Diplomarbeit, 2005
85 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Begriffe und Grundlagen von Informations- und Kommunikationssystemen
2.1. Begriffe „Information“ und „Kommunikation“
2.2. Begriff „Informations- und Kommunikationssysteme“
2.3. Formen von Informations- und Kommunikationssystemen
2.3.1. Die Wertschöpfungskette nach Porter
2.3.2. Einsatzformen von Informations- und Kommunikationssystemen entlang der Wertschöpfungskette
2.4. Ökonomische Bedeutung von Informations- und Kommunikationssystemen
2.4.1. Information als Produktionsfaktor
2.4.2. Bedeutungszuwachs von Informations- und Kommunikationssystemen
2.4.3. Potenziale des Einsatzes von Informations- und Kommunikationssystemen
2.4.4. Wert von Informations- und Kommunikationssystemen
2.5. Unternehmensinterne Veränderungen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen
2.5.1. Organisationale Auswirkungen
2.5.2. Personelle Auswirkungen
3. Ziele, Ansätze und Anforderungen im Kontext des Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen
3.1. Grundlagen des Controlling
3.1.1. Controlling und Controllingkonzeptionen
3.1.2. Strategisches und operatives Controlling
3.1.3. Regelkreis des Controlling
3.2. Ziele eines Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen
3.3. Ansätze und Problematik der Bewertung von Informations- und Kommunikationssystemen
3.3.1. Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie
3.3.2. Ansätze zur Bewertung von Informations- und Kommunikationssystemen
3.3.2.1. Überblick über Bewertungsansätze
3.3.2.2. Ansätze mit Schwerpunkt Kosten- und/oder Nutzenanalyse
3.3.2.3. Ansätze mit Schwerpunkt Identifizierung strategischer Wirkungen
3.3.3. Barrieren der Bewertung
3.4. Anforderungen an ein Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen
4. Lebenszyklusorientiertes Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen anhand ausgewählter Controllinginstrumente
4.1. Lebenszyklusphasen eines Informations- und Kommunikationssystems als Ansatzpunkte des Controlling
4.2. Controlling in der Phase der Strategieentwicklung
4.2.1. Anforderungen an das Controlling im Rahmen der Strategieentwicklung
4.2.2. Die Portfolioanalyse als strategieorientiertes Instrument
4.2.2.1. Konzept der Portfolioanalyse
4.2.2.2. Anwendung der Portfolioanalyse auf das Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen
4.2.3. Vorteile und Problembereiche
4.3. Controlling in der Phase der Projektauswahl
4.3.1. Anforderungen an das Controlling im Rahmen der Projektauswahl
4.3.2. Die Total-Cost-of-Ownership-Methode als finanzielles Instrument
4.3.3. Die SMART-Methode als multidimensionales Instrument
4.3.4. Vorteile und Problembereiche
4.3.4.1. Total-Cost-of-Ownership-Methode
4.3.4.2. SMART-Methode
4.4. Controlling in der Nutzungsphase
4.4.1. Anforderungen an das Controlling im Rahmen der laufenden Nutzung
4.4.2. Die Prozesskostenrechnung als prozessorientiertes Instrument
4.4.2.1. Konzept der Prozesskostenrechnung
4.4.2.2. Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung
4.4.3. Vorteile und Problembereiche
4.5. Phasenübergreifendes Controlling
4.5.1. Anforderungen an ein phasenübergreifendes Controlling
4.5.2. Die Balanced Scorecard als phasenübergreifendes Instrument
4.5.3. Vorteile und Problembereiche
4.6. Gestaltungsempfehlungen für ein Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen
4.6.1. Voraussetzungen für den Aufbau eines Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen
4.6.2. Beispiele für Ziele und Kennzahlen anhand der Perspektiven der Balanced Scorecard
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die mit dem Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen verbundenen Ziele, existierende Bewertungsansätze sowie bestehende Problemfelder systematisch zu erfassen und zu analysieren, um daraus Anforderungen an ein effektives Controlling-System abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie moderne Informations- und Kommunikationssysteme als Objekt des Controlling erfolgreich in ein Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem integriert werden können, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern.
3.3.1. Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie
Mit zunehmender Bedeutung der Informationstechnologie und somit auch der Informations- und Kommunikationssysteme für die Unternehmung und steigenden Investitionen in diesem Bereich, wurden in den 80er Jahren die ersten größeren Studien zu dem Verhältnis von Investitionen in Informationstechnologie und dem Wertbeitrag (vgl. Dedrick/Gurbaxani/Kraemer 2003, 2) in Form von quantitativ messbaren betriebswirtschaftlichen Größen vorgenommen. Dabei wurde als Kennzahl meist die Produktivität einer Branche oder der gesamten Volkswirtschaft betrachtet. Studien, die zuerst auf volkwirtschaftlicher Ebene in den USA durchgeführt wurden, zeigten vermehrt keine, bzw. sogar eine negative Wirkungsbeziehung von Produktivität und Informationstechnologie (vgl. Brynjolffson 1993, 67). Aufgrund der Tatsache, dass die Unternehmensführung Investitionen in Informationstechnologie durch die enorme Leistungssteigerung der Technik oft als Garantie für Effizienzsteigerungen betrachtete (vgl. Picot/Reichwald/Wigand 2003, 195) wurden diese Ergebnisse als paradox empfunden und als „Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie“ bezeichnet (vgl. Piller 1998, 258).
