Bachelorarbeit, 2018
65 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Forschungsüberblick
3. Situation der Frauen in Ost- und Westdeutschland
3.1 Überblick über die Situation nach der Teilung Deutschlands
3.2 Frauen in der DDR
3.2.1 Frauen im Bereich der Politik
3.2.2 Staatliche Unterstützung der Frau
3.2.3 Frauen in der Arbeit
3.2.4 Frauen in der Bildung
3.2.5 Die doppelte Rolle der Frau
3.3 Frauen in der BRD bis 1989
3.3.1 Erwerbstätigkeit der Frau
3.3.2 Frauen und politische Regelungen
3.3.3 Die Rolle der Frau
3.4 Zusammenfassung und Fazit
4. Sprache in Ost- und Westdeutschland
4.1 Merkmale der Sprache in der DDR
4.2 Merkmale der Sprache in der BRD
4.3 Zusammenfassung und Fazit
5. Untersuchung: Darstellung der Frau
5.1 Konzepte der Frau
5.1.1 Konzepte in Tabelle: Anredeformen
5.1.2 Konzepte in Tabelle: Arbeit und Bildung
5.1.3 Konzepte in Tabelle: Beschreibungen
5.1.4 Konzepte in Tabelle: Bezeichnungen
5.1.5 Konzepte in Tabelle: Haushalt und Familie
5.1.6 Konzepte in Tabelle: Nationalitäten
5.1.7 Konzepte in Tabelle: Politik
5.1.8 Konzepte in Tabelle: Religion
5.1.9 Konzepte in Tabelle: Bezeichnungen für Stärke
5.1.10 Konzepte in Tabelle: Tätigkeiten
5.2 Gesamtauswertung
6. Schluss
Diese Bachelorarbeit untersucht die sprachliche Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland (DDR und BRD) unter Verwendung von Wörterbuchvergleichen der Dudenausgaben. Das primäre Ziel ist es, sprachliche Unterschiede in der Konstruktion der Frauenrolle zwischen den beiden politischen Systemen zu identifizieren und zu prüfen, ob die in der DDR propagierte unabhängigere Frauenrolle tatsächlich eine Spiegelung in der Sprache gefunden hat.
1.Einleitung
„Gesellschaftliche Veränderungen spiegeln sich in der Sprache wider.“
Die zwei unterschiedlichen politischen Systeme der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik teilten 40 Jahre lang Deutschland. Dies lässt die Frage entstehen, inwieweit die Trennung eine Entwicklung der deutschen Sprache beeinflusst hat. Der sprachliche Bereich rund um die Frau erscheint dabei besonders ergiebig, da sich Sprachforscher bisher noch nicht mit einem Sprachvergleich bezüglich der Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland befasst haben und die Frau in den beiden ideologischen Systemen unterschiedliche Funktionen und Rollen einnahm, was in dieser Arbeit unter anderem aufgezeigt werden soll. Auf Seiten der BRD stand das Bild der Hausfrau und Mutter und in der DDR das Bild der Arbeiterin und Mutter. Interessant ist somit der Aspekt, ob sich das fortschrittliche Bild der DDR-Frau auch sprachlich zeigte.
1.Einleitung: Einführung in die Thematik der sprachlichen Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland und Darlegung der Forschungsfrage.
2.Forschungsüberblick: Überblick über bisherige wissenschaftliche Arbeiten und Literatur im Bereich der DDR- und BRD-Sprachforschung.
3. Situation der Frauen in Ost- und Westdeutschland: Analyse der sozialen und politischen Strukturen sowie der Rollenbilder von Frauen in beiden deutschen Staaten.
4. Sprache in Ost- und Westdeutschland: Untersuchung der linguistischen Unterschiede und der Auswirkungen von Ideologie auf die Sprachgestaltung in der DDR und BRD.
5. Untersuchung: Darstellung der Frau: Praktischer Teil der Arbeit, in dem die Frau anhand eines tabellarischen Wörterbuchvergleichs auf verschiedene Konzepte hin untersucht wird.
6. Schluss: Reflexion der Ergebnisse und Zusammenfassung der Erkenntnisse im Hinblick auf die untersuchten Rollenbilder.
DDR, BRD, Duden, Frauenrolle, Sprachvergleich, Linguistik, Hausfrau, Arbeiterin, Emanzipation, Sprachlenkung, Wortschatzanalyse, Geschlechterrolle, Sozialismus, Frauenbild, Frauenförderung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Rolle der Frau im geteilten Deutschland sprachlich in Wörterbüchern der DDR und BRD konstruiert wurde.
Zentrale Themen sind die soziale Stellung der Frau, Unterschiede in der Erwerbstätigkeit, die gesellschaftliche Wahrnehmung als Mutter oder Arbeiterin und deren sprachliche Abbildung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich die ideologischen Unterschiede zwischen der DDR und BRD in Bezug auf die Frauenrolle in den jeweiligen Wörterbüchern manifestiert haben.
Es wird eine systematische Analyse und ein direkter Vergleich von zwei Duden-Ausgaben (Mannheimer Ausgabe 1980 und Leipziger Ausgabe 1985) vorgenommen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Kontext über die Frauensituation, eine linguistische Untersuchung der Sprache und einen tabellarischen Vergleich von Begriffen, die sich auf das weibliche Geschlecht beziehen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachlenkung, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Rollenbilder und soziolinguistische Entwicklung geprägt.
Das Fazit stellt fest, dass die DDR-Duden die Frau in ihrer Rolle sprachlich neutraler darstellen als die BRD-Duden, wenngleich die DDR häufiger die maskuline Form für beide Geschlechter verwendet.
Der BRD-Duden zeigt eine ausgeprägtere Tendenz zur negativen oder spöttischen Darstellung der Frau und stellt sie häufiger in der klassischen Rolle der Hausfrau oder in untergeordneten Arbeitsverhältnissen dar.
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