Bachelorarbeit, 2018
39 Seiten, Note: 2,00
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Methodik
2. Begriffsdefinition
2.1 Was ist Werbung?
2.1.1 Formen der Produktwerbung
2.1.2 Social Media
2.2. Definition Testimonial/-werbung
2.3 Celebrity Endorsemet
2.4 Sportprominenz und Sportcelebrity
2.5 Image und Imagetransfer
3. Sportstars als Testimonials
4. Auswahlkriterien
4.1. Werbung mit Sportestimonials
4.2. Modelle beim Einsatz von Testimonialwerbung
4.2.1 Das Source-Credibility-Modell
4.2.2 Das Source-Attractiveness-Modell
4.2.3. Das Match-Up-Modell
4.2.4. Das Meanining-Transfer-Modell
5. Chancen und Risiken durch Sporttestimonialwerbung
5.1. Chancen
5.2. Risiken
5.2.1 Multitestimonial / Übervermarktung
5.2.2 Der Vampir-Effekt
6. Beispiele für erfolgreiche Testimonialwerbung
6.1. Skistars und Raiffeisen
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entscheidungs- und Auswahlprozesse von Unternehmen bei der Wahl von prominenten Sportlern als Testimonials sowie die Analyse des Imagetransfers, um Marken erfolgreich zu positionieren.
4.2.1 Das Source-Credibility-Modell
Ein wesentlicher Faktor um einen Kunden von etwas zu überzeugen ist die Glaubwürdigkeit desjenigen, der das Produkt bewirbt. Bereits in den fünfziger Jahren waren Hovland und Weiss (1951) die ersten, die sich mit dem Thema der Glaubwürdigkeit, die von der Kommunikationsquelle ausgeht, auseinandersetzten. Sie zeigten in ihrer Studie auf, dass weder die Aufnahme und Verarbeitung von rein faktischen Informationen, noch die Erinnerung daran, von der Glaubwürdigkeit des „Presenters“ abhängig sind. Auch Fanderl (2005) verdeutlichte, dass die Effektivität der Aussage eines Testimonials zu einem hohen Grad von der subjektiv empfundenen Glaubwürdigkeit des Rezipienten bestimmt wird. Des Weiteren streicht er zwei Unterkategorien heraus: „Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz“ (Fanderl, 2005, S. 109).
Die Vertrauenswürdigkeit definiert Fanderl als „die vom Rezipienten angenommene Bereitschaft der Quelle, valide Aussagen zu machen, objektiv und ehrlich zu sein.“ (Fanderl, 2005, S. 111). Ist diese Glaubwürdigkeit und das Vertrauen gegeben, bewirkt dies einen hohen Identifikationsgrad des Kunden mit der Marke. Es zeigt sich aber auch, dass Prominente nicht immer die beste Wahl sind. Werden Experten als Testimonial eingesetzt, so werden diese als glaubwürdiger angesehen. Es werden ihnen höhere fachliche Kompetenzen zugeschrieben, welche besonders bei medizinischen Produkten von großer Bedeutung sind. Ein Markenbotschafter, der über eine hohe sachliche Kompetenz im Bezug zum beworbenen Produkt verfügt, wirkt kompetenter und überzeugender als jemand, der keine fachliche Kompetenz aufweisen kann. Eine kompetente Persönlichkeit verursacht demnach eine gesteigerte Kaufabsicht des Kunden für ein Produkt (Simmetsberger, 2007).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Popularität von Testimonialwerbung ein und erläutert die Relevanz der strategischen Auswahl von Sportlern zur Markenprofilierung.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden werberelevante Fachbegriffe wie Werbung, Testimonialwerbung und Celebrity Endorsement erläutert sowie theoretische Modelle zur Zielgruppenbeeinflussung dargelegt.
3. Sportstars als Testimonials: Das Kapitel behandelt die spezifischen Anforderungen an Sportler, um als Werbeträger zu fungieren, und beleuchtet die Dynamik zwischen sportlichem Erfolg und medialer Präsenz.
4. Auswahlkriterien: Hier werden zentrale Faktoren und wissenschaftliche Modelle vorgestellt, die Marketingentscheidern als Orientierungshilfe bei der Auswahl eines passenden Markenbotschafters dienen.
5. Chancen und Risiken durch Sporttestimonialwerbung: Dieses Kapitel analysiert sowohl die Potenziale zur Steigerung der Markenbekanntheit als auch die Gefahren durch Imageschäden und Übervermarktung.
6. Beispiele für erfolgreiche Testimonialwerbung: Die Kooperation zwischen der Raiffeisen Bank und Skistars wie Hermann Maier und Marcel Hirscher dient als Fallbeispiel für eine langfristige und erfolgreiche Markenkommunikation.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass neben der starken Sportlerpersönlichkeit insbesondere die Glaubwürdigkeit und die authentische Übereinstimmung mit dem Produkt die wesentlichen Schlüssel zum Erfolg darstellen.
Testimonial, Werbung, Sportstars, Celebrity Endorsement, Image, Imagetransfer, Markenkommunikation, Sportmarketing, Glaubwürdigkeit, Auswahlkriterien, Werbewert, Sponsoring, Raiffeisen, Hermann Maier, Marcel Hirscher
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von prominenten Sportlern als Testimonials in der Werbelandschaft und analysiert, wie Unternehmen diese erfolgreich zur Markenpositionierung einsetzen können.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Werbewirkung, Auswahlkriterien für Testimonials, sowie eine differenzierte Betrachtung der Chancen und Risiken im Sportmarketing.
Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, welche Kriterien für die Auswahl eines Sportlers als Markenbotschafter entscheidend sind und wie ein Imagetransfer bestmöglich gelingen kann, um in einem wettbewerbsintensiven Markt zu bestehen.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche unter Einbeziehung wissenschaftlicher Publikationen, Fachartikel aus den Bereichen Marketing und Werbung sowie der Analyse existierender Modelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition relevanter Begriffe, die Vorstellung von Modellen wie dem Source-Credibility-Modell und dem Match-Up-Modell, sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen von Testimonialwerbung.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Testimonial, Werbung, Sportstars, Celebrity Endorsement, Imagetransfer, Glaubwürdigkeit und Markenpositionierung.
Der Skisport genießt in Österreich einen extrem hohen Stellenwert und löst eine große gesellschaftliche Begeisterung aus, was ihn zu einem idealen Medium für die Emotionalisierung von Marken macht.
Der Vampir-Effekt tritt auf, wenn die Bekanntheit oder die Skandale des Sportlers das beworbene Produkt so stark in den Schatten stellen, dass der Konsument die Marke vergisst.
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