Examensarbeit, 2005
119 Seiten, Note: Sehr gut
Formale Hinweise zum Sprachgebrauch
1. Einleitung
2. Vorgehensweise bei der Schulbuchanalyse
3. Arten und Funktionen des Schulbuchs
4. Der Untersuchungsgegenstand
5. Die Stellung der Geographie in den Schulsystemen der USA und Deutschlands
5.1. USA (mit Schwerpunkt High School)
5.1.1. Das Schulsystem
5.1.2. Die Stellung des Geographieunterrichts
5.1.3. Das Geographie-Schulbuch
5.2. Deutschland (mit Schwerpunkt Bayerische Realschule)
5.2.1. Das Schulsystem
5.2.2. Die Stellung des Geographieunterrichts
5.2.3. Das Geographie-Schulbuch
6. Analyse der Lehrwerke nach formalen, lernpsychologischen und methodisch-inhaltlichen Kategorien
6.1. World Geography
6.1.1. Formale Kennzeichen
6.1.1.1. Design
6.1.1.2. Strukturierung
6.1.2. Lernpsychologische Systematisierung
6.1.2.1. Außertextliche Komponenten
6.1.2.2. Frage- und Aufgabenstellung
6.1.2.3. Instrumentale Fertigkeiten
6.1.3. Inhaltlicher Aufbau
6.1.3.1. Das Verhältnis der Allgemeinen und Regionalen Geographie
6.1.3.2. Behandelter Stoffumfang und „Erwähnungsgeographie“
6.2. Unsere Erde 6, Unsere Erde 8
6.2.1. Formale Kennzeichen
6.2.1.1. Design
6.2.1.2. Strukturierung
6.2.2. Lernpsychologische Systematisierung
6.2.2.1. Frage- und Aufgabenstellung
6.2.2.2. Instrumentale Fertigkeiten
6.2.3. Inhaltlicher Aufbau
6.2.3.1. Der Regional/global-thematische Ansatz
6.2.3.2. Konzeption des Schulbuches
7. Die Darstellung Europas
7.1. World Geography
7.1.1. Inhaltliche Darstellung Europas
7.1.1.1. Abgrenzungen
7.1.1.2. Physisch-geographische Darstellung
7.1.1.3. Humangeographische Darstellung
7.1.2. Die Akzentuierung relevanter Themen für das vermittelte Europabild
7.1.2.1. Wirtschaft
7.1.2.2. Politik und Staat
7.1.2.3. Umwelt
7.1.2.4. Europäische Union
7.1.2.5. Kulturmerkmale
7.1.2.6. Deutschlandbild
7.2. Unsere Erde 6
7.2.1. Inhaltliche Darstellung Europas
7.2.1.1. Abgrenzungen
7.2.1.2. Natur- und Kulturraum Europa
7.2.1.3. Klima und Auswirkungen des Klimas in Europa
7.2.1.4. Tourismus in Europa
7.2.1.5. Nahrungsmittel aus Europa
7.2.1.6. Industrielle Produktion in Europa
7.2.1.7. Verkehr in Europa
7.2.2. Die Akzentuierung relevanter Themen
7.2.2.1. Europaerziehung
7.2.2.2. Umwelterziehung
8. Die Darstellung der USA
8.1. World Geography
8.1.1. Inhaltliche Darstellung
8.1.1.1. Physisch-geographische Darstellung
8.1.1.2. Humangeographische Darstellung
8.1.2. Die Akzentuierung relevanter Themen für das vermittelte Bild der USA
8.1.2.1. Wirtschaft
8.1.2.2. Umwelt
8.1.2.3. Kulturmerkmale
8.2. Unsere Erde 8
8.2.1. Inhaltliche Darstellung der USA
8.2.2. Die Akzentuierung relevanter Themen für das vermittelte Bild der USA
8.2.2.1. Wirtschaft
8.2.2.2. Kulturmerkmale
9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Ziel der Arbeit ist ein kritischer Vergleich eines US-amerikanischen Geographielehrbuches ("World Geography") mit einer deutschen Geographieschulbuchreihe ("Unsere Erde"), um zu analysieren, welche Weltbilder über die jeweils anderen Räume vermittelt werden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern didaktische Konzepte, fachliche Akzentuierungen und die Darstellung politisch-ökonomischer Zusammenhänge das Schülerbild von Europa bzw. den USA prägen.
Die Darstellung der USA
World Geography behandelt den angloamerikanischen Raum als eine Großeinheit, da er einen einheitlichen Kulturraum darstellt. Der Grund warum Mexico und Zentralamerika, die geographisch ja Teil des Nordamerikanischen Kontinents sind, hier nicht miteinbezogen werden, findet sich zwar in der allgemeingeographischen Unit des Buches, nicht jedoch bei der Darstellung der USA und Kanada. Gerade hier wäre eben diese Information für den Schüler relevant.
