Examensarbeit, 2005
147 Seiten, Note: 1,0
1 VORWORT UND HINFÜHRUNG ZUM THEMA
2 QUELLENLAGE
3 ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE UND SOZIALWISSENSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN
3.1 KÖRPERLICHE UND MOTORISCHE ENTWICKLUNG
3.2 KOGNITIVE ENTWICKLUNG
3.3 SOZIAL-EMOTIONALE ENTWICKLUNG
3.4 MOTIVATIONSENTWICKLUNG
3.5 MORALISCHE ENTWICKLUNG
3.6 VERÄNDERTE KINDHEIT
3.6.1 HISTORISCHE LEBENSBEDINGUNGEN VON KINDERN
3.6.2 ASPEKTE VERÄNDERTER KINDHEIT
3.7 KONSEQUENZEN FÜR EINEN KINDGEMÄß VERÄNDERTEN SCHULANFANG
3.8 ZUSAMMENFASSUNG
4 SCHULEINGANGSENTWICKLUNG – VERÄNDERUNGEN FÜR EINEN KINDGERECHTEN SCHULANFANG
4.1 GESETZLICHE REGELUNGEN ZUR EINSCHULUNG
4.2 VON SCHULREIFE ZUR SCHULFÄHIGKEIT
4.2.1 SCHULREIFE AUF GRUNDLAGE DER REIFUNGSTHEORIE
4.2.2 SCHULFÄHIGKEIT AUF GRUNDLAGE DER LERNTHEORIE
4.2.3 SCHULFÄHIGKEIT AUS ÖKOSYSTEMISCHER SICHT
4.3 DIE NEUE SCHULEINGANGSPHASE – DAS KONZEPT FÜR EINEN KINDGERECHTEN SCHULANFANG?
4.3.1 IDEE DES NEUEN KONZEPTES
4.3.2 MERKMALE DES NEUEN KONZEPTES
4.3.3 UMSETZUNG DER NEUEN SCHULEINGANGSPHASE IN NRW
4.3.4 WIE IST DIE EINFÜHRUNG DES KONZEPTES IN NRW ZU BEWERTEN?
4.4 ZUSAMMENFASSUNG
5 KINDGEMÄßE ÜBERGANGSGESTALTUNG: VOM KINDERGARTEN IN DIE GRUNDSCHULE
5.1 KOOPERATION GRUNDSCHULE – KINDERGARTEN
5.2 DIE SCHULANMELDUNG
5.3 KONTAKTAUFNAHME
5.4 DER ERSTE SCHULTAG
5.5 ZUSAMMENFASSUNG
6 GESTALTUNG DES ANFANGSUNTERRICHTS
6.1 AUFGABEN DES ANFANGSUNTERRICHTS
6.2 INDIVIDUALITÄT ANNEHMEN UND STÄRKEN
6.3 SOZIALE INTEGRATION – ERFAHRUNGEN IN EINER KLASSENGEMEINSCHAFT
6.4 LERNFÖRDERLICHER ANFANGSUNTERRICHT: OFFENE UNTERRICHTFORMEN
6.4.1 TAGES-/WOCHENPLANARBEIT
6.4.2 FREIE ARBEIT
6.4.3 PROJEKTARBEIT
6.5 SCHÜLERBEOBACHTUNG
6.6 DER KLASSENRAUM ALS LERN- UND LEBENSRAUM
6.7 RHYTHMISIERUNG
6.8 REGELN UND RITUALE
6.9 SPIEL UND BEWEGUNG
6.10 STILLE UND ENTSPANNUNG
6.11 ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN
6.12 HAUSAUFGABEN
6.13 ZUSAMMENFASSUNG
7 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit eines veränderten Verständnisses der Schuleingangsphase aufzuzeigen, um Kindern einen gelingenden, kindgerechten Übergang vom Kindergarten in die Grundschule sowie einen erfolgreichen Start in den Anfangsunterricht zu ermöglichen.
3.1 Körperliche und motorische Entwicklung
Etwa im 5. Lebensjahr beginnt nach einer Zeit des schnellen Wachsens eine ausgeglichene und ruhigere Wachstumsphase, die sich erst wieder in der Pubertät beschleunigt. Schon zu Beginn des Schulalters sind Geschlechtsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen vorhanden. Jungen sind in der Regel etwas größer und sie zeigen bessere Leistungen bei den meisten körperlichen und sportlichen Aktivitäten. Zu den wenigen Ausnahmen besserer Leistungen der Mädchen zählen Geschicklichkeits- und Balanceaufgaben sowie das Hüpfen. Zum einen liegen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sicherlich an der Übungshäufigkeit (Jungen spielen mehr außerhalb des Hauses und sind durchschnittlich interessierter an sportlichen Wettkämpfen) und zum anderen wirken sich die körperlichen Unterschiede schon in diesem Alter aus (Jungenkörper sind muskulöser als die der Mädchen). Peter Rossmann zieht noch einen weiteren Faktor hinzu; er berichtet von einer Art Hemmung der Mädchen im Wettkampf gegen Jungen, die in empirischen Studien beobachtet wurde. (vgl. Rossmann 1996, S. 113) Insgesamt nehmen im Laufe der Grundschulzeit körperliche Fähigkeiten wie Körperkraft, Koordination, Schnelligkeit und Ausdauer bei beiden Geschlechtern stetig zu.
