Diplomarbeit, 2005
49 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemhintergrund und Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.1.1. Definition RFID
2.1.2. Definition Marktforschung
2.2 Technische Erläuterungen
2.2.1. Funktionsweise
2.2.2. Unterschiede zum Barcode
3 Einsatzfelder von RFID
3.1 Logistik
3.2 Handel
3.3 Sicherheitswesen
4 RFID in der Marktforschung
4.1 Ziele
4.2 Funktionen
4.2.1. Sortimentsforschung
4.2.2. Instore Kundenverhaltensforschung
4.2.3. Käuferstrukturforschung
4.2.4. Die Kundenkarte in Verbindung mit RFID
4.3 Datenerhebung
4.4 Datenaufbereitung
5 Praxisbeispiele
5.1 Benetton
5.2 Metro-Group
5.3 ACNielsen
6 Rahmenbedingungen
6.1 Datenschutz
6.2 Wirtschaftlichkeit
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einsatz der RFID-Technologie als Instrument in der Marktforschung. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen und die Möglichkeiten von RFID für die Datenerhebung zu erörtern, wobei der Fokus auf den gewonnenen Daten und deren Verwendung zur Verbesserung marktbezogener Prozesse liegt.
4.2.2. Instore Kundenverhaltensforschung
Im Mittelpunkt der Instore Kundenverhaltensforschung steht die Messung von verkaufsfördernden Aktivitäten. Im Einzelnen soll festgestellt werden, welche Auswirkungen absatzpolitische Maßnahmen (Preis- und Platzierungsänderungen), Instore-Promotions und Mediawerbung haben. Ein erster Schritt ist die systematische Erhebung intern anfallender Informationen. Durch den RFID-Einsatz können noch genauere Daten für die internen Datenbanken gewonnen werden als mit dem Scanner System. Abrufbar sind exakte Daten z.B. über Umsätze nach Stunden, Wochentagen, Monaten etc., die Einkaufsbeträge und die eingekauften Artikel pro Kundenbesuch. Anhand der eingekauften Artikel lassen sich Rückschlüsse auf die Konsumgewohnheiten der einzelnen Kunden ziehen. Es kann festgestellt werden, welche Produkte ein Kunde bevorzugt kauft, welche Zahnpasta er z.B. benutzt und ob möglicherweise zwei oder drei Kinder und ein Haustier zum Haushalt zählen. Diese Angaben waren vorher nur durch die Befragung oder/und Beobachtung des Kunden zu erfahren. Vorraussetzung für die Erhebung dieser Daten ist, dass die Kunden identifizierbar sind. So können auch Statistiken über Kunden- bzw. Besucherzahlen geführt und Aussagen über die Zusammensetzung der Kundschaft getroffen werden (männlich/weiblich, jung/alt). Veränderungen der Kundenstruktur können schnell erkannt und ggf. erforderliche Anpassungen durchgeführt werden, beispielsweise die Erhöhung des Personaleinsatzes.
1 Einleitung: Darstellung des Problemhintergrunds zur RFID-Technik und Definition der Zielsetzung sowie der Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Definition der Begriffe RFID und Marktforschung sowie Erläuterung der Funktionsweise der Technik und Abgrenzung zum klassischen Barcode.
3 Einsatzfelder von RFID: Untersuchung der Anwendungsbereiche Logistik, Handel und Sicherheitswesen für die RFID-Technologie.
4 RFID in der Marktforschung: Analyse der Ziele, Funktionen, Datenerhebungsmethoden und Aufbereitungsprozesse bei der Nutzung von RFID für Marktforschungszwecke.
5 Praxisbeispiele: Vorstellung konkreter Fallstudien von Benetton, der Metro-Group und ACNielsen zur Anwendung von RFID.
6 Rahmenbedingungen: Erörterung der kritischen Aspekte Datenschutz und Wirtschaftlichkeit beim Einsatz der neuen Technologie.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Zukunftschancen und Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz von RFID in der Marktforschung.
RFID, Marktforschung, Radio Frequency Identification, Transponder, Barcode, Kundenverhalten, Instore-Forschung, Datenschutz, Warenwirtschaft, Logistik, Prozessoptimierung, Kundenkarte, Datenerhebung, Wirtschaftlichkeit, Handel.
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial und die Anwendungsmöglichkeiten der RFID-Technologie als innovatives Instrument für die Marktforschung im Einzelhandel und darüber hinaus.
Die Arbeit behandelt die technischen Grundlagen von RFID, den Vergleich zu bestehenden Systemen (Barcode), die Anwendung in der Praxis, die datenschutzrechtliche Problematik sowie die wirtschaftliche Rentabilität.
Das Ziel ist die Erörterung, inwiefern RFID erfolgreich zur Gewinnung von marktforschungsrelevanten Daten eingesetzt werden kann, um bessere Einblicke in das Kundenverhalten zu erhalten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen und Fallstudien führender Handelsunternehmen und Marktforschungsinstitute.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Einführung, die Betrachtung verschiedener Einsatzfelder, spezifische Funktionen für die Marktforschung (wie Sortiments- und Kundenverhaltensforschung) sowie eine Analyse von Praxisbeispielen.
Wichtige Begriffe sind RFID, Marktforschung, Datenschutz, Kundenprofilierung, Warenfluss und Prozessautomatisierung.
Im Gegensatz zum Barcode ermöglicht RFID eine berührungslose Erfassung mehrerer Objekte gleichzeitig (Pulkerfassung) ohne direkten Sichtkontakt, zudem sind RFID-Tags beschreibbar und speicherfähig.
Da RFID-Chips personenbezogene Daten auf Kundenkarten speichern und potenziell unbemerkt ausgelesen werden können, befürchten Verbraucherschützer die Entstehung eines "gläsernen Kunden" ohne ausreichende Transparenz.
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