 Objektüberwachung
4.10.2 Übergabe des Projekts
4.11 Facility Management/Instandhaltung
4.11.1 Leistungsphase 9 Objektbetreuung
4.12 Nachsatz zur Anpassung der Vergütungssätze
5 Zusammenfassung
5.1 Erkenntnisse und Verbesserungen (aus der PAS 1192)
5.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der BIM-Methodik auf die HOAI-Leistungsphasen zu analysieren. Dabei wird untersucht, inwieweit die bestehende Honorarordnung für Architekten und Ingenieure an die Anforderungen des digitalen Planens und Bauens angepasst werden muss, um Produktivitätssteigerungen und Effizienzgewinne im Bauprozess zu realisieren, wobei britische Standards als Referenz dienen.
1.1 Produktivitätsproblem in der Baubranche
Volkswirtschaftlich gesehen ist die Produktivität ein wichtiger Indikator für langfristiges Wirtschaftswachstum einer Nation und ihrer Industrien. Produktivitätswachstum wird aus volkswirtschaftlicher Sicht von drei Faktoren beeinflusst: Sachkapital, Humankapital und technologischem Fortschritt. Die makroökonomische Produktionsfunktion zeigt die Beziehung zwischen Faktoreneinsatz und Output. Ziel ist es Ressourcen möglichst effizient zu nutzen, d.h. nur durch eine geringe Erhöhung des Inputs soll der Output maßgeblich erhöht werden. Mit Blick auf die Bauindustrie bedeutet das, dass höhere Produktivität durch einen höheren Einsatz von Sachkapital, z.B. mehr Maschinen, durch eine bessere Ausbildung der Arbeiter, um deren Arbeitsweise zu verbessern, oder durch einen höheren Einsatz von Technologien erreicht werden kann.
Eine volkswirtschaftliche Kennzahl, welche die Produktivität anhand des technologischen Fortschritts misst, ist die „totale Faktorproduktivität“ (TFP). Dieser ist der Restwert des Wachstums des BIP, welcher nicht von den Faktoren Arbeit oder Kapital kommt. Von der totalen Faktorproduktivität, die in den OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development)-Ländern ca. zwei Drittel des Wirtschaftswachstums ausmacht, kann behauptet werden, dass sie die ökonomischen Effekte von technologischem Fortschritt abbildet. Als Schlussfolgerung ergibt sich, dass ein höherer Einsatz von Technologien in der Bauindustrie deren Produktivität erhöhen würde. Dies wäre erstrebenswert, denn die weltweite Baubranche hat ein Produktivitätsproblem. Dies belegen mehrere Studien unteranderem von der US-Amerikanischen Unternehmensberatung McKinsey & Company und von der HypoVereinsbank in Zusammenarbeit mit Roland Berger.
1 Einleitung: Beschreibt das Produktivitätsproblem der Baubranche im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren und motiviert die Notwendigkeit der Digitalisierung durch BIM.
2 Hintergrundinformationen zu BIM: Erläutert die Grundlagen von BIM, die verschiedenen BIM-Levels sowie die Bedeutung von Level of Development (LoD) für den Informationsgrad.
3 Stand der BIM-Implementierung DE/UK: Analysiert den deutschen Stufenplan des BMVI und vergleicht diesen mit dem britischen BIM Level 2, einschließlich der relevanten Normen und Standards.
4 BIM-gerechte Weiterentwicklung der HOAI Leistungsphasen: Untersucht die Anwendbarkeit der HOAI 2013 auf BIM-Projekte und macht konkrete Vorschläge zur Anpassung der Leistungen und Vergütungssätze.
5 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Vereinbarkeit von HOAI und BIM sowie den weiteren Forschungsbedarf.
BIM, HOAI, Baubranche, Produktivität, Stufenplan, BIM Level 2, PAS 1192, Leistungsphasen, Honorarordnung, CDE, digitale Planung, BIM-Management, Bauprozess, Facility Management, AIA.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der notwendigen Anpassung der deutschen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) an die Anforderungen der BIM-Methodik, um die Produktivität im Bausektor zu steigern.
Zentrale Themen sind der Vergleich der deutschen und britischen BIM-Strategien, die Analyse von Planungs- und Bauprozessen sowie die rechtliche Einordnung und Vergütung von BIM-Leistungen nach HOAI.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Lösungsansätzen für eine BIM-gerechte Honorarordnung, um den Mehraufwand und die Effizienzgewinne durch digitale Planungsmethoden fair und rechtssicher abzubilden.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, den Vergleich internationaler Standards (insbesondere PAS 1192) mit den deutschen Regelungen und leitet daraus Empfehlungen für die Anpassung von Leistungsbildern ab.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der BIM-Grundlagen, den Vergleich der Implementierung in Deutschland und UK sowie die detaillierte Untersuchung der HOAI-Leistungsphasen hinsichtlich BIM-Anforderungen.
Neben BIM und HOAI sind Begriffe wie Produktivität, Leistungsphasen, Stufenplan, Datenumgebung (CDE) und Vergütungsanpassung prägend.
Die Arbeit begreift BIM nicht nur als 3D-Modellierung, sondern als kollaborative Arbeitsmethode, die den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks umfasst und auf einem transparenten Datenaustausch basiert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die HOAI methodenneutral genug ist, um BIM-Projekte abzubilden, jedoch Anpassungen bei den Vergütungssätzen der Leistungsphasen sinnvoll sind, um den verlagerten Planungsaufwand (Frontloading) korrekt abzubilden.
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