Diplomarbeit, 2004
78 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Einführung und Zielsetzung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Problemfelder der Kreditinstitute in Deutschland
2.1. Marktwiderstände durch die Bankleistung
2.2. Imageprobleme durch schlechte Presse
2.3. Veränderter Wettbewerb
2.4. Demographische Entwicklung
2.5. Veränderung der Bank-Kunden-Beziehung
2.6. Veränderung des Freizeitverhaltens der Gesellschaft
2.7. Effizienzabnahme klassischer Kommunikationsinstrumente
2.8. Fazit
3. Definitionen und aktuelle Situation
3.1. Definition Unternehmenskommunikation
3.2. Definition Sponsoring
3.3. Abgrenzung Sponsoring, Mäzenatentum und Spendewesen
3.4. Definition Kultursponsoring
3.5. Status quo Kultursponsoring
4. Formen des Kultursponsoring
4.1. Art der Sponsorenleistung
4.2. Art der Gegenleistung
4.3. Art und Leistungsklasse des Gesponserten
4.4. Initiator und Anzahl der Sponsoren
4.6. Bereiche des Kultursponsoring
4.6.1. Bildende Kunst
4.6.2. Musik
4.6.3. Darstellende Kunst
4.6.4. Literatur und Dichtkunst
4.6.5. Medienkunst
4.6.6. Kulturpflege
5. Planung des Kultursponsoring
5.1. Festlegung der Kultursponsoringziele
5.2. Identifizierung der Kultursponsoringzielgruppen
5.3. Festlegung einer Kultursponsoringstrategie
5.3.1. Phase der Grobauswahl
5.3.2. Phase der Feinauswahl
5.4. Einzelmaßnahmen bei Kultursponsorships
5.4.1. Leistung und Gegenleistung
5.4.2. Kosten und Budgetierung
5.4.3. Rechtliche Aspekte
5.4.4. Organisation
5.5. Erfolgskontrolle
6. Integration des Kultursponsoring in die Unternehmenskommunikation
6.1. Notwendige Abstimmungsprozesse bei der Integration
6.2. Instrumentelle Integration
6.2.1. Kultursponsoring und Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations (PR)
6.2.2. Kultursponsoring und Werbung
6.2.3. Kultursponsoring und Verkaufsförderung
6.2.4. Kultursponsoring und Multimedia-Kommunikation
6.2.5. Kultursponsoring und Events
6.2.6. Kultursponsoring und Kundenclubs
6.2.7. Kultursponsoring und Direct-Marketing
6.2.8. Kultursponsoring und innerbetriebliche Kommunikation
7. Chancen, Grenzen und Risiken
7.1. Imageprofilierung durch Imagetransfer und Sponsoring per se
7.2. Besondere Zielgruppenansprache
7.3. Kontaktpflege und dadurch Erhöhung der Kundenbindung
7.4. Steigerung der Mitarbeiteridentifikation und Motivation
7.5. Integration in das gesellschaftliche Umfeld
7.6. Grenzen und Risiken
8. Umfrage zur Wahrnehmung und Akzetanz des Kultursponsoring der Banken in München
8.1. Untersuchungsdesign
8.2. Auswertung
8.3. Einstellung gegenüber Bankenwerbung
8.4. Einstellung gegenüber Kultursponsoring
8.5. Wahrnehmung des (Kultur-)Sponsoring
8.6. Wirkung des Kultursponsoring
8.7. Fazit
9. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, das Kommunikationsinstrument Kultursponsoring bei Kreditinstituten in all seinen Facetten darzustellen, erforderliche Planungs- und Integrationsprozesse aufzuzeigen und die Chancen sowie Risiken dieses Instruments unter Berücksichtigung der spezifischen Problemfelder der Kreditwirtschaft zu analysieren.
