Bachelorarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Physiologie der Atemwege
2.1. Pharynx
2.2 Larynx
2.3 Trachea
2.4 Pulmones
3 Stimmbildung
4 Das Tracheostoma
4.1 Arten der Tracheotomie
4.2 Art des Tracheostoma- Systems
4.2.1 Trachealkanüle
4.2.2 Tracheostomaplatzhalter
4.2.3 Tracheostomapflaster
5 Körperbild
6 Ziel der Arbeit
7 Methode
8 Ergebnisse
8.1 Inhaltliche Gestaltung
8.1.1 Erkenntnisse aus der Sicht der körperlich gesunden Personengruppe
8.1.2 Erkenntnisse aus Sicht der körperbildveränderten Personengruppe
8.2 Grafische Gestaltung
8.3 Finale Foldergestaltung
9 Diskussion
10 Fazit
Die Bachelorarbeit hat zum Ziel, einen evidenzbasierten Informationsfolder für nichtmedizinisches Personal zu entwickeln, der dazu beiträgt, Ängste beim Erstkontakt mit tracheotomierten Personen abzubauen und Sicherheit in der zwischenmenschlichen Interaktion zu gewinnen.
5 Körperbild
"Das Körperbild ist durch mitmenschliche Begegnungen geprägt." (Küchenhoff, 2013, S. 207) Es wird aus den drei Komponenten Körperbewusstsein, Körperausgrenzung und Körpereinstellung gebildet. Mit dem Körperbewusstsein wird laut (Bielefeld, 1991) die psychische Repräsentanz des eigenen Körpers bezeichnet, das heißt, es bezieht sich auf die Aufmerksamkeit, die man seinem eigenen Körper schenkt. Unter dem Begriff Körperausgrenzung wird das Erleben der eigenen Körpergrenzen zur Umwelt thematisiert. Die dritte Komponente ist die Körpereinstellung. Diese beinhaltet die Gesamtheit der Einstellungen, vor allem die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Die Kausalelemente Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle und Verhalten, welche das Körpergefühl beschreiben, werden im Vier-Komponenten-Modell nach Legenbauer/Vock (2010) thematisiert (Lemche, 2016). Zur besseren Visualisierung der Kausalitäten wird auf Abbildung 12 hingewiesen.
1 Einleitung: Beschreibt den wachsenden Bedarf an Informationen zur Versorgung von tracheotomierten Personen und das Ziel, soziale Barrieren durch ein neues Instrument abzubauen.
2 Physiologie der Atemwege: Erläutert die anatomischen Strukturen und physiologischen Prozesse der Atmung sowie die Bedeutung der Stimmbildung als Ausdruck menschlicher Teilhabe.
3 Stimmbildung: Beschreibt die Rolle der Stimme für die Identität und die physiologischen Grundlagen der Kommunikation.
4 Das Tracheostoma: Führt in die medizinische Definition des Tracheostomas sowie verschiedene Versorgungssysteme (Kanülen, Platzhalter, Pflaster) und deren Auswirkungen auf den Alltag ein.
5 Körperbild: Analysiert theoretisch, wie sich das Körperbild aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt und durch soziale Interaktion beeinflusst wird.
6 Ziel der Arbeit: Definiert die Erstellung eines evidenzbasierten Informationsfolders zur Steigerung der Sicherheit im Umgang mit Betroffenen als zentrales Ziel.
7 Methode: Legt das Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Strukturierung der Arbeit dar.
8 Ergebnisse: Stellt die inhaltliche und grafische Konzeption des Informationsfolders unter Einbeziehung von Studienergebnissen vor.
9 Diskussion: Reflektiert die Lücken in der Versorgungslage und bewertet das entwickelte Instrument kritisch im Hinblick auf Inklusion und Evaluation.
10 Fazit: Fasst die Bedeutung einer inklusiven Haltung für das gesellschaftliche Miteinander zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, soziale Interaktionen neu auszurichten.
Umgang mit tracheotomierten Menschen, Berührungsängste, Tracheostoma, Körperbild, Körperbildveränderung, Inklusion, soziale Interaktion, Patientenedukation, Informationsfolder, Literaturrecherche, Kommunikationsbarrieren, Gesundheitskommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines evidenzbasierten Informationsfolders, der nichtmedizinischem Personal Sicherheit im Umgang mit tracheotomierten Personen vermitteln und soziale Ängste abbauen soll.
Die zentralen Themen umfassen die Physiologie der Atemwege, das medizinische Management eines Tracheostomas, die psychologische Bedeutung des Körperbildes und Strategien zur Gestaltung von Patientenedukation.
Das primäre Ziel ist es, durch fundiertes Wissen über Tracheostomata und Körperbildveränderungen Vorurteile abzubauen und eine bessere soziale Inklusion der betroffenen Personen zu fördern.
Es wurde eine umfangreiche Literaturrecherche in elektronischen Datenbanken sowie eine Bedarfsanalyse durchgeführt, ergänzt durch einen Pretest zur Überprüfung der Praxistauglichkeit des Folders.
Der Hauptteil gliedert sich in anatomische Grundlagen, die Auswirkungen eines Tracheostomas auf den Alltag, die theoretische Auseinandersetzung mit dem Körperbild sowie die methodische Herleitung für die Gestaltung des Folders.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tracheostoma, Körperbild, Inklusion, soziale Interaktion und Informationsgestaltung charakterisieren.
Dieses Modell dient zur Analyse, wie Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle und Verhalten das individuelle Körperbild formen und wie negative Zyklen bei körperbildveränderten Personen durch Kontakt durchbrochen werden können.
Die Farbe Rot dient als „Eyecatcher“ im Z-Schema der Wahrnehmung, um gezielt auf die kritische Frage „Wie soll ich mit Betroffenen umgehen?“ aufmerksam zu machen und die existenzielle Bedeutung der Lebenskraft zu betonen.
Die Wittener Liste liefert zehn Beurteilungskriterien, darunter Zielgruppenorientierung, Alltagsbezug, positive Bewältigung, Verständlichkeit, Layout und die Verwendung von Quellen, die in die Konzeption einflossen.
Der Pretest mit einer gemischten Personengruppe zeigte, dass die inhaltliche Gliederung und die Verwendung von W-Fragen sehr positiv aufgenommen wurden, was zu einer leichten Optimierung der Reihenfolge führte.
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