Diplomarbeit, 2005
92 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Epidemiologie
2.1. Definition von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter
2.2. Klassifikation der Adipositas
2.3. Binge Eating Disorder
3. Methoden zur Bestimmung von Übergewicht
3.1. Der Body Mass Index
3.2. Die Broca Formel
3.3. Hautfaltendickemessung
3.4. Weitere Methoden
4. Ursachen und Faktoren zur Entstehung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter
4.1. Genetische Ursachen
4.2. Organische Ursachen
4.3. Die Persönlichkeit als mögliche Ursache
4.4. Ernährung
4.4.1. Energieverbrauch und Stoffwechsel
4.4.2. Fett macht fett?
4.5. Psychosoziale Ursachen
4.5.1. Ernährungsverhalten innerhalb der Familie
4.5.2. Emotionales Klima in der Familie
4.5.3. Verwöhnende Erziehung
4.5.4. Bewegungsverhalten innerhalb der Familie
4.6. Weitere mögliche Ursachen
4.6.1. Veränderte Kindheit
4.6.2. Schönheitsideale in der Gesellschaft
4.6.3. Stichwort „Kinderlebensmittel“
5. Folgen und Konsequenzen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter
5.1. Gesundheitliche Auswirkungen der Adipositas im Kindes- und Jugendalter
5.2. Psychosoziale Auswirkungen der Adipositas im Kindes- und Jugendalter
6. Die Familie
6.1. Veränderung der Essgewohnheiten
6.2. Das Ampelsystem
7. Therapiemöglichkeiten
7.1. Ambulante Behandlung
7.2. Stationäre Behandlung
7.3. Pharmakotherapie und Chirurgie
7.4. Multimodale Interventionsprogramme
7.5. Diät
7.6. Ernährungstherapie
7.7. Bewegungstherapie
7.7.1. Psychomotorik
7.8. Verhaltenstherapie
8. Therapieprogramme
9. Obeldicks Datteln
9.1. Ergebnisse des Schulungsprogramms OBELDICKS
10. Fitoc
10.1. Ergebnisse des Interventionsprogramms FITOC
11. Vergleich der Programme
12. Schlusswort
Das Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten der Hilfe für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche aufzuzeigen, indem wissenschaftliche Grundlagen analysiert sowie aktuelle Therapieansätze und Interventionsprogramme kritisch gegenübergestellt werden.
4.6.1. Veränderte Kindheit
Um von einer veränderten Kindheit sprechen zu können, sollte man zunächst einmal auch beachten, dass sich die familiären Bedingungen im Laufe der Jahre verändert haben. Als dominierenden Familientyp kann man heutzutage die Einkind- Familie sehen. Des Weiteren sollte auch berücksichtigt werden, dass jede 3. Ehe geschieden wird. Die Schuldgefühle der Scheidungskinder, die je nach Geschlecht und Alter variieren, werden ebenfalls häufig durch Essen versucht zu kompensieren (vgl. Birkholz/ Dinges 1999, S. 15ff in Grau 2003, S. 9).
Heutzutage gibt es immer häufiger Schlüsselkinder, die schon in jungen Jahren selber für ihr Mittagessen verantwortlich sind, weil beide Eltern berufstätig sind. Fertigprodukte stehen in solchen Fällen natürlich an vorderster Stelle, da sie relativ einfach zu handhaben sind und in ihrer Zubereitung nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Dass diese Produkte oftmals viel zu viel Fett enthalten, wird wenn überhaupt dadurch wettgemacht, dass man neuerdings überall Produkte kaufen kann, auf denen sich so genannte „points“ befinden. In extra angefertigten point- Tabellen kann man dann sehen, wie viele „points“ man über den Tag hinweg essen darf, um nicht zuzunehmen. Somit ist das Gewissen beruhigt und in manchen Fällen sogar die Unwissenheit über unsere Nahrungsprodukte vertieft.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Problem der zunehmenden Adipositas bei Kindern ein und skizziert das Ziel der Arbeit, Hilfsmöglichkeiten für Betroffene aufzuzeigen.
