Diplomarbeit, 2005
92 Seiten, Note: 1,5
1. Grundlagen und Bedeutung des Preismanagements
1.1 Einordnung ins Marketing und Definition
1.2 Funktionen des Preises
1.3 Gesetzliche Regelungen zu Preisänderungen
1.4 Preisstrategien und Beispiele
2. Die Entwicklung des „Geiz ist geil“ – Gedankens
2.1 Historische Entwicklung der Konsum-Ära
2.2 Indikatoren für den verstärkten Preiskampf
2.3 Analyse des Kaufverhaltens anhand einer Online-Befragung
2.4 Erfolgsfaktoren der Discounter und Discount-Strategien
3. Angebotsseitige Veränderungen
3.1 Veränderungen im strategischen Preismanagement
3.1.1 Strategische Möglichkeiten
3.1.1.1 Preisplatzierung
3.1.1.2 Preisziele
3.1.1.3 Preisstruktur
3.1.1.4 Preiswettbewerbsverhalten
3.1.1.5 Preisdynamik
3.1.1.6 Preisabfolgen
3.1.2 Methoden der Preisbildung
3.1.3 Preisuntergrenzen
3.2 Veränderungen im taktischen Preismanagement
3.2.1 Preisdifferenzierung
3.2.2 Verkaufsfördernde Maßnahmen
3.3 Veränderungen im operativen Preismanagement
3.4 Anforderungen an die Preisdarstellung
3.4.1 Logik
3.4.2 Konkurrenzfähigkeit
3.4.3 Optik
3.5 Nutzung der neuen Vertriebswege
3.6 Vertrieb durch Branchenfremde
4. Auswirkungen und Auswege aus der Preisspirale
4.1.Entstehung und Ausweitung von Markenblindheit
4.2 Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft
4.3 Strategien gegen die Aldisierung
5. Umsetzung der „Geiz ist geil“ Idee im Tourismus
5.1 Beispiel 1: Branchenführer TUI mit neuer Marke „Discount Travel“
5.2 Beispiel 2: Der Niedrigpreis-Reiseveranstalter „Alltours“
5.3 Beispiel 3: „Neckermann-Preisknüller“
5.4 Beispiel 4: „No frills Carrier“
6. Reaktionen bei Scheibner Reisen Leipzig
6.1 Gründe für Veränderungen
6.2 Vorgehensweise
6.2 Verbesserungsvorschläge
7. Bewertung und Prognose
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des „Geiz ist geil“-Gedankens auf das Preismanagement in der Touristikbranche am Beispiel von Scheibner Reisen Leipzig, um Strategien gegen den zunehmenden Preisdruck zu identifizieren.
2.3 Analyse des Kaufverhaltens anhand einer Online-Befragung
Statistische Untersuchungen und die Medien lassen seit einigen Jahren verlauten, dass die deutsche Bevölkerung mehr und mehr billig kauft. Dabei erwartet der Kunde jedoch auch eine gewisse Qualität, wodurch er als preisbewusster Käufer gilt. Dieser Trend wurde nicht nur im Tourismus beobachtet, sondern in allen Wirtschaftsbranchen. Die Erkenntnis wurde von den Discountern und Elektromärkten am erfolgreichsten ins Marketing integriert. Lautstark wurden Slogans populär, wie „Media-Markt – Ich bin doch nicht blöd“ oder der bekannte „Geiz ist geil“ – Slogan. Durch die Ausbreitung der Discounter wurden die Konsumenten zur Sparsamkeit erzogen, wodurch der Teufelskreis der Aldisierung entfacht wurde.
