Diplomarbeit, 2005
92 Seiten, Note: sehr gut
Die Diplomarbeit untersucht die Interaktion zwischen Steuern und Unternehmenswert unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen von Wachstum auf die Bewertung. Ziel ist es, die Implikationen der Steuerpolitik für die Unternehmensbewertung aufzuzeigen und die Grenzen gängiger Bewertungsmethoden zu beleuchten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik der Unternehmensbewertung und beleuchtet verschiedene Bewertungsverfahren, insbesondere das Ertragswertverfahren und das Discounted Cashflow-Verfahren. Im Fokus steht dabei die Bruttoertragswertformel, die sowohl mit der Risikozuschlagsmethode als auch mit der Sicherheitsäquivalenzmethode hergeleitet wird. Die Auswirkungen von Wachstum und Risiko auf den Unternehmenswert werden analysiert, wobei auch das CAPM als Alternative zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten betrachtet wird.
Kapitel 4 widmet sich dem IDW Standard (IDW S 1) und seiner Nettoertragswertformel. Die Modellannahmen und die Kritikpunkte der Formel werden erläutert, und es wird auf die Interaktion zwischen Ertragssteuern und dem CAPM eingegangen.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit den Grenzen der Nettoertragswertformel, insbesondere mit dem Steuerparadoxon. Die Ursachen und die Auswirkungen des Steuerparadoxons werden untersucht, und verschiedene Ansätze zur Einkommenssteuerneutralität werden diskutiert.
Kapitel 6 präsentiert alternative Bewertungsmodelle von Günther und Schwetzler, die versuchen, die Kritikpunkte der Nettoertragswertformel zu adressieren.
Schlussendlich werden in Kapitel 7 die neuen Grundsätze zur Unternehmensbewertung im IDW ES 1 n. F. vorgestellt.
Die Diplomarbeit befasst sich mit zentralen Themen der Unternehmensbewertung, insbesondere mit den Auswirkungen von Steuern und Wachstum auf den Unternehmenswert. Es werden verschiedene Bewertungsmethoden, wie das Ertragswertverfahren, das Discounted Cashflow-Verfahren und das CAPM, sowie das Steuerparadoxon und die Einkommenssteuerneutralität im Zusammenhang mit der Unternehmensbewertung analysiert.
Das Steuerparadoxon beschreibt Situationen, in denen eine Erhöhung der Steuersätze paradoxerweise zu einem höheren Unternehmenswert führen kann, oft bedingt durch steuerliche Privilegierung oder Abzinsungseffekte.
Wachstum ist ein zentraler Einflussfaktor. Die Arbeit untersucht dabei auch das "Wachstumsparadoxon", bei dem steigende Wachstumsraten unter bestimmten Bedingungen den Wert nicht linear steigern.
Beide sind Gesamtbewertungsverfahren. Während das Ertragswertverfahren auf zukünftigen Gewinnen basiert, fokussiert das DCF-Verfahren auf die Diskontierung erwarteter Cashflows.
Der Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer gibt Richtlinien für die Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte vor, einschließlich Annahmen zur Vollausschüttung und zu persönlichen Ertragssteuern.
Risiko wird entweder durch einen Risikozuschlag im Diskontierungszinssatz (Risikozuschlagsmethode) oder durch die Bildung von Sicherheitsäquivalenten bei den Rückflüssen berücksichtigt.
Die Neufassung führt unter anderem ein Tax-CAPM ein, differenziert die Besteuerung der Alternativanlage stärker und lässt die strikte Vollausschüttungshypothese entfallen.
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