Diplomarbeit, 2005
112 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Motive der Unternehmen und der Entsendeten
2.1 Motive der Unternehmen
2.1.1 Beidseitiger Know-how-Transfer
2.1.2 Koordinations- und Kontrollfunktion
2.1.3 Personalentwicklungsmaßnahmen
2.1.4 Mangel qualifizierter Fach- und Führungskräfte
2.1.5 Veränderung der Motive
2.2 Motive der Entsendeten
2.2.1 Akzeptanzgründe
2.2.2 Ablehnungsgründe
3 Aktuelle Trends
3.1 Kurzfristige Entsendung
3.2 Internationales Pendeln
3.3 Vielflieger
3.4 Dual Careers
3.5 Auslandseinsatz von Frauen
3.6 Kosten-Nutzen-Überlegungen
4 Auswahl geeigneter Mitarbeiter
4.1 Besetzungsstrategien
4.1.1 Ethnozentrische Besetzungsstrategie
4.1.2 Polyzentrische Besetzungsstrategie
4.1.3 Geozentrische Besetzungsstrategie
4.1.4 Regiozentrische Besetzungsstrategie
4.2 Auswahlkriterien
4.2.1 Fachliche Kompetenz
4.2.2 Persönlichkeitsmerkmale
4.2.3 Interkulturelle Kompetenz
4.2.4 Familienverhältnisse
4.3 Beschaffungswege
4.3.1 Interne Beschaffung
4.3.2 Externe Beschaffung
4.4 Auswahlverfahren
4.4.1 Interview
4.4.2 Personalbeurteilung
4.4.3 Assessment-Center
4.4.4 Weitere Auswahlverfahren
4.5 Probleme und Lösungen bei der Personalauswahl
5 Vorbereitung auf den Auslandseinsatz
5.1 Interkulturelle Vorbereitung
5.1.1 Kulturdimensionen nach Hofstede
5.1.1.1 Machtdistanz
5.1.1.2 Unsicherheitsvermeidung
5.1.1.3 Femininität versus Maskulinität
5.1.1.4 Individualismus versus Kollektivismus
5.1.1.5 Konfuzianische Dimension
5.1.1.6 Vergleich deutsch-indischspezifische Ergebnisse
5.1.1.7 Kritik an der Hofstede-Studie
5.1.1.8 Praktische Umsetzung der Hofstede-Studie
5.1.2 Interkulturelle Dimensionen
5.1.2.1 Affektive Dimension
5.1.2.2 Kognitive Dimension
5.1.2.3 Verhaltensbezogene Dimension
5.1.3 Interkulturelle Kompetenzen
5.1.3.1 Informationstraining
5.1.3.2 Simulationskonzepte
5.1.3.3 Interaktionskonzepte
5.2 Organisatorische Vorbereitung
5.3 Arbeitsvertragliche Regelungen
5.3.1 Vertragsverhältnisse
5.3.1.1 Dienstreise
5.3.1.2 Abordnung (Short-Term Assignment)
5.3.1.3 Delegation (Long-Term Assignment)
5.3.1.4 Versetzung (Long-Term Assignment)
5.3.1.5 Übertritt
5.3.2 Internationale Entgeltfindung
5.3.2.1 Heimatlandansatz (Home Country Approach)
5.3.2.2 Gastlandansatz (Host Country Approach)
5.3.2.3 Geozentrischer Ansatz (Balance Sheet Approach)
5.3.3 Arbeitsvertragliche Inhalte
5.3.4 Auslandsbedingte Zulagen
5.3.5 Betriebsverfassungsrechtliche Aspekte
5.4 Sozialversicherungsrechtliche Entsendung
6 Einsatz und Betreuung
6.1 Anpassungsphasen an die fremde Kultur
6.1.1 Honeymoon
6.1.2 Crisis
6.1.3 Recovery
6.1.4 Adjustment
6.2 Betreuung der Expatriates
6.3 Betreuung der Familie
6.4 Leistungsbeurteilung während des Einsatzes
7 Beendigung und Rückkehr
7.1 Beendigungsgründe
7.2 Reintegration
7.2.1 Vorbereitung einer Reintegration
7.2.2 Reintegrationsphasen
7.2.2.1 Erste Phase
7.2.2.2 Zweite Phase
7.2.2.3 Dritte Phase
7.2.3 Reintegrationsprobleme
7.2.4 Karriereprobleme
7.2.5 Reintegrationsmaßnahmen
7.2.6 Know-how-Transfer
8 Gestaltung einer Entsendungsrichtlinie
8.1 Probleme der Entsendeten und deren Familien
8.2 Probleme der Unternehmen
8.3 Konsequenz – Entwicklung einer Entsendungsrichtlinie
9 Kulturschock Indien
9.1 Indien in Zahlen
9.2 Indische Arbeitsweisen
9.3 Kulturelle und soziale Unterschiede
9.4 Vorbereitung auf den Auslandseinsatz in Indien
9.5 China versus Indien
10 Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Identifikation und Analyse wesentlicher Erfolgsfaktoren für die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland. Im Zentrum steht die Untersuchung des Entsendungsprozesses unter besonderer Berücksichtigung kultureller, wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen, wobei das Zielland Indien als spezifisches Fallbeispiel dient.
