Bachelorarbeit, 2004
54 Seiten, Note: 1.7
1 Problemstellung
1.1 Einführung
1.2 Ziele der Arbeit und Abgrenzung des Themas
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Zusammensetzung des Autobankensektors in Deutschland
2.1.1 Spezialfinanzierer
2.1.1.1 Herstellergebundene Autobank
2.1.1.2 Herstellerungebundene Autobank
2.1.2 Geschäftsbanken
2.1.3 Direktbanken
2.1.4 Arbeitskreis Autobanken
2.2 Finanzdienstleistungen im Autobankensektor
2.2.1 Konsumentenfinanzierung
2.2.2 Absatzfinanzierung
2.2.3 Leasingprodukte
2.2.4 Versicherungsprodukte
2.2.5 Traditionelle Bankdienstleistungen
2.3 Systematik
2.3.1 Entstehungsgründe für Autobanken
2.3.2 Gegenwärtige Funktionen von Autobanken
2.3.3 Exemplarische Darstellung des Expansionspfads einer Autobank
2.3.4 Wettbewerbslandschaft in Deutschland
2.3.5 Geschäftsmodelle nach Dienstleistungen
3 Methoden
3.1 Beschreibung der Vorgehensweise
3.2 Literaturüberblick
3.3 Vorüberlegungen zur empirischen Untersuchung
4 Analyse
4.1 Dimensionen der Analyse
4.2 Die automobile Wertschöpfungskette
4.3 Effektive Nutzung der Marktausschöpfungsquote
4.4 Produktbündel als innovative automobile Finanzdienstleistungen
4.5 Entwicklungen auf dem Markt für Gebrauchtwagenfinanzierung
4.6 Strukturelle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
4.6.1 Einschätzung der Konkurrenzsituation durch die Autobanken.
4.6.2 Konkurrenten außerhalb des Autobankensektors:
4.7 Aktuelle Entwicklungen
4.7.1 Zulassungszahlen und Penetrationsrate
4.7.2 Abspaltung des Ratings der Finanzdienstleister
4.7.3 White Label Products
4.7.4 Auswirkungen der EU-Gruppenfreistellungsverordnung (GVO)
4.7.5 Wirtschaftslage in Deutschland
4.8 Zukünftige Entwicklungen
4.8.1 Listing Fees
4.8.2 Technologieführerschaft und Basel II als Wettbewerbsvorteil
4.8.3 Fusionen und Kooperationen zwischen Captives
5 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis analysiert die Geschäftssituation und die strategische Positionierung von herstellergebundenen Autobanken in Deutschland im Jahr 2004. Dabei steht die Untersuchung des Geschäftsmodells im Kontext der automobilen Wertschöpfungskette und der Wettbewerbslandschaft im Mittelpunkt, um Herausforderungen und Zukünftige Entwicklungen aufzuzeigen.
4.2 Die automobile Wertschöpfungskette
Grundlegendes Ziel der automobilen Wertschöpfungskette ist es, alle Dienstleistungen, die mit dem Automobil zusammenhängen, dem Verbraucher über die eigenen Vertriebswege anzubieten und ihn so an die Markenwelt des Konzerns zu binden. Involviert in diese Wertschöpfungskette sind der Herstellerkonzern inklusive aller verbundenen Unternehmen, die Handelsorganisationen und der Endkonsument.
Betrachtet man die durchschnittlichen Umsatzrenditen im Automobilgeschäft, wird offensichtlich, dass es für einen Automobilhersteller essentiell ist, möglichst viele Teilelemente der Wertschöpfungskette anzubieten.
