Bachelorarbeit, 2019
59 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in der Adoleszenz
3. Peer- und Freundschaftsbeziehungen
3.1 Perspektivenkoordination als Voraussetzung für soziale Interaktionen
3.2 Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen
4. Selbstkonzepte und Identitäten
4.1 Identitätsmodelle
4.2 Personale und soziale Identitäten
4.3 Selbstkonzept und Selbstwert
5. Zwischenfazit
6. Social Media – Einblicke in das Nutzverhalten Jugendlicher
6.1 Social-Media-Nutzung im historischen Verlauf
6.2 Schwerpunkte in der Social-Media-Nutzung
6.3 Instagram und Snapchat
6.4 Einfluss auf die Freizeitgestaltung
7. Identitäten und Soziale Medien
7.1 Funktionen Sozialer Medien
7.2 Impression Management
7.3 Virtuelle Schein-Identitäten?
8. Beziehungsmanagement und Soziale Medien
8.1 Online- vs. Offline-Beziehungen
8.2 Matthäus-Effekt
9. Risiken des medialen Körperkults
9.1 Körperwahrnehmung in der Adoleszenz
9.2 Perfektionsstreben
9.3 Problematische Communities
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Social-Media-Plattformen auf die Identitätsentwicklung sowie die Gestaltung von Peer- und Freundschaftsbeziehungen im Jugendalter, um zu verstehen, wie digitale Räume das soziale Miteinander transformieren.
7.2 Impression Management
„Die ganze Welt ist Bühne,
und alle Fraun und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
sein Leben lang spielt einer manche Rollen,
durch sieben Akte hin. Zuerst als Kind,
das in der Wärtrin Armen greint und sprudelt;
der weinerliche Bube, der mit Bündel
und glattem Morgenantlitz, wie die Schnecke
ungern zur Schule kriecht (…)“.
Dieses metaphorische Zitat Shakespeares über das bestimmte Auftreten und Verhalten von Menschen weist auf den Rollenbegriff hin, der in den Sozialwissenschaften eine lange Tradition hat. Das Rollenhandeln kann sowohl unbewusst, wie es in dem Zitat „durch sieben Akte hin“ beschrieben wird, als auch bewusst erfolgen. Erving Goffman prägte in diesem Zusammenhang den Begriff Impression Management, was den kontrollierten und gezielt beeinflussten Eindruck eines Individuums auf andere Personen in sozialen Interaktionen beschreibt. Demnach strebt jeder Mensch in sozialen Interaktionen danach, den Eindruck, den er auf andere macht, beeinflussen und kontrollieren zu können. Dabei werden sowohl bewusste als auch unbewusste, automatisierte Inszenierungsstrategien angewendet, die ein bestimmtes Ansehen der eigenen Peron im sozialen Umfeld erzeugen sollen und das Bild eines idealisierten Selbstkonzepts vermitteln. Die Selbstpräsentation und Imagebildung vergleicht Goffmann in seinem Buch „Wir alle spielen Theater: Die Selbstdarstellung im Alltag“ mit einer Bühnenrolle, die vor einer bestimmten Fassade dargestellt wird. Um die Fassade, welche die Zuschauer genau kennen, aufrecht erhalten zu können, muss die Rolle entsprechend dieser Fassade verkörpert werden. Dies beinhaltet sowohl das Gesamtverhalten einer Person als auch ihr Erscheinungsbild.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Adoleszenz für die Identitätsbildung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss sozialer Medien auf Identität und Peer-Beziehungen.
2. Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in der Adoleszenz: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen und biologischen Phasen der Adoleszenz sowie die für die Entwicklung essenziellen Entwicklungsaufgaben.
3. Peer- und Freundschaftsbeziehungen: Es wird die Bedeutung von Perspektivenkoordination sowie der Stellenwert von Peer-Beziehungen für die Persönlichkeitsentwicklung analysiert.
4. Selbstkonzepte und Identitäten: Hier werden theoretische Modelle zur Identitätsentwicklung und die Unterscheidung zwischen personaler und sozialer Identität dargelegt.
5. Zwischenfazit: Das Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse über die Entwicklung im Jugendalter zusammen, bevor der Bezug zur Mediennutzung hergestellt wird.
6. Social Media – Einblicke in das Nutzverhalten Jugendlicher: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Mediennutzung und analysiert das aktuelle Verhalten Jugendlicher anhand der JIM-Studie.
7. Identitäten und Soziale Medien: Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von Medientechnologien, Identität und dem kontrollierten Impression Management im digitalen Raum.
8. Beziehungsmanagement und Soziale Medien: Es werden die Auswirkungen digitaler Kommunikation auf Offline-Beziehungen sowie der soziologische Matthäus-Effekt in sozialen Netzwerken untersucht.
9. Risiken des medialen Körperkults: Das Kapitel befasst sich mit den Gefahren von Körperidealen, dem Perfektionsstreben und der Dynamik problematischer Online-Communities.
10. Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und beantwortet die formulierten Forschungsfragen zur Identitätsentwicklung und zum sozialen Miteinander unter dem Einfluss digitaler Medien.
Adoleszenz, Identitätsentwicklung, Social Media, Peergroup, Selbstkonzept, Impression Management, Körperkult, digitale Identität, Sozialisation, Freundschaft, Mediennutzung, Online-Kommunikation, Selbstwert, Internet, JIM-Studie
Die Arbeit untersucht, wie sich die Nutzung moderner Social-Media-Plattformen auf die Identitätsentwicklung und das soziale Miteinander von Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren auswirkt.
Zentrale Felder sind die psychologischen Entwicklungsaufgaben im Jugendalter, die Dynamik von Freundschaftsbeziehungen, digitale Selbstdarstellung und die Risiken durch mediale Körperideale.
Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern die Identitätsentwicklung durch soziale Medien beeinflusst wird und ob sich das soziale Miteinander durch digitale Entwicklungen grundlegend verändert.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch entwicklungspsychologische Ansätze sowie der Analyse repräsentativer Daten, insbesondere der JIM-Studie 2018.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Komplexe: Grundlagen der Identitätsentwicklung und deren spezifische Ausprägung und Beeinflussung durch soziale Medien wie Instagram und Snapchat.
Wichtige Begriffe sind Adoleszenz, Identität, Social Media, Peer-Beziehungen, Impression Management, Körperkult und Selbstkonzept.
Im Internet haben Jugendliche durch Inszenierung und Filteroptionen einen hohen Kontrollgewinn über ihr Image, was einerseits zum Experimentieren einlädt, andererseits aber Druck erzeugt, um Idealen zu entsprechen.
Er beschreibt das Phänomen, dass sozial kompetente und beliebte Jugendliche auch online einfacher neue Kontakte knüpfen und ihre Popularität ausbauen können, während es isolierten Jugendlichen schwerer fällt.
Plattformen, die Essstörungen verherrlichen oder unrealistische Körperbilder vermitteln, können bei Jugendlichen mit labilen Selbstkonzepten zu psychischer Belastung und negativen gesundheitlichen Folgen führen.
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