4.4.3 Assessment-Center
Ein Assessment-Center (AC) ist ein übliches Auswahlverfahren an dem i. d. R. sechs bis zwölf Bewerber sowie eine entsprechende Anzahl von externen Beobachtern für ein bis drei Tage teilnehmen, um das Verhalten der potenziellen Kandidaten in bestimmten Situationen beobachten, analysieren und bewerten zu können.
Bereits vor dem zweiten Weltkrieg war das AC unter anderem Namen in Deutschland bekannt, wurde aber erst Mitte der 70er Jahre wieder angewandt, vorrangig zur Auswahl von Führungskräften. In einer Reihe von Tests, Gruppenübungen und situationsbezogenen Prüfverfahren unter Zeitdruck soll bestimmt werden, ob der Kandidat das Anforderungsprofil der Entsendung erfüllt bzw. welche Defizite er hat. Einige Beispiele für die zu bewältigenden Situationen sind:
• Postkorbübungen
• Problemlösungsübungen in der Gruppe
• Kurzpräsentationen
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung internationaler Entsendungen und der damit verbundenen Herausforderungen bei Personalauswahl und Betreuung.
2 Motive der Unternehmen und der Entsendeten: Untersuchung der strategischen Unternehmensziele und der individuellen Beweggründe der Mitarbeiter für einen Auslandseinsatz.
3 Aktuelle Trends: Analyse moderner Entsendungsformen wie Kurzzeitentsendungen oder Pendelmodelle sowie der Umgang mit Dual-Career-Situationen.
4 Auswahl geeigneter Mitarbeiter: Darstellung der Besetzungsstrategien und Auswahlverfahren zur Identifikation qualifizierter Expatriates unter Berücksichtigung verschiedener Kompetenzkriterien.
5 Vorbereitung auf den Auslandseinsatz: Erläuterung der Bedeutung interkultureller und organisatorischer Vorbereitungsmaßnahmen für einen erfolgreichen Einsatz.
6 Einsatz und Betreuung: Untersuchung der psychologischen Anpassungsphasen und praktischer Betreuungsansätze für Entsandte und deren Familien.
7 Beendigung und Rückkehr: Analyse der Reintegrationsphasen, potenzieller Karriereprobleme und der Gestaltung eines erfolgreichen Know-how-Transfers nach der Rückkehr.
8 Gestaltung einer Entsendungsrichtlinie: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für die Etablierung eines standardisierten und transparenten Entsendungsrahmens.
9 Kulturschock Indien: Spezifische Analyse der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Besonderheiten Indiens im Kontext internationaler Entsendungen.
10 Zusammenfassung: Resümee der wichtigsten Erfolgsfaktoren und Problemfelder einer erfolgreichen internationalen Personalentsendung.
Auslandsentsendung, Expatriates, Personalmanagement, Interkulturelle Kompetenz, Entsendungsrichtlinie, Reintegration, Hofstede, Indien, Auswahlverfahren, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Karriereplanung, Diversity Management, Relocation Service.
Die Arbeit behandelt die komplexen Prozesse und Erfolgsfaktoren bei der Entsendung von Mitarbeitern in ausländische Niederlassungen, wobei ein besonderer Fokus auf die Vorbereitung und Betreuung gelegt wird.
Die zentralen Themen umfassen Entsendungsmotive, Personalauswahlstrategien, interkulturelle Vorbereitung, arbeitsrechtliche Regelungen sowie das Management der Rückkehr (Reintegration).
Ziel ist es, ein Verständnis für die Anforderungen einer erfolgreichen Auslandsentsendung zu schaffen und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung unternehmensweiter Entsendungsrichtlinien zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Ansätze zu internationalen Personaleinsätzen und kulturvergleichender Forschung.
Der Hauptteil gliedert den gesamten Entsendungsprozess chronologisch, von der Auswahl und Beschaffung der Mitarbeiter über die Vorbereitung und Betreuung bis hin zur Beendigung und Rückkehr.
Zentrale Begriffe sind Expatriates, Entsendungsmotive, interkulturelle Kompetenz, Reintegration, Indien als Zielland und die Gestaltung einer Entsendungsrichtlinie.
Indien dient als spezifisches Fallbeispiel, um die Anwendung theoretischer Kulturdimensionen und die praktischen Unterschiede in Arbeitsweise und Geschäftskultur zu verdeutlichen.
Sie dienen der Sensibilisierung für fremde Wertesysteme, helfen beim Abbau von Vorurteilen und vermindern das Risiko eines vorzeitigen Abbruchs durch Kulturschock.
Unternehmen nutzen Mentorensysteme, Karrieregespräche und spezielle Reintegrationsseminare, um die Rückkehr in das Stammhaus zu erleichtern und den Know-how-Transfer sicherzustellen.
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