Diplomarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 1,7
Einführung
1. Das Krankheitsbild „Adipositas“
2. Die Entstehung von Adipositas
2.1 Die Rolle der Genetik
2.2 Positive Energiebilanz
2.3 Vermehrte Energieaufnahme - Essverhalten
2.3.1 Experiment: „Supersize Me“
2.3.2 Das Drei-Komponenten-Modell
2.4 Verminderter Energieverbrauch
2.5 Psychosoziale Aspekte
2.5.1 Soziokulturelle Faktoren
2.5.2 Persönlichkeitsstörungen und Essstörungen
2.6 Sekundäre Adipositas
3. Adipositas-assoziierte Krankheiten
4. Prävalenz und Epidemiologie
5. Adipositas als eine chronische Erkrankung
5.1 Biopsychosoziale Definition
5.2 Umgang mit Belastungsquellen chronischer Erkrankungen
5.3 Entwicklungsbezogene Aspekte
5.3.1 Krankheitskonzepte bei chronisch kranken Kindern
5.3.2 Einfluss des Alters auf Bewältigungsstrategien
5.3.3 Einfluss der Krankheit auf Entwicklungsaufgaben
6. Psychosoziale Belastungen von Adipositaskranken
6.1 Emotionale Probleme
6.1.1 Verhalten und soziale Kompetenz
6.1.2 Selbstwertgefühl und Körperkonzept
6.1.3 Angst und Depression
6.2 Schulische und soziale Probleme
6.2.1 Schulische Kompetenz
6.2.2 Vorurteile
6.2.3 Soziale Integration
6.3 Funktionelle Einschränkungen und Lebensqualität
6.4 Zusammenfassung
7. Einflussfaktoren auf die Beziehung zwischen Erkrankung und Belastungserleben
7.1 Krankheitsbezogene Merkmale
7.1.1 Schwere der Erkrankung
7.1.2 Krankheitsdauer
7.1.3 Sichtbarkeit der Erkrankung
7.2 Merkmale des Kindes
7.2.1 Alter
7.2.2 Geschlecht
7.2.3 Intelligenz
7.2.4 Coping
7.3 Merkmale der sozialen Umgebung
7.3.1 Sozioökonomischer Status
7.3.2 Familiäre Merkmale
8. Interventionsansätze
8.1 Kontraproduktive Maßnahmen
8.2 Empfohlene Adipositastherapie
9. Möglichkeiten der Sozialen Arbeit
9.1 Momentane Stellung der Sozialen Arbeit
9.2 Einsatzfelder für Sozialarbeiter/Sozialpädagogen
9.2.1 Prävention
9.2.2 Kurativer Einsatz
Schlusswort
Die Diplomarbeit untersucht die psychosozialen Belastungen bei adipositaskranken Kindern und Jugendlichen, um aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit in diesem Bereich präventiv und kurativ tätig werden kann, um langfristig die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
2.3.1 Experiment: „Supersize Me“
Im Jahre 2003 führte Morgan Spurlock ein noch nie da gewesenes Experiment durch, welches solch spektakuläre Ausmaße annahm, dass es als Dokumentarfilm mit dem Titel „Supersize Me“ zahlreiche Besucher in die internationalen Kinos lockte. Die Idee von Spurlock war, sich 30 Tage lang ausschließlich von Produkten der US-Amerikanischen Schnellrestaurantkette Mc Donald´s zu ernähren, um herauszufinden, welche Auswirkungen dies auf den Körper hat. Dieses Restaurant wurde gewählt, weil es mit 30 000 Filialen in 100 Ländern auf sechs Kontinenten weltweit der größte Anbieter von Fast Food ist. Mc Donald´s hat weltweit über 46 Mio. Kunden täglich und stellt in den USA 43% des Fast-Food-Marktes dar.
