Diplomarbeit, 2005
99 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Massenmedien
3. Das Massenmedium Fernsehen
3.1 Zur Geschichte und Entwicklung des Fernsehens in Deutschland
3.2 Spezifische Charakteristika des Fernsehens
3.2.1 Mehrkanaligkeit
3.2.1.1 Fernsehen als ein primär visuelles Medium
3.2.1.2 Fernsehen als ein primär mündliches Medium
3.2.2 Kommunikation ins Leere
3.2.3 Vielkanalfernsehen und Zuschauerverhalten
3.2.4 Abwechslung, Spannung und Unterhaltung
4. Die Sprache im Fernsehen
4.1 Gibt es eine Fernsehsprache?
4.2 Linguistische Beschäftigung mit der Fernsehkommunikation
4.3 Allgemeine Merkmale der Sprachkommunikation im Fernsehen
4.3.1 Relativierung der Sprache durch das Zusammenspiel mit Bild und Ton
4.3.2 Merkmale geschriebener und gesprochener Sprache
4.3.3 Verstärkung der Beziehungskommunikation
4.3.4 Vermischung von Stilen
4.3.5 „Offene“ Texte
4.3.6 „Kleine“ Texte
4.3.7 Unterhaltungselemente
5. Sport und Fernsehen
5.1 Was ist eigentlich Sport?
5.2 Inhalte, Charakteristika und Darstellungsformen des Sportfernsehens
5.3 Wechselwirkung und gegenseitige Abhängigkeit zwischen Sport und Fernsehen
6. Fußballsport
6.1 Zur Geschichte des Fußballsports
6.2 Zur Geschichte der Fußball-Europameisterschaft
6.3 EURO 2004
7. Der Fußballkommentar im deutschen Fernsehen
7.1 Zur Geschichte der Fußballübertragungen im deutschen Fernsehen
7.2 Der Fußballkommentar am Anfang
7.3 Der Reporter und seine Aufgaben
7.4 Die Sprache des Sports und der Sportjournalisten
7.4.1 Zur Definition des Begriffs Sportsprache
7.4.2 Zur Kritik an der Sportsprache
7.5 Das Vokabular der Fußballreportage
7.5.1 Allgemeine Strukturwörter
7.5.2 Grundwortschatz
7.5.3 Aufbauwortschatz
7.6 Verschiedene Aspekte des Fußballkommentars
7.6.1 Gebrauch von überflüssigen Anglizismen
7.6.2 Kritik an den EM-Fußball-Kommentatoren
7.6.3 Spontaneität des Fußballkommentars
7.6.4 Kommentieren überhaupt notwendig?
8. Fußball-EM – Endspiel (Portugal : Griechenland) 2004 in Portugal: Analyse der Fernsehübertragung vom ZDF
8.1 Zum Transkriptionsverfahren
8.2 Der Reporter Bela Rethy
8.3 Allgemeine Bemerkungen
8.4 Zur Kommunikationssituation des Fußballkommentars
8.4.1 Kommunikationsmedium
8.4.2 Kommunikationsteilnehmer
8.4.3 Das soziale Umfeld
8.4.4 Kommunikationsgegenstand
8.5 Zur Varietät des Fußballkommentars
8.6 Zum Stil des Reporters Bela Rethy
8.6.1 Humorvolle Äußerungen
8.6.2 Häufige Fragestellungen
8.6.3 Abstrakte, metaphorische Ausdrucksweise
8.7 Anglizismen im Fußballkommentar von Bela Rethy
9. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Sprache des Fußballkommentars im deutschen Fernsehen am Beispiel der Übertragung des Endspiels der EURO 2004 durch das ZDF. Ziel ist es, den Fußballkommentar aus soziolinguistischer Sicht zu analysieren, dabei Besonderheiten der Kommunikation, den individuellen Stil des Reporters Bela Rethy sowie die Verwendung von Fachsprache und Anglizismen kritisch zu beleuchten.
8.6.1 Humorvolle Äußerungen
Im Fußballkommentar von Bela Rethy lassen sich mehrere humorvolle Äußerungen finden. Der Kommentator macht die witzigen und durchdachten Aussagen auf eine interessante Weise. Er drückt sich in einem ernsthaften und manchmal auch ironischen bzw. satirischen Ton aus.