Das Kerngeschäft, die Produktion und Vermarktung von Kraftfahrzeugen, ist aus Renditegesichtspunkten fast schon zu vernachlässigen. Erst die dauerhafte Nutzung des Fahrzeugs durch den Kunden in Kombination mit einer oder mehreren Finanzdienstleistungen macht das Geschäft für den Hersteller lohnend. Eine Studie von Booz Allen Hamilton im Auftrag der DaimlerChrysler Bank fand heraus, dass über einen Zeitraum von 10 Jahren, also in etwa der Lebensdauer eines Fahrzeugs, Dienstleistungen wie Finanzierung und Versicherung einen Umsatz von 30 Prozent und einen Gewinn von 46 Prozent an der Wertschöpfungskette eines Automobils ausmachen. Das Besondere bei den Finanzdienstleistungen ist, dass sie auch losgelöst von klassischen Fahrzeugdienstleistungen Teil dieser Prozesskette sein können.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die deutsche Bankenlandschaft ein, definiert den Fokus auf herstellergebundene Autobanken und legt die Ziele sowie die Abgrenzung der Untersuchung fest.
2 Grundlagen: Hier wird der Untersuchungsgegenstand systematisch in Gruppen (Spezialfinanzierer, Geschäftsbanken, Direktbanken) unterteilt, zentrale Finanzdienstleistungsbegriffe definiert und die Entstehungsgeschichte sowie Funktionen von Autobanken beleuchtet.
3 Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der Arbeit, einschließlich der Quellenrecherche und der Durchführung einer empirischen Untersuchung mittels Experteninterviews.
4 Analyse: Das Kernkapitel analysiert das Geschäftsmodell basierend auf der automobilen Wertschöpfungskette, betrachtet Wettbewerbsbedingungen, aktuelle Marktentwicklungen sowie Herausforderungen wie regulatorische Änderungen und technologische Anforderungen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, unterstreicht die Bedeutung der Nähe zum Hersteller als Wettbewerbsvorteil und benennt Anknüpfungspunkte für weiterführende Forschung.
Autobanken, Captives, Finanzdienstleistungen, Automobilindustrie, Absatzfinanzierung, Leasing, automobile Wertschöpfungskette, Kundenbindung, Wettbewerbsstrategie, Direktbanken, Marktsegmentierung, Gruppenfreistellungsverordnung, Basel II, Refinanzierung, White Label Products
Die Arbeit untersucht die geschäftliche Situation, die Strukturen und die strategische Ausrichtung von herstellergebundenen Autobanken in Deutschland im Jahr 2004.
Zentrale Themen sind die Einordnung von Autobanken in die Finanzlandschaft, ihr Beitrag zur Absatzförderung von Automobilen, die Rolle innerhalb der automobilen Wertschöpfungskette und die Wettbewerbsposition gegenüber anderen Finanzanbietern.
Ziel ist es, eine Systematik der in Deutschland tätigen herstellergebundenen Autobanken zu entwickeln, deren Geschäftsmodell zu charakterisieren und die Wettbewerbssituation sowie aktuelle Marktentwicklungen zu analysieren.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse und Recherche öffentlich zugänglicher Daten führte der Autor eine eigene empirische Untersuchung durch, die auf strukturierten Telefoninterviews mit den in Frage kommenden Autobanken basiert.
Der Hauptteil analysiert das Geschäftsmodell von Autobanken, die Auswirkungen der automobilen Wertschöpfungskette auf die Kundenbindung, die Konkurrenzsituation, regulatorische Einflüsse (GVO) sowie zukünftige Entwicklungen wie Listing Fees und technologische Führerschaft.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Autobanken, Captives, Absatzfinanzierung, automobile Wertschöpfungskette, Kundenbindung, Wettbewerbsstrategie und Marktsegmentierung.
Sie ermöglicht es, den Kunden über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs zu binden und durch die Integration von Finanz- und Zusatzdienstleistungen Ertragsquellen zu erschließen, die deutlich rentabler sind als das reine Produktions- und Verkaufsgeschäft.
Die Auswirkungen werden bisher als nicht negativ eingestuft, wobei die GVO bestehende Wettbewerbsstrukturen zwar aufbricht, diese jedoch nicht grundlegend verändert, während sie gleichzeitig neue Chancen und einen erhöhten Wettbewerbsdruck schafft.
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