Magisterarbeit, 2005
85 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit analysiert die Selbstbekundung der deutschen Universitäten in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Sie untersucht die Rolle der Universitäten im Kontext des Umbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg, der Entnazifizierung und der neuen Bildungspolitik der Besatzungsmächte. Die Arbeit betrachtet die Rektoratsreden der ersten frei gewählten Rektoren als zentrale Quelle für die Analyse der akademischen Selbstwahrnehmung und der Zukunftsvisionen der Universitäten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Themen der deutschen Universitätsgeschichte in der Nachkriegszeit, insbesondere der Rekonstruktion und Neuorientierung der Hochschulen nach dem Nationalsozialismus. Die Schlüsselwörter umfassen: Universitätsgeschichte, Rektoratsreden, Entnazifizierung, Bildungspolitik, Besatzungspolitik, akademische Selbstbekundung, Nachkriegszeit, deutsche Universitäten, Hochschulbildung.
Die Universitäten standen vor einem Trümmerhaufen, sowohl materiell als auch ideologisch, und mussten sich nach der tiefen Verstrickung in das NS-System völlig neu orientieren.
Rektoratsreden dienten als zentrale Quelle für die akademische Selbstbekundung, in der die Rektoren ihre Visionen für eine demokratische Erneuerung und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit formulierten.
Es war der Versuch, belastetes Personal aus Forschung und Lehre zu entfernen und die Universitäten von nationalsozialistischem Gedankengut zu reinigen.
Jede Besatzungsmacht verfolgte eigene Strategien zur "Re-education", um Deutschland nach demokratischen (oder im Osten sozialistischen) Vorbildern umzugestalten.
Studenten wurden aufgefordert, sich als "Waffen des Lichts" für Wahrheit und Freiheit einzusetzen und aktiv am Wiederaufbau einer moralisch integren Wissenschaft teilzunehmen.
Es war die 1934 gegründete zentrale NS-Behörde, die die traditionelle Autonomie der Länder und Hochschulen aufhob und die Bildung vollständig dem NS-System unterstellte.
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