Magisterarbeit, 2001
149 Seiten, Note: 1,0
Die Magisterarbeit untersucht die Minderheitenpolitik des Hohen Kommissars für Nationale Minderheiten (HKNM) der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Rumänien. Sie analysiert die Arbeit des HKNM anhand des Konflikts zwischen der ungarischen und rumänischen Ethnie in Rumänien. Die Arbeit befasst sich mit der Arbeitsweise und Methodik des HKNM, seinen Zielen, Erfolgen und Misserfolgen.
Die Arbeit beginnt mit einer Analyse der Ausgangssituation in Rumänien nach 1989, die durch eine interethnisch polarisierte Krisensituation geprägt war. Es werden die wesentlichen Konflikte und ihre Entstehungsgeschichte beleuchtet, insbesondere die ungarischen Forderungen nach Autonomie und Bildung. Anschließend werden die relevanten Akteure des Konflikts vorgestellt, darunter die ungarische und rumänische Seite, die Nationalisten und der HKNM.
Das vierte Kapitel widmet sich der Konfliktbearbeitung durch den HKNM. Es werden die Arbeitsmethodik und die Anwendung der Methodik von Max van der Stoel in Rumänien untersucht. Dabei werden verschiedene Beispiele von Konflikten und Interventionen des HKNM beleuchtet, darunter der Antrittsbesuch, die Krise nach dem Bildungsgesetz, der Streit um die ungarische Universität und die Bemühungen um die Restitution einer ungarischen Universität. Das Konzept der Multikulturalität und eine neue Charta für die Babeş-Bolyai Universität werden ebenfalls diskutiert.
Schließlich beleuchtet das fünfte Kapitel den aktuellen Stand des Minderheitenkonflikts in Rumänien, wobei die Situation der ungarischen Minderheit und der rumänischen Gesellschaft näher betrachtet wird. Die Arbeit endet mit einer zusammenfassenden Bewertung der Arbeit des HKNM.
Minderheitenpolitik, Hohe Kommissar für Nationale Minderheiten, OSZE, Rumänien, Ungarn, Konfliktbearbeitung, Krisenprävention, Ethnische Spannungen, Identität, Autonomie, Bildung, Multikulturalität, Max van der Stoel
Der HKNM ist ein Instrument der OSZE zur Krisenprävention und Bearbeitung von Minderheitenkonflikten, das nach dem Ende des Kalten Krieges ins Leben gerufen wurde.
Zentrale Streitpunkte waren Forderungen der ungarischen Minderheit nach kultureller Autonomie, muttersprachlicher Bildung und insbesondere die Wiedereröffnung einer ungarischen Universität in Cluj.
Seine Methodik basierte auf stiller Diplomatie, kontinuierlicher Kommunikation mit allen Akteuren und der Förderung von Kompromissen wie dem Konzept der Multikulturalität.
Es wurde ein Kompromiss zur multikulturellen Umgestaltung der Babeş-Bolyai Universität erzielt, der sowohl ungarische als auch rumänische Interessen berücksichtigte.
Dem HKNM wird eine hohe Effektivität attestiert, da er durch frühzeitige Intervention und Vernetzung der Konfliktparteien zur Stabilisierung von Reformstaaten beigetragen hat.
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