Mit der in diesem Zusammenhang viel zitierten Feststellung von Solow (1987, 36) „We can see computers everywhere except in the productivity statistics” wurde die Diskussion über die Produktivität des Einsatzes der Informationstechnologie eingeleitet. Nach der makroökonomischen Betrachtung wurden in den 90er Jahren vermehrt auch Studien vorgenommen, die sich auf die Produktivität auf Ebene der einzelnen Unternehmungen konzentrierten (vgl. Brynjolfsson/Hitt 1998, 51).
Ein Paradoxon ist definiert als „scheinbar falsche Aussage, die aber bei genauerer Analyse auf eine höhere Wahrheit hinweist“ (Scholze-Stubenrecht et al. 1994, 579). Diese Definition weist darauf hin, dass nur ein scheinbarer Widerspruch vorliegt und es durch eine genauere Analyse der zugrunde liegenden Probleme und Hindernisse möglich sein könnte, diesen zu überwinden (vgl. Weiber/Krämer 2002, 203). Seit Beginn der Forschung sind unterschiedliche Erklärungsansätze für diese Hindernisse aufgestellt worden. Auf volkswirtschaftlicher Ebene werden als Gründe für das Produktivitätsparadoxon Reinvestitionen der mitarbeiterbezogenen Einsparungen und Umverteilungen der Gewinne innerhalb der Unternehmungen einer Branche genannt (vgl. Picot/Reichwald/Wigand 2003, 198).
1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz von Informations- und Kommunikationssystemen in der modernen Informationsgesellschaft und begründet die Notwendigkeit, diese Systeme als eigenständiges Objekt des Controlling zu betrachten.
2. Begriffe und Grundlagen von Informations- und Kommunikationssystemen: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der zentralen Begriffe, die Erläuterung ihrer ökonomischen Bedeutung als Produktionsfaktor sowie eine Darstellung der organisationalen Auswirkungen bei ihrem Einsatz.
3. Ziele, Ansätze und Anforderungen im Kontext des Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen: Das Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen des Controlling, die spezifischen Ziele für den Bereich der Informationssysteme und diskutiert die Bewertungsproblematik sowie das sogenannte Produktivitätsparadoxon.
4. Lebenszyklusorientiertes Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen anhand ausgewählter Controllinginstrumente: Hier werden ausgewählte Instrumente wie Portfolioanalyse, Total-Cost-of-Ownership, SMART-Methode, Prozesskostenrechnung und Balanced Scorecard kritisch für die verschiedenen Phasen des Lebenszyklus analysiert und Gestaltungsempfehlungen abgeleitet.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe im Kontext des IT-Controlling.
Controlling, Informationssysteme, Kommunikationssysteme, IT-Management, Wirtschaftlichkeitsbewertung, Produktivitätsparadoxon, Total-Cost-of-Ownership, Balanced Scorecard, Prozesskostenrechnung, Strategieentwicklung, IT-Strategie, Investitionscontrolling, Lebenszyklus, Prozessoptimierung, Unternehmensführung
Die Arbeit befasst sich mit dem Management und der Steuerung von Informations- und Kommunikationssystemen durch ein dediziertes Controlling, um deren Wertbeitrag für das Unternehmen transparent zu machen und strategisch nutzbar zu gestalten.
Im Fokus stehen die theoretische Fundierung von Informationssystemen, die Herausforderungen bei deren wirtschaftlicher Bewertung, die Analyse spezifischer Controllinginstrumente über verschiedene Lebenszyklusphasen hinweg sowie die organisatorische Integration dieser Systeme.
Ziel ist es, die Ziele, Ansätze und Probleme beim Controlling von Informations- und Kommunikationssystemen zu identifizieren und daraus Anforderungen an ein effektives Controlling-System abzuleiten, das strategische und operative Aspekte verbindet.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte Literaturanalyse und eine strukturierte Zusammenfassung bestehender betriebswirtschaftlicher Theorien und Controlling-Instrumente, ergänzt durch die Analyse empirischer Studien zum Wertbeitrag der Informationstechnologie.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die Untersuchung der spezifischen Controlling-Ziele und Bewertungsprobleme (einschließlich des Produktivitätsparadoxons) sowie die detaillierte kritische Betrachtung ausgewählter Instrumente in den Phasen Strategieentwicklung, Projektauswahl und laufende Nutzung.
Zentrale Begriffe sind Controlling, Informations- und Kommunikationssysteme, IT-Investitionsbewertung, Total-Cost-of-Ownership, Balanced Scorecard und Prozesskostenrechnung.
Es dient als Ausgangspunkt für die Problemanalyse, da es den scheinbaren Widerspruch zwischen hohen Investitionen in IT und dem zunächst ausbleibenden quantitativen Produktivitätszuwachs adressiert und zur Suche nach adäquaten Bewertungsmethoden motiviert.
Die Balanced Scorecard wird als phasenübergreifendes Instrument empfohlen, da sie in der Lage ist, sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Zielgrößen in verschiedenen Perspektiven zu verknüpfen und somit die Strategieumsetzung über den gesamten Lebenszyklus eines IT-Systems hinweg zu unterstützen.
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