Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Leasingbilanzierung nach IAS 17
2.1 Grundlagen des Leasinggeschäftes
2.1.1 Definition
2.1.2 Erscheinungsformen
2.2 Identifikation und Klassifizierung
2.2.1 Risk-and-reward-Ansatz
2.2.2 Kriterien der Klassifizierung
2.3 Bilanzierung
2.3.1 Operateleasing beim Leasingnehmer
2.3.2 Operateleasing beim Leasinggeber
2.3.3 Finanzierungsleasing beim Leasingnehmer
2.3.4 Finanzierungsleasing beim Leasinggeber
3. Leasingbilanzierung nach IFRS 16
3.1 Intention der Standardsetter
3.2 Anwendungsbereich
3.3 Right-of-use-Ansatz
3.4 Identifikation
3.4.1 Identifizierbarer Vermögenswert
3.4.2 Recht zur Kontrolle der Nutzung
3.5 Klassifizierung
3.6 Bilanzierung
3.6.1 Bilanzierung beim Leasingnehmer
3.6.1.1 Ansatz und Ausweis
3.6.1.2 Bewertung
3.6.1.3 Anhang
3.6.2 Bilanzierung beim Leasinggeber
4. Kritische Würdigung der Leasingreform nach IFRS
5. Leasingbilanzierung nach US-GAAP Topic 842
5.1 Identifikation
5.2 Klassifizierung
5.3 Bilanzierung
5.3.1 Bilanzierung beim Leasingnehmer
5.3.2 Bilanzierung beim Leasinggeber
5.3.3 Anhang
6. Vergleichende Analyse der Leasingvorschriften nach IFRS 16 und US-GAAP Topic 842
6.1 Anwendungsbereich
6.2 Identifizierung
6.3 Klassifizierung
6.4 Bilanzierung
6.4.1 Bilanzierung beim Leasingnehmer
6.4.2 Bilanzierung beim Leasinggeber
6.5 Weitere strukturelle Unterschiede
6.5.1 Anhang
6.5.2 Sonderregelungen
7. Kritische Würdigung der Leasingreform
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Neuregelungen zur Leasingbilanzierung unter IFRS 16 und US-GAAP Topic 842 zu analysieren, kritisch zu würdigen und die Auswirkungen auf bilanzierende Unternehmen sowie die Unterschiede zwischen den Standards darzustellen.
1.1 Problemstellung
Der ehemalige Vorsitzende des IASB, Sir David Tweedie, prägte mit seinem Zitat: „One of my great ambitions before I die is to fly in an aircraft that is on an airline´s balance sheet.“ die Debatte zur Leasingreform. Mit diesem Satz kritisiert Tweedie die bestehenden Vorschriften zur Leasingfinanzierung. Vor allem die Luftfahrtindustrie nutzt diese Missstände für ihre Bilanzpolitik aus, indem sie ihre gesamte Flugzeugflotte least, um so ihre Bilanz zu verschönern. Aus dieser Kritik lässt sich die implizierte Aufforderung an die Standardsetter ableiten, dass eine Neuregelung zur Leasingbilanzierung nötig ist, um eine realitätsnahe Betrachtung von Unternehmensbilanzen zu ermöglichen.
Des Weiteren kommt es durch die Veränderung der Bedingungen in der Unternehmensfinanzierung zu einer stetigen Neuausrichtung, welche die traditionellen Finanzierungsformen ergänzt. Dabei ist Leasing eine Alternative zum klassischen Bankkredit eröffnet für den Mittelstand. Jedoch wirft die vermehrte Nutzung von alternierenden Instrumenten immer die Frage auf, ob die bestehenden Regelungen in jedem Falle sinnvoll, gerecht und schlüssig sind.
Um diese Fragen zu beantworten und den Forderungen Tweedies nachzukommen, begannen das FASB und der IASB im Juli 2009 ein Projekt zur Reformierung der Leasingbilanzierung. Hierbei bestand das Hauptziel in der Formulierung einer einheitlichen Regelung zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und die Abschaffung der außerbilanziellen Erfassung dieser. Im Zeitverlauf des Projektes bildete sich der konzeptionelle Ansatz des right-of-use heraus, welcher den bestehenden risk-and-reward-Ansatz ersetzen sollte. Aufgrund der unterschiedlichen Vorstellungen zu den Details kam es dazu, dass die Standardsetter jeweils einen eigenen Standard zur Neuregelung von Leasingverhältnissen publizierten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Leasingbilanzierung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2. Leasingbilanzierung nach IAS 17: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen, Klassifizierung und Bilanzierung von Leasinggeschäften nach dem bisherigen Standard IAS 17.
3. Leasingbilanzierung nach IFRS 16: Es werden die Intentionen hinter der Reform, der Anwendungsbereich, der neue Right-of-use-Ansatz sowie die spezifischen Bilanzierungsregelungen für Leasingnehmer und Leasinggeber nach IFRS 16 erläutert.
4. Kritische Würdigung der Leasingreform nach IFRS: Eine kritische Reflexion der Reformbestrebungen unter IFRS, insbesondere der Umstellung auf den Right-of-use-Ansatz.
5. Leasingbilanzierung nach US-GAAP Topic 842: Analyse der US-amerikanischen Neuregelungen, einschließlich Identifikation, Klassifizierung und Bilanzierung nach Topic 842.
6. Vergleichende Analyse der Leasingvorschriften nach IFRS 16 und US-GAAP Topic 842: Ein systematischer Vergleich der beiden Standards hinsichtlich Anwendungsbereich, Identifizierung, Klassifizierung und Bilanzierung.
7. Kritische Würdigung der Leasingreform: Ein abschließendes Fazit, das den Erfolg der Reform hinsichtlich Transparenz und Harmonisierung bewertet.
Leasingbilanzierung, IFRS 16, US-GAAP Topic 842, Right-of-use-Ansatz, IAS 17, Bilanzpolitik, Leasingnehmer, Leasinggeber, Finanzierungsleasing, Operateleasing, Transparenz, Harmonisierung, Leasingverhältnis, Nutzungsrecht, Standardsetter.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Neuerungen in der Leasingbilanzierung durch die Standards IFRS 16 und US-GAAP Topic 842 und analysiert deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung.
Die zentralen Themen sind der Paradigmenwechsel vom Risk-and-reward-Ansatz zum Right-of-use-Ansatz, die Abgrenzung von Leasingverhältnissen und der Vergleich der beiden neuen Standards.
Das Ziel ist die inhaltliche Analyse und Gegenüberstellung von IFRS 16 und US-GAAP Topic 842, um zu prüfen, ob die Ziele der Reform – insbesondere höhere Transparenz – erreicht wurden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einem systematischen Vergleich der Rechnungslegungsvorschriften, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des alten IAS 17, die Analyse des IFRS 16, die Analyse der US-GAAP Topic 842 sowie einen abschließenden direkten Vergleich beider neuen Standards.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Leasingbilanzierung, Right-of-use-Ansatz, IFRS 16, US-GAAP Topic 842 und Transparenz.
Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass der IFRS 16 für Leasingnehmer ein einheitliches Modell vorsieht, während US-GAAP Topic 842 weiterhin ein duales Modell (Operate- und Finanzierungsleasing) für beide Vertragsparteien beibehält.
Dies ist ein konzeptioneller Ansatz, bei dem das Nutzungsrecht an einem Leasinggegenstand als Vermögenswert und die entsprechende Zahlungspflicht als Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst wird, anstatt Leasingverhältnisse außerhalb der Bilanz zu führen.
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