2. Epidemiologie: Das Kapitel beschreibt den besorgniserregenden Anstieg von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen und definiert die medizinischen Fachbegriffe.
3. Methoden zur Bestimmung von Übergewicht: Es werden verschiedene anthropometrische und labormedizinische Messmethoden vorgestellt, wobei der Body Mass Index (BMI) als gängigste Methode für Kinder kritisch betrachtet wird.
4. Ursachen und Faktoren zur Entstehung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Hier werden komplexe Ursachenfaktoren beleuchtet, die von genetischen Dispositionen über das Ernährungsverhalten und psychosoziale Familieneinflüsse bis hin zu gesellschaftlichen Schönheitsidealen reichen.
5. Folgen und Konsequenzen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel erläutert die gravierenden gesundheitlichen Langzeitfolgen wie das metabolische Syndrom sowie die belastenden psychischen Auswirkungen der sozialen Ausgrenzung.
6. Die Familie: Es wird hervorgehoben, dass Eltern eine zentrale Rolle bei der Gewichtsreduktion spielen, insbesondere durch die Vorbildfunktion bei Ernährung und Bewegung.
7. Therapiemöglichkeiten: Das Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Behandlungsformen wie ambulante und stationäre Programme, Bewegungstherapie und verhaltenstherapeutische Ansätze.
8. Therapieprogramme: Es werden die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) als Standard für wirksame Interventionsprogramme eingeführt.
9. Obeldicks Datteln: Detaillierte Beschreibung des OBELDICKS-Programms, das durch eine Kombination aus Bewegung, Ernährung und Verhaltenstherapie langfristige Erfolge anstrebt.
10. Fitoc: Vorstellung des Freiburger Interventionsprogramms FITOC, das durch eine 1-jährige Schulung und wissenschaftliche Evaluation nachhaltige Verhaltensänderungen erzielen möchte.
11. Vergleich der Programme: Eine strukturierte Gegenüberstellung der beiden Interventionsprogramme hinsichtlich Organisation, Therapieinhalten und Kostenstruktur.
12. Schlusswort: Das Fazit betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Intervention und einer ganzheitlichen familiären Einbindung zur Bewältigung der Adipositas-Epidemie.
Adipositas, Kindesalter, Übergewicht, Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie, Verhaltenstherapie, OBELDICKS, FITOC, Familienalltag, Prävention, BMI, Gesundheit, Lebensqualität, Essstörungen, Stoffwechsel
Die Arbeit untersucht die Ursachen, gesundheitlichen Folgen und Hilfsmöglichkeiten für übergewichtige Kinder und Jugendliche.
Der Fokus liegt auf der Epidemiologie, den Ursachen (psychosozial, genetisch), den Folgen sowie der Wirksamkeit von Therapieprogrammen.
Das Ziel ist es, effektive Möglichkeiten der Unterstützung aufzuzeigen, wie adipöse Kinder langfristig ihr Gewicht stabilisieren und gesundheitliche Risiken senken können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie dem Vergleich klinischer Interventionsstudien, wie etwa der DONALD-Studie oder Evaluationen zu den Programmen OBELDICKS und FITOC.
Es werden fundierte Wissensgrundlagen zu Adipositas vermittelt, Faktoren der familiären Sozialisation analysiert und spezifische therapeutische Programme im Detail bewertet.
Zentrale Begriffe sind Adipositasprävention, Ernährungsumstellung, multimodale Interventionsprogramme und die familiäre Lebenswelt.
Das Programm OBELDICKS aus Datteln, das in Kooperation mit Krankenkassen entwickelt wurde und auf einer Kombination aus Sport-, Ernährungs- und Verhaltensschulung basiert.
Die Familie fungiert als wichtigstes Modell für Essverhalten und körperliche Aktivität, weshalb eine Einbindung der Eltern als entscheidender Faktor für den Therapieerfolg gilt.
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