Examensarbeit, 2005
136 Seiten, Note: Gut (1,7)
1. EINLEITUNG
1.1 Fragestellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Forschungsstand und Literaturauswahl
2. MEDIALISIERUNG DES SPORTS
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Traditionelle Finanzierungskonzepte der Sportvereine und –verbände
2.3 Sportsponsoring – eine neue Finanzierungsmöglichkeit
2.3.1 Begriffliche Grundlagen des Sportsponsoring
2.3.2 Theoretische Erläuterungen zur Funktionsweise des Sportsponsoring
2.3.2.1 Sport als optimales Kommunikationsmittel der Wirtschaft
2.3.2.2 Gründe für das Engagement der Wirtschaft im Sport
2.3.2.3 Entwicklung und Rolle der Medien im Interaktionsmodell
2.4 Die Rolle der Vermarktungsgesellschaften
2.5 Zusammenfassung
3. AUFGABEN UND ZIELE DER ITTF UND DES DTTB
3.1 International Table Tennis Federation (ITTF)
3.2 Deutscher Tischtennis-Bund (DTTB)
3.2.1 Ligaausschuss
3.2.2 Tischtennis Marketing GmbH (TMG)
3.3 Zusammenfassung
4. TRANSFORMATION DES TT DURCH DIE ITTF UND DEN DTTB
4.1 Optimierung der Wettkampfregeln
4.1.1 Der 40-Milimeter-Ball
4.1.2 Die neue Zählweise bis 11
4.1.3 Die neue Aufschlagregel
4.1.4 Regeländerungen zum Drei-Punkte-Plan
4.1.5 Kleiderordnung
4.1.6 Das Frischkleben und Materialtuning
4.2 Optimierung des Wettbewerbs
4.2.1 Die Verknüpfung von Sportereignissen
4.2.2 Optimierung des Spielplans
4.2.3 Optimierung des Spielmodus
4.3 Promotion des Tischtennis
4.3.1 Fankultur
4.3.2 Mitgliedergewinnung
4.4 Kooperation zwischen den Institutionen
4.5 Zusammenfassung
5. PRÄSENTATION DES TISCHTENNIS IM DEUTSCHEN FERNSEHEN
5.1 Der Globalvertrag
5.2 Das Vermarktungskonzept des DTTB
5.3 Das Vermarktungskonzept des Ligaausschuss
5.4 Die Bewertung der Vermarktbarkeit aus Sicht der Fernseh Vertreter
5.5 Entwicklung der Mitgliederzahlen des DTTB
5.6 Zusammenfassung
6. RESÜMEE UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Maßnahmen der Tischtennis-Verbände ITTF und DTTB zur Popularisierung des Tischtennissports durch das Medium Fernsehen. Ziel ist es, den Erfolg dieser Bemühungen zu analysieren und kritisch zu bewerten, insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und einer schwierigen TV-Vermarktungssituation.
1.1 Fragestellung und Ziel der Arbeit
Statistisch gesehen ist Tischtennis derzeit die fünft größte Sportart mit 30 Millionen aktiven Wettkampfsportlern. Schaut man sich jedoch die Verteilung einmal aus der Nähe an, so spielt von diesen 30 Millionen Spielern ein Großteil der Aktiven in Asien. In China z.B. nehmen 10 Millionen Menschen den Schläger für Wettkämpfe in die Hand (Wolf, 2000, 87). Addiert man Spieler aus weiteren asiatischen Ländern wie Japan, Nord- und Süd-Korea hinzu, so kann man feststellen, dass ca. 50% aller aktiven Tischtennisspieler der Welt allein in Asien spielen. Die Folge ist, dass die Asiaten, besonders die Chinesen, den Tischtennissport dominieren und um diese Vormachtstellung zu behalten, eine restriktive und bisweilen blockierende Sportpolitik innerhalb der International Table Tennis Federation (ITTF) betrieben haben.