2.1. Marktwiderstände durch die Bankleistung
Aus den Spezifika der Bankleistungen, lassen sich grundlegende Schwierigkeiten der Banken ableiten. Bankleistungen sind stofflos (immateriell), „den menschlichen Sinnen nicht zugänglich“. Erst durch eine Zweck-Mittel Beziehung wird die Bankleistung in ihren relevanten, marktfähigen Kontext gestellt. Doch selbst dann sind sie für den Kunden schwer greifbar im Gegensatz zum Output der sachgüterbezogenen Industrie. Dieser Umstand bedeutet gerade in Zeiten in der bei konkreten Produkten der Qualitätswettbewerb über die Umwerbung der Kunden mit optischen Reizen immer mehr in den Vordergrund rückt, ein absatzpolitisches Problem. Zudem sind Bankleistungen durch ihre abstrakte Natur mit einer hohen Erklärungsbedürftigkeit verbunden. Dies führt von Seiten der Kunden zu einem Unterlegenheitsgefühl, zur Unsicherheit und zu Misstrauen, das sich in besonderer Neigung zu Kritik äußert. Das spezielle Know how der Banken wird als bedrohlich und damit als Machtverhältnis empfunden. Diese Unsicherheit wird noch durch die Tatsache verstärkt, dass Bankleistungen meist Ausgangspunkt für längerfristige Geschäftsbeziehungen sind, die jedoch von vorn herein meist nicht überschaubar sind. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es sich um das Leistungsobjekt Geld handelt, welches zum einen bei der Mehrheit der Menschen einen eher unsympathischen Charakter aufweist und zum anderen der sensibelste Bereich eines jeden ist und somit im hohem Maße vertrauensempfindlich ist. Kreditinstitute sind also allein schon durch ihre Leistungen mit einem negativen Image vorbelastet.
1. Einleitung: Einführung in die Herausforderungen der Kreditwirtschaft und Zielsetzung der Arbeit.
2. Problemfelder der Kreditinstitute in Deutschland: Analyse der Marktwiderstände, Imageprobleme und Wettbewerbssituation der Banken.
3. Definitionen und aktuelle Situation: Begriffliche Einordnung von Unternehmenskommunikation, Sponsoring und Kultursponsoring.
4. Formen des Kultursponsoring: Überblick über verschiedene Sponsoringarten, Förderbereiche und deren Ausgestaltung.
5. Planung des Kultursponsoring: Darstellung eines idealtypischen Planungsprozesses von der Zielsetzung bis zur Erfolgskontrolle.
6. Integration des Kultursponsoring in die Unternehmenskommunikation: Erläuterung der notwendigen Abstimmungsprozesse und instrumentellen Integration.
7. Chancen, Grenzen und Risiken: Diskussion der Wirkungsweisen wie Imagetransfer und Kundenbindung sowie der damit verbundenen Risiken.
8. Umfrage zur Wahrnehmung und Akzetanz des Kultursponsoring der Banken in München: Präsentation und Auswertung der empirischen Erhebung bei der Münchner Bevölkerung.
9. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Gegenüberstellung von Problemfeldern und Lösungsmöglichkeiten durch Kultursponsoring.
Kultursponsoring, Kreditinstitute, Bankmarketing, Unternehmenskommunikation, Sponsoringstrategie, Imagetransfer, Kundenbindung, Imageprofilierung, Zielgruppenansprache, Bankenwettbewerb, Kulturbereiche, Markenidentität, Erfolgskontrolle, München, empirische Untersuchung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz des Kultursponsorings als strategisches Kommunikationsinstrument für Kreditinstitute in Deutschland.
Die zentralen Felder umfassen die Problemanalyse der Bankenbranche, die theoretischen Grundlagen des Sponsoring sowie die Planung, Integration und Erfolgskontrolle von Kultursponsoringmaßnahmen.
Das Ziel ist es, den Nutzen des Kultursponsorings zur Imageverbesserung und Kundenbindung aufzuzeigen sowie Planungsprozesse für Kreditinstitute praxisnah darzulegen.
Es wurde eine Befragung von 150 Personen in München mittels Face-to-Face-Interviews und E-Mail-Anschreiben durchgeführt, um die Wahrnehmung und Akzeptanz des Bankensponsorings zu ermitteln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Problemfelder, eine detaillierte Darstellung der Sponsoring-Formen und einen praktischen Leitfaden für den Planungsprozess.
Kultursponsoring, Kreditinstitute, Imagetransfer, Kundenbindung, Unternehmenskommunikation und Strategische Planung.
Bankleistungen sind oft immateriell und schwer greifbar; Kultursponsoring kann dazu beitragen, diese greifbarer zu machen, das Vertrauen zu stärken und eine Differenzierung im Wettbewerb zu erzielen.
Die Umfrage ergab eine außerordentlich positive Bewertung des kulturellen Engagements; rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass Kultursponsoring ihre Einstellung gegenüber der Bank positiv verändert.
Es wird empfohlen, eine Namensnennung in Verbindung mit dem Firmennamen auf Eintrittskarten oder Katalogen vorzunehmen, da dies von der Mehrheit der Befragten positiv wahrgenommen wird.
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