Examensarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Lebensbilder am Beispiel der antiken Persönlichkeit Caesar
2.2 Der Übersetzungsvorgang im Lateinunterricht
2.3 Texterschließungsverfahren
2.3.1 Phrastische Erschließungsverfahren
2.3.2 Transphrastische Erschließungsverfahren
2.4 Lineares Dekodieren kombiniert mit textlinguistischen Erschließungsverfahren
3 Lerngruppendiagnose
3.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen
3.2 Spezielle Lerngruppendiagnose in Bezug auf die schwerpunktmäßig zu fördernde Kompetenz
4 Schlussfolgerungen aus den theoretischen Vorüberlegungen in Bezug auf die Lerngruppe
4.1 Untersuchungsfragen und Arbeitshypothesen
4.2 Kompetenzen und Standards
5 Planung der Unterrichtssequenz
5.1 Auswahl der Lektüretexte (Sachstrukturanalyse und didaktische Reduktion)
5.2 Methodisch-didaktische Überlegungen
5.3 Synopse mit Abkürzungsverzeichnis (Siehe S. 49 im Anhang)
6 Durchführung der Unterrichtssequenz am Beispiel von drei Schwerpunktstunden
6.1 Die Einführung des Linearen Dekodierens (Doppelstunde)
6.1.1 Sachstrukturanalyse mit Erwartungshorizont
6.1.2 Didaktischer Kommentar
6.1.3 Analyse der durchgeführten Doppelstunde
6.2 Einzelelement einer Übungsstunde: Das interaktive Übersetzungsprotokoll
6.2.1 Sachstrukturanalyse mit Erwartungshorizont
6.2.2 Didaktischer Kommentar
6.2.3 Analyse des interaktiven Übersetzungsprotokolls
6.3 Einzelelement zur zusammenfassenden Strukturierung des Übersetzungsvorgangs: das Flussdiagramm
6.3.1 Sachstrukturanalyse mit Erwartungshorizont
6.3.2 Didaktischer Kommentar
6.3.3 Analyse der Flussdiagramme
7 Gesamtevaluation
8 Gesamtreflexion
Ziel dieser Arbeit ist die Erprobung strukturgebender Texterschließungsverfahren im Lateinunterricht, um Schülern eine selbstständige und sichere Vorgehensweise bei der Übersetzung komplexer lateinischer Texte zu ermöglichen und deren Übersetzungskompetenz nachhaltig zu fördern.
2.3 Texterschließungsverfahren
Texterschließungsverfahren bieten mehr oder weniger festgelegte Handlungsabläufe an, die den eben beschriebenen Verstehensprozess strukturieren sollen. Dabei werden phrastische (satzbezogene) und transphrastische (satzübergreifende) Methoden unterschieden. Es ist zu bemerken, dass die fachdidaktische Literatur keine durchgängig eindeutige Begriffsunterscheidung zwischen Text- und Satzerschließungs-verfahren vornimmt. HÖHN definiert die Begrifflichkeiten, indem er unter Texterschließungsverfahren auch Satzerschließungsverfahren zusammenfasst. Auf dieser theoretischen Grundlage basiert auch die vorliegende Arbeit.
Im Folgenden sollen die zentralen phrastischen und transphrastischen Erschließungsverfahren überblicksartig vorgestellt und bezüglich ihrer Funktionalität für die kompetenzorientierte Schwerpunktsetzung der hier zu analysierenden Unterrichtssequenz bewertet werden.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Problematik der mangelnden Strukturierung bei Übersetzungsprozessen und führt in das Ziel der Erprobung neuer Texterschließungsverfahren ein.
2 Theoretische Vorüberlegungen: Es werden theoretische Grundlagen zu Lebensbildern als literarische Gattung sowie verschiedene methodische Ansätze zur Satz- und Texterschließung, insbesondere das Lineare Dekodieren, erörtert.
3 Lerngruppendiagnose: Dieses Kapitel beschreibt die Lernvoraussetzungen der heterogenen Lerngruppe sowie die Ergebnisse einer Eingangsanalyse zur aktuellen Übersetzungskompetenz.