Schon vor einiger Zeit wurde festgestellt, dass im Vergleich mit früheren Jahrzehnten Kinder ihre Körperproportionen generell mit jüngerem Lebensalter verändern und in der Regel etwas größer sind. (vgl. Nickel 1975, S. 21)
Im Allgemeinen ändert sich das Erscheinungsbild eines Kindes zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Besonders deutlich fallen dabei die Veränderungen der Körperproportionen auf. Wilfried Zeller, ein Berliner Kinderarzt, führte für die typischen Erscheinungsbilder von Kleinkindern und Schulkindern die Begriffe Kleinkindform, Übergangsform und Schulkindform ein.
1 VORWORT UND HINFÜHRUNG ZUM THEMA: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Schulanfangs für die weitere Bildungsbiografie und die Verschiebung des Fokus hin zu einer kindgerechten Schule.
2 QUELLENLAGE: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die erziehungswissenschaftliche Sekundärliteratur zu den Themen Schulanfang, Kindheit und Anfangsunterricht.
3 ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE UND SOZIALWISSENSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN: Kapitel 3 erörtert die körperliche, kognitive, soziale, emotionale, motivationale und moralische Entwicklung von Kindern sowie den Wandel der Kindheit.
4 SCHULEINGANGSENTWICKLUNG – VERÄNDERUNGEN FÜR EINEN KINDGERECHTEN SCHULANFANG: Es werden gesetzliche Grundlagen, der Begriff der Schulfähigkeit und das Konzept der neuen Schuleingangsphase in NRW analysiert.
5 KINDGEMÄßE ÜBERGANGSGESTALTUNG: VOM KINDERGARTEN IN DIE GRUNDSCHULE: Dieses Kapitel erläutert Möglichkeiten für eine gelingende Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule, einschließlich Anmeldung und Kontaktaufnahme.
6 GESTALTUNG DES ANFANGSUNTERRICHTS: Das letzte inhaltliche Kapitel entwirft pädagogisch-didaktische Konzepte wie offenen Unterricht, Schülerbeobachtung, Rhythmisierung, Regeln und Rituale, Spiel, Hausaufgaben und Elternarbeit.
7 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, den Schulanfang als einen sensiblen, komplexen Übergang zu verstehen und durch professionelle Konzepte an der Schule zu stützen.
Schulanfang, Anfangsunterricht, Schuleingangsphase, Schulfähigkeit, Grundschule, Entwicklung, Kindheit, Übergangsgestaltung, Kooperation, Offener Unterricht, Individualisierung, Pädagogik, Lernbiografie, Sozialverhalten, Medien.
Die Hausarbeit befasst sich mit der pädagogischen Gestaltung eines kindgerechten Schulanfangs und des anschließenden Anfangsunterrichts, wobei der Fokus auf den Bedürfnissen und Voraussetzungen der Kinder liegt.
Zentrale Felder sind entwicklungspsychologische Grundlagen, die Bedeutung der Schuleingangsphase, der Wandel von der Schulreife zur Schulfähigkeit sowie didaktische Konzepte zur Unterrichtsgestaltung.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit eines veränderten Verständnisses der Schuleingangsphase aufzuzeigen und Lösungsansätze zu präsentieren, um allen Kindern einen erfolgreichen Start in die Grundschule zu ermöglichen.
Es handelt sich um eine literaturgestützte, pädagogische Analyse, die erziehungswissenschaftliche Theorien und aktuelle bildungspolitische Rahmenbedingungen in NRW kritisch beleuchtet.
Der Hauptteil analysiert neben den psychologischen Grundlagen die gesetzlichen Bedingungen der Einschulung, die Kooperation zwischen Kindergarten und Schule sowie konkrete Unterrichtsmethoden für die erste Zeit in der Schule.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Schulanfang, Anfangsunterricht, Schulfähigkeit, Schuleingangsphase, Kindheit und Individualisierung.
Dieser Begriff thematisiert gesellschaftliche Veränderungen wie Familienstrukturen, Medienkonsum und veränderte Wohnbedingungen, auf die sich die Grundschule einstellen muss, um den heutigen Schulanfängern gerecht zu werden.
Die Autorin ist skeptisch und kritisiert, dass das Konzept übereilt eingeführt wurde und oft die notwendigen Voraussetzungen, wie finanzielle Mittel oder ausreichendes Personal, fehlen, um eine hohe Qualität zu garantieren.
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