Diplomarbeit, 2001
58 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen der Softwareentwicklung
2.1 Die 3-tier-Architektur
2.1.1 Ausgangspunkt 2-tier-Architektur
2.1.2 Weiterentwicklung 3-tier-Architektur
2.1.2.1 Die Grundstruktur des Modells
2.1.2.2 Die Aufgaben der einzelnen Schichten
2.2 Schnittstellenstandards
2.2.1 Component Object Model
2.2.1.1 Anforderungen
2.2.1.2 Objekte
2.2.1.3 Schnittstellen
2.2.2 Distributed COM
2.2.3 ActiveX
2.3 Threading
3 Erklärung der zwei Paradigmen
3.1 Die Client/Server-Architektur
3.1.1 Entwicklung
3.1.2 Vor- und Nachteile
3.1.3 Der Aufbau einer Client/Server-Architektur
3.1.4 Kommunikationsformen zwischen Client und Server
3.1.4.1 RPC
3.1.4.2 Messaging
3.1.5 Typen von Client/Server-Systemen
3.2 Die Intranet-Architektur
3.2.1 Entwicklung
3.2.2 Vor- und Nachteile
3.2.3 Der Aufbau einer Intranet-Architektur
3.2.3.1 MTS
3.2.3.2 Cobra Application Server
3.2.3.3 Web Server
4 Die Umsetzung von FAME
4.1 Die Struktur von FAME
4.1.1 Die elektronische Akte
4.1.2 Die Vorlagenverwaltung
4.1.3 Die Strukturverwaltung
4.1.4 Die Textbausteinverwaltung
4.1.5 Die Datenzusteuerung
4.2 Der programmatische Aufbau von FAME
4.2.1 Die Basismodule von FAME
4.2.2 Grundlagen für das Design
4.2.2.1 Eindeutige IDs
4.2.2.2 Zentraler Hash
4.2.3 UserInterface
4.2.3.1 UserInterfaces und deren Manager
4.2.3.2 Ein Beispiel zur Verdeutlichung
4.2.4 Business Logik
4.2.5 Datenzugriff
4.2.6 Ablauf eines Dokumentenaufrufs
4.2.7 Zwei Verwendungsmöglichkeiten von FAME
4.2.7.1 Ohne Visualisierung
4.2.7.2 Mit Visualisierung
4.3 Die Wandlung von einer Client/Server- zu einer Intranet-Anwendung
4.3.1 Der ideale UIManager
4.3.2 Kapselung der famerunlib.ocx
4.3.3 Extensible Markup Language (XML) als Standard
4.3.3.1 XML zur Parametrisierung
4.3.3.2 XML als Format zur Datenübertragung
4.3.4 Erzeugung von HTML-Templates
5 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die technische Transformation einer bestehenden Client/Server-Anwendung (FAME) in eine moderne Intranet-Umgebung zu analysieren und aufzuzeigen, wie durch eine flexiblere Architektur beide Welten vereint werden können.
4.2.2.1 Eindeutige IDs
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie eindeutige IDs erzeugt werden können. Über Nummernkreise oder über generierte Keys.
Bei der ersten Art ist die Performance geringer, da bei jeder neu zu erstellenden ID die Tabelle in der Datenbank bis zum letzten Satz durchgegangen werden, dann diese Zahl um eins erhöht und als neue ID abgespeichert werden muss. Dabei tritt auch das Problem der Synchronisation bei parallelem Zugriff auf. Wenn zwei Benutzer gleichzeitig eine ID für ein Objekt anfordern, würden normalerweise beide als letzte ID z.B. 12000 bekommen. Daraufhin würden sie die Zahl um eine Ziffer auf 12001 vergrößern und hätten somit die gleiche ID, was zu Inkonsistenzen im Datenbestand führen würde. Um dies zu verhindern, muss die Tabelle gesperrt werden, wenn ein Benutzer darauf zugreift. Ein Vorteil von Nummernkreisen ist allerdings die bessere Lesbarkeit der IDs.