Das erste der beiden Unterkapitel befasst sich mit den Landformen, den Gewässersystemen und den Ressourcen. Das Buch listet die wichtigsten Gebirgszüge und Ebenen sowie deren Entstehung auf, hierauf die wichtigsten Seen und Flüsse ebenfalls mit den Ursachen ihrer Entstehung. Bezüglich der Ressourcen nennt das Buch überraschenderweise zuerst die reichen Fischvorkommen und Möglichkeiten zur industriellen Fischzucht in den großen Seen. Erst dann geht das Buch auf die Vielzahl mineralischer Rohstoffvorkommen ein und listet diese auf. Insbesondere verfügen Kanada sowie die USA über Vorkommen wichtiger Energie-Ressourcen wie Öl, Erdgas und Kohle. Weiter nennt das Buch sowohl die Holzreserven, da große Wälder beide Länder bedecken, als auch die exzellenten Bedingungen für Ackerbau in Teilen der beiden Länder.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Schulbüchern als "heimliche Lehrpläne" und führt die Forschungsfrage ein, wie durch einen Vergleich europäischer und amerikanischer Schulbücher das jeweilige Weltbild der Schüler geprägt wird.
2. Vorgehensweise bei der Schulbuchanalyse: Dieses Kapitel erläutert die gewählte qualitative Analysemethode, die neben den Inhalten auch die didaktischen Strukturen und die jeweiligen Schulsysteme einbezieht.
3. Arten und Funktionen des Schulbuchs: Hier werden die kulturellen, politischen und ökonomischen Funktionen des Schulbuchs sowie die verschiedenen Konzeptionstypen von Lern- und Arbeitsbüchern definiert.
4. Der Untersuchungsgegenstand: Die Autorin begründet die Auswahl des amerikanischen Lehrwerks "World Geography" sowie der deutschen Reihe "Unsere Erde" für die Analyse.
5. Die Stellung der Geographie in den Schulsystemen der USA und Deutschlands: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Strukturen der Schulsysteme, die Lehrerausbildung und den Stellenwert des Geographieunterrichts in beiden Ländern.
6. Analyse der Lehrwerke nach formalen, lernpsychologischen und methodisch-inhaltlichen Kategorien: Hier erfolgt der detaillierte formale und didaktische Vergleich von "World Geography" und "Unsere Erde" hinsichtlich Design, Strukturierung, Aufgabenkultur und instrumentaler Fertigkeiten.
7. Die Darstellung Europas: Dieser Abschnitt untersucht, wie das europäische Bild in den beiden untersuchten Werken konstruiert wird, mit Fokus auf Abgrenzungen, wirtschaftliche Darstellung, Politik, Umwelt und Kulturmerkmale.
8. Die Darstellung der USA: Analog zu Kapitel 7 wird hier analysiert, welches Bild von den USA im amerikanischen und deutschen Schulbuch vermittelt wird, wobei insbesondere Wirtschafts- und Kulturaspekte hervorgehoben werden.
9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Schulbücher für einen zeitgemäßen, objektiven Geographieunterricht.
Schulbuchanalyse, Geographiedidaktik, World Geography, Unsere Erde, Weltbild, USA, Europa, Kulturvergleich, Wirtschaftsgeographie, Umwelterziehung, Didaktik, Regionalgeographie, Lehrpläne, Medienkompetenz, Schülervorstellungen.
Die Arbeit untersucht kritisch, wie amerikanische und deutsche Geographieschulbücher das Weltbild von Schülern über den jeweils anderen Raum (USA bzw. Europa/Deutschland) beeinflussen.
Die Themen umfassen die formale Gestaltung, didaktische Methoden, die Vermittlung von wirtschaftlichen Zusammenhängen, die Darstellung von Umweltproblemen und die Vermittlung kultureller Identitäten.
Ziel ist es, durch einen direkten Vergleich Schwachstellen in der Darstellung des "Anderen" aufzudecken und zu analysieren, welche Werte und Vorurteile durch die Schulbuchinhalte transportiert werden.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Schulbuchanalyse, welche die Schulsysteme und didaktischen Rahmenbedingungen beider Länder mit einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Analyse der Lehrwerke ("World Geography" vs. "Unsere Erde"), deren methodische Aufbereitung und die spezifische Darstellung Europas und der USA unter Berücksichtigung von Wirtschaft, Politik, Umwelt und Kultur.
Zentrale Begriffe sind Geographiedidaktik, Schulbuchanalyse, Weltbildkonstruktion, Regionalgeographie und interkulturelle Bildung.
Sie betont, dass Schulbücher aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihres Einflusses auf die Unterrichtsgestaltung maßgeblich das Weltbild und die Wertvorstellungen der Schüler prägen, oft auch über die expliziten Lehrplanvorgaben hinaus.
Die Autorin bewertet die deutsche Schulbuchreihe "Unsere Erde" als methodisch vorbildlich, da sie den Schüler zur Eigenaktivität anregt, auch wenn sie in der inhaltlichen Objektivität noch verbessert werden könnte.
Die Darstellung der Amerikanisierung durch Fast-Food-Ketten und globalen Konsum dient als Fallbeispiel für die Vermittlung eines spezifischen, kulturell geprägten Weltbildes, das die USA als dominante Leitkultur inszeniert.
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