Die Rahmenbedingungen des Versuchs waren:
- Spurlock ernährt sich 30 Tage lang drei mal täglich ausschließlich von Mc Donald´s-Produkten, einschließlich der Getränke,
- jede Speise von der Mc Donald´s-Karte muss mindestens ein mal gegessen werden,
- das überdurchschnittlich große „Super Size-Menu“ (Burger, 250 g Pommes Frites und 1,25 l Softdrink) wird nur dann bestellt, wenn der Verkäufer dieses anbietet,
- Spurlock bewegt sich nicht mehr als der durchschnittliche US Amerikaner, d.h. die Grenze von 5000 Schritten täglich darf nicht überschritten werden,
- es finden regelmäßige Untersuchungen statt von einem Kardiologen, einer Gastroenterologin, einem Allgemeinmediziner und einer Diätexpertin.
1. Das Krankheitsbild „Adipositas“: Definition und Klassifizierung der Adipositas anhand des Body-Mass-Index bei Erwachsenen sowie Perzentilenkurven für Kinder.
2. Die Entstehung von Adipositas: Analyse der multifaktoriellen Ursachen wie Genetik, Energiebilanz, Essverhalten und psychosoziale Einflüsse.
3. Adipositas-assoziierte Krankheiten: Darstellung der gesundheitlichen Folgeerkrankungen und der sozioökonomischen Kosten.
4. Prävalenz und Epidemiologie: Überblick über die Verbreitung und den steigenden Trend von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen.
5. Adipositas als eine chronische Erkrankung: Theoretische Einordnung der Adipositas als chronische Krankheit und biopsychosoziale Betrachtungsweise.
6. Psychosoziale Belastungen von Adipositaskranken: Zusammenfassung der emotionalen, schulischen und sozialen Auswirkungen auf die betroffenen Kinder.
7. Einflussfaktoren auf die Beziehung zwischen Erkrankung und Belastungserleben: Analyse der Faktoren, die das Belastungserleben moderieren, wie Krankheitsmerkmale und das familiäre Umfeld.
8. Interventionsansätze: Überblick über medizinisch kontraproduktive Maßnahmen und den empfohlenen multifaktoriellen Therapieansatz.
9. Möglichkeiten der Sozialen Arbeit: Diskussion des Handlungsbedarfs und konkreter Einsatzfelder für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in Prävention und Therapie.
Adipositas, psychosoziale Belastungen, Soziale Arbeit, chronische Erkrankung, Kinder und Jugendliche, Ernährungsverhalten, Prävention, Therapie, Body-Mass-Index, Körperkonzept, Stigmatisierung, Lebensqualität, Interventionsansätze, Essstörungen, Familienberatung.
Die Arbeit analysiert die vielfältigen psychosozialen Belastungen, denen adipositaskranke Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, und leitet daraus konkrete Handlungsfelder für die Soziale Arbeit ab.
Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung der Adipositas, ihre Einordnung als chronische Erkrankung, der Umgang mit psychosozialen Folgeproblemen sowie bewährte therapeutische und präventive Interventionsmöglichkeiten.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, warum eine stärkere Beteiligung der Sozialen Arbeit bei der Prävention und Behandlung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter notwendig ist und welche methodischen Ansätze hierfür genutzt werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und wertet nationale sowie internationale Studien aus, um den aktuellen Forschungsstand zu psychosozialen Belastungen und Interventionsstrategien kritisch zusammenzufassen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Genese der Adipositas, der Belastungssituation der Betroffenen in verschiedenen sozialen und schulischen Kontexten sowie mit den Anforderungen an eine ganzheitliche Therapie und Prävention.
Zentrale Begriffe sind Adipositas, psychosoziale Belastungen, Soziale Arbeit, Prävention, chronische Erkrankung und Essverhalten.
Studien belegen, dass elterliche Einstellungen, die familiäre Interaktion und der sozioökonomische Status maßgeblich das Krankheitsverständnis und das Bewältigungsverhalten des Kindes beeinflussen.
Während Mediziner und Therapeuten primär auf klinische Symptome und Gewichtsreduktion fokussieren, übernimmt die Soziale Arbeit die Aufgabe, die psychosoziale Kompetenz zu stärken, das Umfeld einzubeziehen und die Integration der Kinder in ihrem Alltag zu fördern.
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