Diplomarbeit, 2005
153 Seiten, Note: 2,0
1 DAS SPANNENDE AN DER UNTERSUCHUNG EINER MÖGLICHEN KULTURHAUPTSTADT ANHAND EINER SWOT-ANALYSE
2 BEGRIFFLICHKEITEN
2.1 Potsdam – eine touristische Destination
2.2 Hintergrund des Titels „Kulturhauptstadt“
2.3 Mit einer Kulturhauptstadt verbundene Tourismusformen
2.3.1 Kulturtourismus
2.3.2 Städtetourismus
2.3.3 Eventtourismus
3 THEORIE DER SWOT-ANALYSE
3.1 Grundmodell der SWOT-Analyse
3.1.1 Umfeldanalyse
3.1.2 Branchenanalyse
3.1.2.1 Marktanalyse
3.1.2.2 Wettbewerbsanalyse
3.1.2.3 Analyse der Lieferantenbeziehungen
3.1.3 Unternehmensanalyse
3.2 Anpassung des Modells an die Besonderheiten touristischer Destinationen sowie die Einzigartigkeit einer Kulturhauptstadt
4 SWOT-ANALYSE DER STADT POTSDAM
4.1 Analyse der Destination Potsdam
4.1.1 Ursprüngliches Angebot Potsdams
4.1.1.1 Natürliches Angebot Potsdams
4.1.1.2 Sozio-kulturelles Angebot Potsdams
4.1.1.3 Allgemeine Infrastruktur Potsdams
4.1.2 Abgeleitetes Angebot Potsdams
4.1.2.1 Information über die Reise und deren Buchung
4.1.2.2 Anfahrt der Destination
4.1.2.3 Stadtbild und Wohnkultur
4.1.2.4 Besuch der Sehenswürdigkeiten
4.1.2.5 Beherbergungsangebot
4.1.2.6 Kunst und Kultur
4.1.2.7 Freizeitangebote
4.1.2.8 Gastronomieangebot
4.1.2.9 Innerstädtische Zusammenarbeit
4.2 Durchführung der Branchenanalyse
4.2.1 Marktanalyse
4.2.1.1 Marktabgrenzung
4.2.1.2 Marktsegmentierung
4.2.2 Wettbewerbsanalyse
4.2.2.1 Wettbewerbsstruktur
4.2.2.2 Analyse des Angebotes der Wettbewerber
4.2.2.3 Bedrohung durch neue Konkurrenten
4.3 Stärken-Schwächen-Analyse
4.4 Durchführung der Umfeldanalyse
4.5 Chancen-Risiken-Analyse
4.5.1 Chancen für Potsdam
4.5.2 Risiken für Potsdam
4.6 Gegenüberstellung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
5 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
6 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das touristische Potenzial der Stadt Potsdam im Hinblick auf ihre Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2010. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine strategische Analyse die Stärken und Schwächen der Destination aufzudecken, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Positionierung als Kulturhauptstadt abzuleiten.
4.1.1.1 Natürliches Angebot Potsdams
Jede Destination verfügt über eine ursprüngliche Ausstattung, wie geografische Lage, Landschaft, Flora und Fauna, Naturdenkmäler, Klima und Wetter, die nicht speziell für den Tourismus entwickelt wurde. Dieses Angebot ist produktpolitisch schwer beeinflussbar. Jedoch ist es oftmals das wichtigste Entscheidungskriterium für die Wahl des Reiseziels und daher kommunikationspolitisch und strategisch sehr gut einsetzbar. Umstritten ist die objektive Bewertbarkeit des natürlichen Angebotes nach einem Punkteschema, sodass nur ein Vergleich mit anderen Regionen und aus Sicht der Nachfrager möglich ist.
Die Stadt Potsdam liegt im nordöstlichen Teil Deutschlands (13°03’40’’O und 52°23’45’’N). Sie ist Landeshauptstadt und größte Stadt sowie eines der vier Oberzentren des Bundeslandes Brandenburg und hat den Status einer kreisfreien Stadt. Potsdam grenzt unmittelbar südwestlich an die Bundeshauptstadt Berlin (Entfernung zur Berliner Innenstadt etwa 26 km) und liegt „am Mittellauf der Havel, in einer eiszeitlich geprägten Wald-Seen-Landschaft, die durch den Wechsel von breiten Talniederungen und Moränenhügeln, wie dem die Stadt südlich flankierenden Saarmunder Endmoränenbogen charakterisiert ist“. Die höchste Erhebung Potsdams ist der Kleine Ravensberg auf 114,2 m über NN.