(23. Minute des Spiels)
ein Zocker im Tor der Griechen / Antonios Nikopolidis / sieht ein bisschen aus wie George Clooney / nach einer schlecht geschlafenen Nacht
Im obigen Beispiel vergleicht Rethy den Torwart der griechischen Nationalmannschaft (Antonios Nikopolidis) mit dem weltberühmten Schauspieler George Clooney. Allein der Vergleich selbst ist ein wenig komisch, aber erst mit dem Nachtrag „nach einer schlecht geschlafenen Nacht“ wird diese Aussage wirklich witzig.
1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation sowie der methodischen Herangehensweise an die linguistische Analyse des Fußballkommentars.
2. Massenmedien: Theoretische Einführung in den Begriff der Massenkommunikation und die gesellschaftliche Relevanz technischer Vermittlungsinstanzen.
3. Das Massenmedium Fernsehen: Beleuchtung der spezifischen Charakteristika des Fernsehens als audiovisuelles Medium, einschließlich der Einwegkommunikation und des Zuschauerverhaltens.
4. Die Sprache im Fernsehen: Untersuchung der Frage, ob eine spezifische „Fernsehsprache“ existiert und welche allgemeinen Merkmale die Kommunikation in diesem Medium prägen.
5. Sport und Fernsehen: Analyse der Wechselbeziehungen zwischen der Institution Leistungssport und dem Medium Fernsehen sowie der Darstellungsformen von Sportinhalten.
6. Fußballsport: Abriss der historischen Entwicklung des Fußballs und der Europameisterschaften bis zur EURO 2004 in Portugal.
7. Der Fußballkommentar im deutschen Fernsehen: Eingehende Behandlung der Geschichte, Aufgaben des Reporters, des Vokabulars sowie kritischer Aspekte wie der Verwendung von Anglizismen.
8. Fußball-EM – Endspiel (Portugal : Griechenland) 2004 in Portugal: Analyse der Fernsehübertragung vom ZDF: Praktische Analyse der konkreten Übertragung des Endspiels unter Berücksichtigung von Stil, Varietät und Kommunikationssituation.
9. Schluss: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die soziolinguistischen Merkmale und die Sprachverwendung im Fußballkommentar.
Soziolinguistik, Fernsehen, Sprache im Fernsehen, Fußball, Fußballkommentar, Sportberichterstattung, Reporter, Bela Rethy, Stil, Varietät, Anglizismen, Medienlinguistik, Kommunikation, Sport, EURO 2004
Die Arbeit analysiert die Sprache von Fußballkommentaren im deutschen Fernsehen aus einer soziolinguistischen Perspektive.
Zentrale Felder sind die Medienlinguistik, die Geschichte des Fußballs und der Sportberichterstattung sowie die spezifischen Kommunikationsbedingungen im Fernsehen.
Ziel ist es, die sprachlichen Besonderheiten und den Stil von Bela Rethy während der Übertragung des EM-Endspiels 2004 systematisch zu erfassen und zu klassifizieren.
Es wurde eine deskriptive linguistische Analyse auf Basis einer Transkription der Videoaufnahme des Endspiels durchgeführt.
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Sportsprache, dem Vokabular der Fußballreportage sowie der detaillierten Untersuchung des Stils und der Kommunikationssituation bei Bela Rethy.
Soziolinguistik, Fußballkommentar, Medienkommunikation, Sprachgebrauch, Sportberichterstattung und Varietätenlinguistik.
Die Arbeit stellt fest, dass Rethy überflüssige Anglizismen eher selten verwendet und der Einsatz dieser Begriffe durch die Medienspezifik und den Kontext beeinflusst wird.
Humorvolle Äußerungen und ironische Kommentare werden als zentrale Stilmerkmale identifiziert, die zur Unterhaltung und zur emotionalen Bindung des Zuschauers beitragen.
Der Autor arbeitet heraus, dass Rethy eine Mischung aus deskriptiven und assoziativen Elementen nutzt, um das Spielgeschehen für das Publikum lebendig und spannend aufzubereiten.
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