Diese blockierende Haltung, die bis weit in die 90er Jahre hinein reichte, führte zu einem Reformstau und Imageverlust des Tischtennis. So gingen die Mitgliederzahlen als Folge dieser Sportpolitik allein in Deutschland innerhalb von 9 Jahren um mehr als 75.000 Mitglieder zurück (Stöckmann, 2005, 37). Um diesen Trend zu durchbrechen konnte der Präsident des ITTF Adham Sharara die Vertreter des Chinesischen Tischtennisverbands davon überzeugen, sich einer Modernisierung des Tischtennissports anzuschließen. Durch diese Modernisierung erhoffte er sich, das Tischtennisspiel auch in nicht asiatischen Staaten populärer machen zu können. Als Mittel der Popularisierung soll dabei hier das Fernsehen dienen: „Wenn wir nicht im Fernsehen sind, sind wir tot.“ (zit. nach Nelson, 2000, 45).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung und das Ziel der Arbeit vor, Tischtennis durch mediale Präsenz populärer zu machen, und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Medialisierung des Sports: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Medialisierung und das Sponsoring als neue Finanzierungsquelle sowie die Rolle von Vermarktungsgesellschaften.
3. Aufgaben und Ziele der ITTF und des DTTB: Hier werden die Strukturen und Ziele der internationalen und nationalen Tischtennisverbände erläutert, die für die mediale Präsentation des Sports verantwortlich sind.
4. Transformation des TT durch die ITTF und den DTTB: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Regel- und Strukturreformen der letzten zehn Jahre, die darauf abzielten, Tischtennis zuschauerfreundlicher zu gestalten.
5. Präsentation des Tischtennis im deutschen Fernsehen: Hier werden die Vermarktungskonzepte des DTTB und des Ligaausschusses untersucht sowie deren Erfolg anhand von Einschaltquoten und Mitgliederzahlen bewertet.
6. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen auf die mediale Wahrnehmung und Popularisierung.
Tischtennis, Medialisierung, Sportsponsoring, Fernsehen, ITTF, DTTB, Vermarktung, Zuschauerzahlen, Regeländerungen, Mitgliederentwicklung, Transformation, Sportökonomie, Medienpräsenz, Randsportart, Leistungsport.
Die Arbeit analysiert die Bemühungen der Tischtennisverbände (ITTF und DTTB), den Tischtennissport durch mediale Präsenz im Fernsehen populärer zu machen.
Zentrale Themen sind die Medialisierung des Sports, Sponsoring, Regeländerungen (wie der 40mm-Ball oder die 11-Punkte-Regel), Vermarktungskonzepte und die Mitgliederentwicklung des DTTB.
Das Ziel ist die Untersuchung der Maßnahmen zur Steigerung der Fernsehpräsenz und deren Auswirkung auf den Erfolg bzw. Misserfolg der Popularisierung des Sports in Deutschland.
Es handelt sich um eine systematische Untersuchung und Analyse von Literatur, Verbandsdokumenten, Statistiken und Experten-Stellungnahmen, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Medialisierung, die Verbandsstrukturen, die durchgeführten Regel- und Strukturreformen sowie die spezifischen Vermarktungsstrategien im TV detailliert analysiert.
Schlüsselwörter sind u.a. Tischtennis, Medialisierung, Sponsoring, ITTF, DTTB, Vermarktung, Zuschauerzahlen, Regelreformen und Mitgliederentwicklung.
Aus Sicht der Medienvertreter fehlt es dem Tischtennis an traditioneller Verankerung, klaren Strukturen und einfacherer Planbarkeit, obwohl der Erfolg einzelner Spieler wie Timo Boll kurzzeitig das Interesse steigern kann.
Die Untersuchung zeigt, dass die Maßnahmen der Verbände bisher keinen nennenswerten positiven Einfluss auf die Mitgliederentwicklung hatten; der DTTB verzeichnete in den letzten zehn Jahren einen kontinuierlichen Rückgang.
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