Für FAME wurde die zweite Lösung gewählt. Hier wird ein zwölfstelliger Schlüssel generiert, dessen erste acht Zeichen anhand der aktuellen Uhrzeit und des Datums berechnet werden. Die letzten 4 Stellen sind Zufallszahlen. Da FAME für eine User-Anzahl von mehreren hundert Benutzern konzipiert wurde, kann so die Eindeutigkeit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch über mehrere Systeme hinweg garantiert werden. Für Bereiche mit größeren Benutzerzahlen müsste die ID um weitere Zufallszahlen erweitert werden, da sonst die Gefahr zu groß wäre, gleiche Schlüssel zu bekommen. Hier würden viel mehr parallele Zugriffe stattfinden, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass bei nur 4 Zufallszahlen die gleichen generiert würden. Die Stellen, die aus dem Datum und der Uhrzeit errechnet werden, wären dabei ja immer die selben; die Eindeutigkeit hängt hier also nur von den letzten Ziffern ab.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Notwendigkeit von Dokumentenmanagementsystemen und skizziert die Entwicklung des Programms FAME von einer Unix-Version bis zur aktuellen Windows-basierten Architektur.
2 Grundlagen der Softwareentwicklung: In diesem Kapitel werden grundlegende Architekturmodelle wie die 3-tier-Architektur sowie wichtige Schnittstellenstandards wie das Component Object Model (COM) und Threading-Konzepte erläutert.
3 Erklärung der zwei Paradigmen: Es folgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Client/Server- und Intranet-Architekturen, wobei deren Entwicklung, Vor- und Nachteile sowie die jeweiligen Kommunikationsformen analysiert werden.
4 Die Umsetzung von FAME: Dieser Hauptteil beschreibt die konkrete Struktur und den programmatischen Aufbau von FAME, einschließlich der Datenzusteuerung, der XML-Standardisierung und der Transformation des Systems von einer Client/Server- in eine Intranet-Anwendung.
5 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass FAME erfolgreich beide Architekturen vereint und somit die Flexibilität bietet, sowohl als klassische Client/Server- als auch als webbasierte Intranet-Lösung eingesetzt zu werden.
FAME, Client/Server, Intranet, Dokumentenmanagement, 3-tier-Architektur, COM, ActiveX, XML, Datenbank, Softwareentwicklung, Webserver, UIManager, Threading, Applikation, Systemarchitektur.
Die Diplomarbeit thematisiert die technische Weiterentwicklung und Transformation der Softwareanwendung FAME, um diese sowohl in traditionellen Client/Server-Umgebungen als auch in modernen Intranet-Strukturen lauffähig zu machen.
Die zentralen Felder umfassen Architekturmuster der Softwareentwicklung (insb. 3-tier), Komponentenstandards wie COM und DCOM sowie die methodische Implementierung von XML zur Entkopplung von Benutzeroberfläche und Geschäftslogik.
Das primäre Ziel ist es, FAME durch eine oberflächenunabhängige Architektur so zu gestalten, dass es die Vorteile beider Welten (hohe Funktionalität des Clients und Flexibilität des Intranets) vereint.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung durch den Vergleich bestehender Architekturparadigmen, kombiniert mit einer Fallstudie zur technischen Implementierung der Anwendung FAME 3.0.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der internen Logik von FAME, der Datenmodellierung mittels XML-Dateien und der Umstellung der Anwendungslogik für die Intranet-Nutzung.
Wesentliche Begriffe sind FAME, 3-tier-Architektur, COM, XML, Dokumentenmanagement und der UIManager.
Die Unabhängigkeit wird durch die Auftrennung des ursprünglichen UIManagers in Visualisierungskomponenten und eine Logikkomponente erreicht, die über ein XML-basiertes Protokoll kommunizieren.
XML dient sowohl zur Parametrisierung der Benutzeroberflächen als auch als Transportformat zwischen den Logik- und Visualisierungsebenen, um den stateless Charakter der Web-Kommunikation zu bewältigen.
Bei der Wandlung in eine Intranet-Anwendung muss sichergestellt werden, dass die nicht explizit multithreading-fähigen Komponenten durch einen Outproc-Server so isoliert werden, dass jeder Thread eine eigene Instanz verwendet und somit Zugriffsverletzungen vermieden werden.
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