In Form einer Online-Befragung sollte untersucht werden, inwiefern der deutsche Konsument auf Qualität achtet, welche Rolle der Preis im Alltag spielt und welche Erfahrungen mit Billig-Produkten gemacht wurden und inwiefern er bereit ist, an Urlaubsreisen zu sparen. Befragt wurden hierzu 507 deutsche Bundesbürger. Durch eine zeitlich festgesetzte Rücklauffrist konnten jedoch nur die ersten 400 eingegangenen Antworten ausgewertet werden, dadurch ist diese Umfrage nicht repräsentativ. Aufgrund des Umfangs konnte eine Vollerhebung selbstverständlich nicht durchgeführt werden, jedoch eine Teilerhebung. Außerdem gehören ca. 50 % der Befragten der Altersgruppe 18-25 Jahre an und nur 0,5% der über 65-jährigen. Dies resultiert daraus, dass die Befragung online durchgeführt wurde und der Anteil der jüngeren PC-Nutzer deutlich höher ist, als jener, der über 65-jährigen. Um bestimmte Eigenschaften zu messen wurden Nominalskalen genutzt. Dadurch konnten einfache Häufigkeitsauszählungen durchgeführt werden. Das Ziel der Befragung war es, die gegenwärtige Situation zum Kaufverhalten festzustellen und einen Trend zu ermitteln, inwiefern der Preis die Kaufentscheidung beeinflusst.
1. Grundlagen und Bedeutung des Preismanagements: Definition des Preismanagements und Einordnung in den Marketing-Mix sowie Darstellung der Funktionen und gesetzlichen Rahmenbedingungen.
2. Die Entwicklung des „Geiz ist geil“ – Gedankens: Historischer Rückblick auf die Konsum-Ära, Analyse des Kaufverhaltens durch eine Online-Befragung und Untersuchung der Erfolgsfaktoren von Discountern.
3. Angebotsseitige Veränderungen: Detaillierte Analyse strategischer, taktischer und operativer Instrumente des Preismanagements in der Touristikbranche inklusive Vertriebswegen.
4. Auswirkungen und Auswege aus der Preisspirale: Untersuchung von Markenblindheit, volkswirtschaftlichen Folgen des Preisdrucks und Strategien zur Gegensteuerung.
5. Umsetzung der „Geiz ist geil“ Idee im Tourismus: Fallbeispiele für die Umsetzung von Discount-Strategien bei TUI, Alltours, Neckermann und Low-Cost-Carriern.
6. Reaktionen bei Scheibner Reisen Leipzig: Analyse der firmeninternen Gründe für Veränderungen, Darstellung der Vorgehensweise und konkrete Verbesserungsvorschläge.
7. Bewertung und Prognose: Zusammenfassende Einschätzung der wirtschaftlichen Folgen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Preiswettbewerb.
Preismanagement, Tourismus, Geiz ist geil, Konsumverhalten, Aldisierung, Discounter, Preisstrategie, Preisdifferenzierung, Preispromotions, Online-Buchung, Markenblindheit, Smart-Shopper, Scheibner Reisen, Qualität, Wettbewerb.
Die Arbeit analysiert, wie der gesellschaftliche Trend des „Geiz ist geil“ das Preismanagement im Tourismus beeinflusst und welche konkreten Reaktionen dies bei Unternehmen wie Scheibner Reisen Leipzig hervorruft.
Zu den zentralen Feldern gehören die psychologischen Aspekte des Konsumverhaltens, die Methoden der Preisbildung, der Einfluss von Billig-Airlines sowie die Entwicklung des Online-Vertriebs.
Ziel ist es, die Auswirkungen des Preisdrucks (Aldisierung) auf die Branche zu klären und aufzuzeigen, mit welchen Strategien sich Unternehmen in diesem Umfeld positionieren können.
Die Autorin führt eine Online-Befragung unter 400 Bundesbürgern durch, um Erkenntnisse über das aktuelle Kaufverhalten und die Sparbereitschaft bei Urlaubsreisen zu gewinnen.
Der Hauptteil untergliedert das Preismanagement in strategische, taktische und operative Bereiche und beleuchtet die Auswirkungen auf Marken sowie Vertriebskanäle im Tourismus.
Wichtige Begriffe sind Preismanagement, Tourismus, Geiz ist geil, Aldisierung, Smart-Shopper, Preisdifferenzierung und Markenblindheit.
Das Unternehmen dient als Beispiel für einen regionalen Busreiseveranstalter, der mit dem Sparsamkeitstrend konfrontiert ist und seine Strategie von Schnäppchenangeboten zurück zur Qualitätssicherung anpassen musste.
Sie prognostiziert einen weiter zunehmenden Preiswettbewerb und empfiehlt, dass Scheibner Reisen keinesfalls in den Preiskampf einsteigen sollte, sondern sich durch Spezialisierung im Luxussegment behaupten muss.
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