Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. „Interkulturelles Lernen“ als Zielsetzung in Schule und Unterricht
2.1. Von der „Interkulturellen Pädagogik“ zum „Interkulturellen Lernen“
2.2. Zielsetzungen und Umsetzungsvorschläge
2.3. „Interkulturelles Lernen“ im Fach Deutsch
2.3.1. Aussagen in Lehrplänen, Bildungsstandards und Kompetenzbereichen
2.3.2. Beispiele für „Interkulturelles Lernen“ im Unterrichtsfach Deutsch
3. Lehrwerke für den Deutschunterricht als Medien zur Darstellung und Thematisierung unterschiedlicher Sprachen und Kulturen
3.1. Zur Lehrwerksforschung
3.2. Analyse von Lehrwerken für den Deutschunterricht
4. Zusammenfassung
5. Analyse ausgewählter Lehrwerke für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I
5.1. Ziele der Analyse
5.2. Die ausgewählten Lehrwerke
5.3. Methodisches Vorgehen
5.4. Vorstellung der Analysekriterien
6. Durchführung der Lehrwerkanalysen
6.1. Analyse von „Doppel-Klick. Das Sprach- und Lesebuch“
6.1.1. Analysekriterium „Themen“
6.1.2. Analysekriterium „Texte“
6.1.3. Analysekriterium „Bilder“
6.2. Analyse von „P.A.U.L. D.“
6.2.1. Analysekriterium „Themen“
6.2.2. Analysekriterium „Texte“
6.2.3. Analysekriterium „Bilder“
7. Auswertung und Darstellung der Analyseergebnisse
8. Diskussion der Analyseergebnisse
9. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit aktuelle Lehrwerke für das Fach Deutsch in der Sekundarstufe I als Medien zur Darstellung und Thematisierung unterschiedlicher Sprachen und Kulturen dienen und somit interkulturelles Lernen fördern können.
3.1. Zur Lehrwerksforschung
Gegenwärtig haben etwa 30 Prozent aller unter 15-jährigen bikulturelle Wurzeln. Insofern stellt „interkulturelles Lernen“ eine wichtige Aufgabe für die Schulen dar (vgl. Schulte 2018, S. 101). Die Bedeutung des Schulbuchs zur Erreichung der Bildungsziele und Entstehung von Wertehaltungen liegt dabei auf der Hand (vgl. ebd., S. 102). Bei Lehrwerken, „handelt es sich um ein für Schüler bestimmtes Lehrmittel, das in Druckform vorliegt, sich schulart- und schulfachbezogen an Lehrplänen oder Standards orientiert und die dort bestimmten Ziele, Kompetenzen und Inhalte umsetzt; in der Regel wird es für ein komplettes Schuljahr oder ein Schulhalbjahr eingesetzt und als Leitmedium im Unterricht verwendet.“ (Fuchs/Niehaus/Stoletzki 2014, S. 10). Sie sind das wichtigste Hilfsmittel für Lehrkräfte, um die Bildungsziele an den jeweiligen Schulen zu erreichen. Das Ergebnis vieler Untersuchungen zeigt, dass bei vielen Lehrkräften, das Schulbuch einen hohen Stellenwert für die Unterrichtsvorbereitung hat (vgl. ebd., S. 92).
Die Anfänge der Lehrwerksforschung geht auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Bei Forschungen in diesem Zeitraum, ging es primär darum, dass nationalsozialistische Texte oder geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen entfernt wurden. Begünstigt wurde dieses Vorgehen durch die Bildungsreform in den 60er und 70er Jahren (vgl. ebd., S. 21). Zehn Jahre später, in den 80er Jahren, kam es immer mehr zu einer sozialwissenschaftlich orientierten Schulbuchforschung. In diesem Zusammenhang wird zwischen der „prozessorientierten Schulbuchforschung“, der „produktorientierten Schulbuchforschung“ und der „wirkungsorientierten Schulbuchforschung“ unterschieden. Bei der „prozessorientierten Schulbuchforschung“ wird der Lebenszyklus des Lehrwerks von der Entwicklung bis zur Verwendung im Unterricht begutachtet. Die „produktorientierte Schulbuchforschung“ beschäftigt sich mit der visuellen Kommunikation des Lehrwerks und die „wirkungsorientierte Schulbuchforschung“ untersucht das Lehrwerk im Hinblick auf seine Wirkungen auf die Schüler und Schülerinnen, sowie auf die Lehrkräfte.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit des interkulturellen Lernens in einer multikulturellen Gesellschaft und führt in die Forschungsfrage ein.