Das Stadtgebiet Potsdams besteht zu 25% aus Wald, zu 11% aus Wasser, zu 33% aus Landwirtschaftsfläche und zu 21% aus bebauter Fläche. Auf einer Fläche von 187 km2 wohnen 143.811 Einwohner (EW). Die Bevölkerungsdichte beträgt 769 EW pro km2, was im Vergleich zu anderen Großstädten wie z.B. Berlin mit 3.797 EW pro km2 oder Regensburg mit 1.862 EW pro km2 eine eher geringe Dichte darstellt. Die zehn Seen in und um Potsdam sowie zwei Flüsse und zwei Kanäle machen Potsdam zu einer der wasserreichsten Städte Deutschlands.
1 DAS SPANNENDE AN DER UNTERSUCHUNG EINER MÖGLICHEN KULTURHAUPTSTADT ANHAND EINER SWOT-ANALYSE: Einführung in die Thematik der Kulturhauptstadt, deren ökonomische Auswirkungen und die Begründung der Wahl der SWOT-Analyse als wissenschaftliche Methode.
2 BEGRIFFLICHKEITEN: Definition der zentralen Begriffe „Destination“ und „Kulturhauptstadt“ sowie Einordnung relevanter Tourismusformen wie Kultur-, Städte- und Eventtourismus.
3 THEORIE DER SWOT-ANALYSE: Erläuterung des theoretischen Grundmodells der SWOT-Analyse und dessen Anpassung an die spezifischen Anforderungen einer touristischen Destination.
4 SWOT-ANALYSE DER STADT POTSDAM: Durchführung der detaillierten Destinations- und Branchenanalyse, Gegenüberstellung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken unter Einbeziehung des Vergleichsstandorts Regensburg.
5 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Ableitung konkreter Maßnahmen für die touristische Praxis, insbesondere im Bereich Vermarktung, Infrastruktur und Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Tourismuspartnern.
6 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK: Reflexion über die Ergebnisse der Analyse, die tatsächliche Nicht-Nominierung Potsdams und Ausblick auf künftige Herausforderungen im Kulturtourismus.
Kulturhauptstadt, Potsdam, Tourismusmanagement, SWOT-Analyse, Destinationsmanagement, Städtetourismus, Kulturtourismus, Eventtourismus, Regensburg, Strategisches Management, Kulturerbe, UNESCO-Weltkulturerbe, Tourismusmarketing, Infrastruktur, Wettbewerbsanalyse
Die Diplomarbeit befasst sich mit der strategischen Analyse der Stadt Potsdam als Destination im Kontext ihrer Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010.
Die Arbeit fokussiert auf das touristische Angebot (natürlich und abgeleitet), die Wettbewerbsstruktur im deutschen Städtereisemarkt sowie die Identifikation von Entwicklungsfaktoren und Trends.
Ziel ist es, das touristische Potenzial Potsdams zu evaluieren und Stärken sowie Schwächen aufzuzeigen, um daraus Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche touristische Ausrichtung zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt die betriebswirtschaftliche SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken), angepasst an die Besonderheiten touristischer Destinationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zur SWOT-Analyse, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Angebots Potsdams und einem Vergleich mit der Referenzstadt Regensburg.
Zentrale Begriffe sind Kulturhauptstadt, Destinationsmanagement, Städtetourismus, SWOT-Analyse und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Analyse zeigt, dass beide Städte ähnliche touristische Strukturen aufweisen, jedoch weist Potsdam Defizite in der Vermarktung, bei den Öffnungszeiten und der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren auf.
Die Arbeit identifiziert die "Einzelkämpferhaltung" der Kultureinrichtungen und das Fehlen einer zentralen Koordinationsstelle als wesentliche Schwachstelle für eine effiziente touristische Vermarktung.
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