Examensarbeit, 2005
87 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Phänomen des Djihad zu analysieren und seine Bedeutung im Kontext des modernen Islamismus zu beleuchten. Dabei wird untersucht, ob der Djihad als eine eigenständige Ideologie verstanden werden kann und ob er bereits die Stufe von der Theorie zur Praxis überschritten hat. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern der Djihad im Koran gerechtfertigt werden kann und welche Rolle die Interpretation von Koransuren dabei spielt.
Die Einleitung stellt das Thema „Djihad“ vor und beleuchtet dessen Aktualität im Kontext des modernen Terrorismus. Im zweiten Kapitel wird der Islam als Religionsgemeinschaft vorgestellt, wobei der Fokus auf den Koran, die Sunna und die Scharía gelegt wird. Kapitel drei untersucht den Ursprung und die Definition des Djihad, wobei der Koran als Grundlage herangezogen wird. Des Weiteren werden der historische Kontext sowie die Rolle des Martyriums im Djihad beleuchtet. Kapitel vier befasst sich mit der Frage, inwieweit der Djihad interpretierbar ist und welche unterschiedlichen Deutungen es im Laufe der Geschichte gab. Kapitel fünf zeichnet die Wirkungsgeschichte des Djihad nach, beginnend mit dem Mittelalter und dem Osmanischen Reich bis hin zur Neuzeit. Dabei wird der Fokus auf die Entwicklung des Djihad im Kontext des modernen Islamismus gelegt.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Djihad, Islamismus, Islam, Koran, Interpretation, Terrorismus, Gewalt, Krieg, Martyrium und Wirkungsgeschichte. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit der Djihad als eine eigenständige Ideologie verstanden werden kann und ob er bereits die Stufe von der Theorie zur Praxis überschritten hat.
Der Begriff beschreibt eine Ideologie, die den kriegerischen Djihad als zentrales Mittel zur Durchsetzung eines weltweiten islamischen Alleinspruchs nutzt. Das Suffix "-ismus" deutet auf ein geschlossenes Glaubens- oder Ideologiesystem hin.
Die Definition ist komplex und reicht von der inneren Anstrengung (großer Djihad) bis zum bewaffneten Kampf (kleiner Djihad). Islamisten berufen sich oft auf spezifische Suren, um Gewalt zu rechtfertigen.
Der Islam ist eine Weltreligion, während der Islamismus eine politische Ideologie ist, die die Religion instrumentalisiert, um staatliche und gesellschaftliche Strukturen nach extremen Auslegungen umzugestalten.
Das Martyrium wird als höchstes religiöses Ziel verklärt, um Individuen für Terrorakte und den bewaffneten Kampf zu mobilisieren, oft verbunden mit der Verheißung jenseitiger Belohnungen.
Vom Mittelalter über das Osmanische Reich bis zur Neuzeit (z. B. Al-Qaida) hat sich der Djihad von einem Instrument staatlicher Expansion hin zu einer global vernetzten, terroristischen Strategie gewandelt.
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