2. „Interkulturelles Lernen“ als Zielsetzung in Schule und Unterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen des interkulturellen Lernens im schulischen Kontext.
3. Lehrwerke für den Deutschunterricht als Medien zur Darstellung und Thematisierung unterschiedlicher Sprachen und Kulturen: Es werden der Stand der Lehrwerksforschung sowie die Bedeutung des Mediums Lehrwerk dargelegt.
4. Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über die bisherigen theoretischen Kapitel und die Hinführung zum empirischen Teil.
5. Analyse ausgewählter Lehrwerke für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I: Vorstellung der Analysekriterien und der ausgewählten Lehrwerke für die praktische Untersuchung.
6. Durchführung der Lehrwerkanalysen: Die praktische Anwendung der Kriterien auf die Lehrwerke „Doppel-Klick“ und „P.A.U.L. D.“.
7. Auswertung und Darstellung der Analyseergebnisse: Detaillierte Erläuterung der erhobenen Daten aus den Tabellen der Lehrwerkanalyse.
8. Diskussion der Analyseergebnisse: Vergleich und kritische Diskussion der Ergebnisse beider Lehrwerke im Hinblick auf interkulturelle Aspekte.
9. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage sowie eine abschließende Bewertung der Lehrwerke.
Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Pädagogik, Deutschunterricht, Lehrwerkanalyse, Schulbuchforschung, Migration, Multikulturalität, Kompetenzbereiche, Sekundarstufe I, Bildungsstandards, Sprachbewusstheit, Perspektivenwechsel, Lehrpläne, Interkulturalität, Doppel-Klick, P.A.U.L. D.
Die Arbeit untersucht, wie zwei ausgewählte Deutschlehrwerke für die Sekundarstufe I mit dem Thema Interkulturalität umgehen und ob sie einen Beitrag zum interkulturellen Lernen leisten.
Die zentralen Felder umfassen das interkulturelle Lernen in der Schule, die Lehrwerksforschung, die Analyse von Sachtexten, literarischen Texten und Bildern im Hinblick auf ihre Darstellung von Sprachen, Kulturen und Migrationshintergründen.
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, inwieweit die untersuchten Lehrwerke unterschiedliche Kulturen und Sprachen darstellen und ob diese eine interkulturelle Bildung fördern können.
Der Autor verwendet eine wirkungsorientierte Lehrwerkanalyse mittels eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs, der die Kategorien Themen, Texte und Bilder systematisch auswertet.
Im Hauptteil erfolgt die theoretische Einbettung, die Definition der Analyseparameter und die konkrete empirische Untersuchung der Lehrwerke „Doppel-Klick“ und „P.A.U.L. D.“ sowie deren anschließende Diskussion.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelles Lernen, Lehrwerkanalyse, Migration, Deutschunterricht und Multikulturalität definiert.
Das Lehrwerk erhält insgesamt die Note „gut“, wobei besonders die Einbeziehung verschiedener ausländischer Autoren und Sprachen positiv hervorgehoben wird.
Das Lehrwerk erhält die Note „befriedigend“ mit einer Tendenz zum „gut“, da es zwar fundierte Informationen über fremde Länder liefert, aber in bestimmten Bereichen wie der Verwendung fremdsprachiger Ausdrücke weniger ausgeprägt ist als „Doppel-Klick“.
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