4 Schlussfolgerungen aus den theoretischen Vorüberlegungen in Bezug auf die Lerngruppe: Auf Basis der Diagnose werden spezifische Untersuchungsfragen und Arbeitshypothesen für die Unterrichtssequenz formuliert.
5 Planung der Unterrichtssequenz: Es erfolgt die detaillierte didaktische Planung inklusive der Auswahl der Lektüretexte und methodischer Überlegungen zur Umsetzung.
6 Durchführung der Unterrichtssequenz am Beispiel von drei Schwerpunktstunden: Die konkrete Anwendung der Verfahren wird anhand von drei ausgewählten Unterrichtseinheiten (Lineares Dekodieren, Übersetzungsprotokoll, Flussdiagramm) dokumentiert und analysiert.
7 Gesamtevaluation: Die Ergebnisse der Unterrichtssequenz werden durch einen Vergleich von Eingangs- und Abschlusstest sowie Fragebogenauswertungen evaluiert.
8 Gesamtreflexion: Abschließend werden die Erfahrungen reflektiert, die Arbeitshypothesen überprüft und Konsequenzen für die zukünftige Unterrichtspraxis gezogen.
Lateinunterricht, Übersetzungskompetenz, Lineares Dekodieren, Satzerschließung, Texterschließungsverfahren, Dekodierung, Rekodierung, Textlinguistik, Unterrichtsplanung, Lerngruppendiagnose, Übersetzungsprotokoll, Flussdiagramm, Caesar, Lebensbilder, Fachdidaktik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Übersetzungskompetenz von Schülern im Lateinunterricht durch die gezielte Einführung und Anwendung systematischer Texterschließungsverfahren.
Im Mittelpunkt stehen die Strukturierung des Übersetzungsvorgangs, der Vergleich verschiedener methodischer Erschließungsansätze sowie deren praktische Erprobung in einer konkreten Unterrichtssequenz.
Das primäre Ziel ist es, Schülern, die Schwierigkeiten beim Übersetzen zeigen, ein methodisches Instrumentarium an die Hand zu geben, um den Übersetzungsprozess von einem chaotischen, "Wort-für-Wort"-Vorgehen in einen strukturierten, verständnisorientierten Prozess zu überführen.
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der theoretische Erschließungsmethoden (insbesondere das Lineare Dekodieren nach Glücklich) mit praktischen Übungsphasen, computergestützten Übersetzungsprotokollen und reflexiven Instrumenten wie Flussdiagrammen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Lerngruppe, die methodische Sequenzplanung sowie die detaillierte Auswertung und Analyse der durchgeführten Unterrichtsstunden.
Zentrale Begriffe sind die "Übersetzungskompetenz", das "Lineare Dekodieren" (LD), die Unterscheidung zwischen "Dekodierung" und "Rekodierung" sowie die "Strukturierung des Übersetzungsvorgangs".
Caesar dient als thematischer Ankerpunkt ("Lebensbilder"), der es ermöglicht, verschiedene antike Prosatexte zu verknüpfen, ohne in eine fragmentierte "Häppchenlektüre" zu verfallen.
Die Evaluation zeigt, dass die Grundlagen für ein strukturierteres Vorgehen gelegt werden konnten, wobei die Nachhaltigkeit der komplexen textlinguistischen Verfahren eine längerfristige und kontinuierliche Übung erfordert.
Das Verfahren ermöglicht einen linearen, am Satzbau orientierten Zugriff, der den Schülern hilft, sich vom ineffektiven isolierten Wort-für-Wort-Übersetzen zu lösen und stattdessen den Informationsfluss des Satzes logisch zu erfassen.
Die Arbeit stellt fest, dass methodische Verfahren fehlende grundlegende Kenntnisse in Grammatik und Vokabular nicht vollständig kompensieren können und dass die Komplexität der textlinguistischen Erschließungsoperationen hohe kognitive Anforderungen an die Schüler stellt.
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